Die Wanderseite

Meine Sommer-Tour des Jahres 2020

Wunderbare Tour zu den von eindrucksvollen Felswänden eingerahmten glasklaren und smaragdgrünen Bergseen Drachensee und Seebensee im Mieminger Gebirge der Tiroler Zugspitzarena 

Diese Bergwanderung ist ein wahres landschaftliches Feuerwerk in hochalpiner Umgebung. Sie ist technisch zu keiner Zeit besonders schwierig, verlangt jedoch aufgrund der Länge und der zu bewältigenden Höhenmeter eine solide Grundkondition. Wie grüne Juwelen leuchten die vier Gebirgsseen Brendl(i)see, Drachensee, Seebensee sowie der kleine namenlose Bruder des Drachensees im Sonnenlicht – eine wahre Augenweide. Dabei sind sie eingebettet in eine wilde Felsszenerie mit eindrucksvollen Gipfeln und gewaltigen Karen. Auch wenn keiner der Gipfel bestiegen wird, eröffnen sich dem Wanderer immer wieder wunderbare Aussichten auf das Zugspitzmassiv oder aber auf die schroffen Felsen des Mieminger Gebirges. Während die Tour durch das Brendlikar bis zum Bereich am Hinteren Taja-Törl relativ ruhig verläuft, dürfen wir an schönen Tagen insbesondere an Wochenenden rund um den Drachensee und am Seebensee keine Einsamkeit erwarten. Die gute Erreichbarkeit dank der Ehrwalder Almbahn und aufgrund leichter Wege mit der Aussicht auf urige Einkehrmöglichkeiten in der Coburger Hütte sowie in der Seebenalm sorgen für ordentlichen Zulauf. Kein Wunder, zählt diese Bergwanderung doch zu den landschaftlichen Paradetouren mit einer großartigen Bergkulisse.

Lust auf mehr bekommen? Hier geht es zum ausführlichen Tourenbericht:

https://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/drachensee-coburger-huette-seebensee-ueber-brendlikar/53603420/

Tourenberatung: Wanderregion Sächsische Schweiz – Teil III – Von den linkselbischen „Steinen“ bis zum Bielatal und den Tissaer Wänden (Böhmische Schweiz)

Der linkselbische Bereich (sowie ein Teil der Vorderen Sächsischen Schweiz) unterscheidet sich vom zerklüfteten Gebiet der Hinteren Sächsischen Schweiz durch eine geologisch anders geformte Landschaft, die stark durch so genannte „Ebenheiten“ geprägt ist. Schräge zum Erzgebirge hin ansteigend verlaufende und undurchlässigere Sandsteinschichten sorgen dafür, dass das Wasser nur stark verzögert versickern kann, wodurch sich zahlreiche Quellen und ständige Bachläufe gebildet haben. Zusätzlich unterstützt wird das durch höhere Niederschlagsmengen im Jahresdurchschnitt. Dieser Wasserreichtum bringt es auch mit sich, dass sich hier vermehrt Moore und Nassflächen gebildet haben. Ein Blick in die topografische Karte zeigt deutlich das Verhältnis der Anzahl von Wasserquellen. Während es in der Hinteren Sächsischen Schweiz gerade mal sprichwörtlich eine Handvoll gibt, die wegen der letzten beiden viel zu trockenen Jahre auch noch teilweise versiegt sind (zumindest vorübergehend), finden sich linkselbisch unzählige sprudelnde Quellen und Bachläufe.

Die Landschaft ist heute noch reich an freien Heideflächen, was aber auch dadurch begründet ist, dass bereits im 15. Jahrhundert bis zum 19. Jahrhundert sehr viel Holzeinschlag stattgefunden hat, um den hohen Bedarf der Industrie (Hammerwerke), der umliegenden Dörfer sowie der Dresdner Residenz zu decken. Erst seit Anfang des 19. Jahrhunderts entstand eine geregelte Forstwirtschaft, die zum Ziel hatte, nicht mehr Holz einzuschlagen als nachwachsen kann.

Aus den Ebenheiten stechen mehr oder weniger markant die Tafelberge und Steine ins Auge, die allesamt bestiegen werden können und in einigen Fällen zu einer Einkehr in einer Gaststätte einladen. Wenn wir den „abtrünnigen“ (weil rechtselbischen) Lilienstein und die in meinem zweiten Teil dieser Serie bereits erwähnten Steine Rauenstein sowie die beiden Bärensteine mit hinzuzählen, gibt es insgesamt 15 dieser „Gipfel“, von denen ich nachstehend die zehn bedeutsamsten mit ihren wichtigsten Eigenschaften aufgelistet habe:

  • Festung Königstein (Eintritt, interessante Museen, mehrere Einkehrmöglichkeiten, jedoch sehr touristisch und sehr voll, aber wunderbare Aussichten von allen Bereichen)
  • Pfaffenstein (spannender Aufstieg durch das Nadelöhr, Einkehrmöglichkeit, unzählige Erkundungsmöglichkeiten, teils abenteuerliche Felsspalten, auch mehrere Höhlen, am südlichen Ende steht die „Barbarine“, das Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz)
  • Quirl (von Weitem ist dieser flache und bewaldete Tafelberg sehr unscheinbar, weil der Pfaffenstein alle Blicke auf sich lenkt, es gibt aber mehrere Höhlen zu entdecken)
  • Gohrischstein (wild zerklüftet und spannend, sehr abenteuerlicher Auf- oder Abstieg durch die extrem enge Falkenschlucht, kurzer Zustieg von der Bushaltestelle bzw. vom Parkplatz, kann sehr gut mit dem Papststein kombiniert werden)
  • Papststein (urige Einkehr in der Berghütte, sehr leichter und kurzer Zustieg auch mit kleineren Kindern möglich)
  • Kleinhennersdorfer Stein (von Weitem unscheinbar, im südlichen sehr zerklüfteten Bereich mit vielen Felsblöcken befinden sich mehrere kleine kindergeeignete Höhlen, z. B. die Lichterhöhle)
  • Kohlbornstein (von Weitem unscheinbar, schöne Aussicht u. a. zu den Schrammsteinen in der Hinteren Sächsischen Schweiz)
  • Kaiserkrone (von Weitem unscheinbar, mehrere schöne Aussichten)
  • Zirkelstein (von fast überall wegen seiner sehr markanten Form sichtbar, schöner Gipfel mit einer prächtigen Rundumsicht)
  • Großer und Kleiner Zschirnstein (relativ abgelegen, leichte Zustiege, der Große Zschirnstein hat eine sensationelle Aussichtsstelle an seiner steil abbrechenden Südseite)

Viele der Steine lassen sich wunderbar miteinander verbinden und kombinieren, so dass von einer Kurzwanderung bis hin zu einer ausgedehnten Tageswanderung alles unternommen werden kann. Des Weiteren gibt es unzählige kleinere Steine, Aussichten und Wanderziele, die hier den Rahmen sprengen würden.

Als Outdoor-Kinderparadies und perfektes Ultrakurzwanderziel möchte ich aber auf jeden Fall das Labyrinth bei Leupoldishain erwähnen. Diese zerklüftete Felsenlandschaft ist eine wahre Freude für Jung und Alt. Zahlreiche Gänge in engen Felsspalten, düstere Tunnel und kleine Höhlen, die zum Teil nur kriechend durchquert werden können, lassen sogar die Herzen abenteuerlustiger Erwachsener höher schlagen und wecken sogleich Kindheitsgefühle.

Ähnlich verhält es sich mit den Tissaer Wänden in der Böhmischen Schweiz. Hier führt ein rund fünf Kilometer langer Rundweg durch eine wilde Landschaft aus beeindruckenden Felstürmen. Gegen ein geringes Eintrittsentgelt (auch in Euro möglich) an einem der beiden Kassenhäuschen wird der Zutritt in diese aufregende Landschaft ermöglicht. Anhand eines Übersichtsplanes, den man dort erhält, können Kinder die vielen nummerierten an Tiere sowie sonstige Formen und Figuren erinnernden Felsen ausfindig machen. Die Großen Tissaer Wände verlangen beim Ausflug mit Kindern allerdings eine erhöhte Aufmerksamkeit, weil der Weg teilweise oberhalb der steil abbrechenden Türme und Wände mit ihren beachtlichen Höhen entlangführt. Kinder kommen insbesondere in den Kleinen Tissaer Wänden auf ihre Kosten. Ein Labyrinth aus schmalen und spannenden Gängen mit Felstunneln lädt zum Entdecken und Versteckspielen ein. Wenn einen anschließend der Hunger quält, bietet sich eine Einkehr im Restaurant Chata Tisá an.

Hier nun eine kleine Auswahl von Möglichkeiten für Unternehmungen.

Perfekte Möglichkeiten für Kurzwanderungen ergeben sich z. B. aus den Kombinationen

  • Pfaffenstein und Quirl
  • Gohrischstein und Papststein (und evtl. noch den südlichen zerklüfteten Bereich des Kleinhennersdorfer Steins mit den kleinen Höhlen, s. u.
  • Labyrinth und Nikolsdorfer Wände bei Leupoldishain
  • Durch die bizarren Felsen im Bielatal, s. u.
  • Rundweg durch die Großen und Kleinen Tissaer Wände in der Böhmischen Schweiz (Tschechien), s. u.

Als Tageswanderung bietet sich u. a. an:

  • Pfaffenstein, Quirl, Gohrischstein, Papststein und Kleinhennersdorfer Stein

Einige ausführlichere Tourenvorschläge findet ihr unten.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

  • mit der Bahn (aus Berlin z. B. mit dem EC) bis Dresden Hauptbahnhof fahren (mehrmals täglich)
  • vom Dresden Hbf. mit der S1 bis zur Haltestelle „Bahnhof Königstein“ (halbstündlich)
  • Aus Königstein starten Busse (Wanderbusse) in die unterschiedlichen Nationalpark-Regionen

Anfahrt mit dem Kfz.

  • aus Dresden auf der A17 in Richtung Prag fahren

Anfahrt nach Königstein:

  • die Abfahrt Nr. 6 auf die B172a nach Pirna/Bad Schandau nehmen
  • in Pirna zunächst weiter auf der B172 in Richtung Bad Schandau (ausgeschildert) 
  • 500 m hinter der markanten Linkskehre am großen Kreisverkehr die erste Abfahrt auf die B172 nehmen
  • geradeaus an der ARAL-Tankstelle vorbeifahren
  • weiter in Richtung Bad Schandau bis zum Ort Königstein fahren

Anfahrt ins Bielatal:

  • Anfahrt wie oben, jedoch 4 Kilometer hinter der ARAL-Tankstelle im Ort Krietzschwitz rechts in Richtung Bielatal abbiegen (ausgeschildert)

Eine kleine Auswahl an Vorschlägen für Wandertouren mit jeweils kurzen Beschreibungen findet ihr wieder hier im Anschluss. Ausführliche Informationen und noch mehr Tourenvorschläge von mir mit vielen Bildern erhaltet ihr dann wie gewohnt bei www.alpenvereinaktiv.com.

Auf die Tafelberge Gohrisch, Papststein und Kleinhennersdorfer Stein

An der Wetterfahnenaussicht auf dem Gohrischstein

Diese landschaftlich schöne Wanderung auf leichten bis mittelschweren Wegen und Pfaden linksseitig der Elbe durch die Vordere Sächsische Schweiz bietet Stiegen durch abenteuerliche Felsspalten, Schluchten mit uriger Vegetation, zerklüftete Sandsteinfelsen mit wunderbaren Aussichten sowie leicht erreichbare und anfängergeeignete Höhlen.

Die linkselbischen Tafelberge Gohrisch, Papststein und Kleinhennersdorfer Stein lassen weder bei jung noch bei alt Langeweile aufkommen. Hier kommt wirklich jede(r) auf ihre/seine Kosten.

Der in seinem Gipfelbereich stark zerklüftete Gohrisch bietet neben seinen tollen Zu- und Abstiegen durch teilweise sehr enge, dunkle und steile Spalten und Kamine viele Kraxelmöglichkeiten, überwältigende Aussichten in alle Richtungen sowie die durch eine malerische feuchte Schlucht erreichbare Schwedenhöhle, die dort auf ihre Entdecker wartet.

Einige markante „Persönlichkeiten“ sind von hier oben sichtbar – der Pfaffenstein, die Festung Königstein und der Lilienstein, die sich u. a. in ganzer Pracht nebeneinander aufreihen und sich zur Schau stellen.

Nur wenige Meter trennen den Gohrisch vom Papststein, dessen Gipfel bequemer über dezent ansteigende Stufen zu erreichen ist und ebenfalls einige wunderschöne Aussichtsstellen bietet. Wer sich bis hierhin an der Landschaft noch nicht satt gesehen hat, kann sich dafür in der urgemütlichen Gaststätte satt essen, bevor der Weg in Richtung Kleinhennersdorfer Stein fortgesetzt wird. Die Gaststätte auf dem Papststein hat mindestens bis zum Sonnenuntergang auf, so dass sich der Besuch dieses Tafelberges auch zu späterer Stunde lohnt. Der Abstieg über die Westseite in Richtung Wanderparkplatz ist dann beleuchtet.

Der dritte unserer Tafelberge, der Kleinhennersdorfer Stein, besticht weniger durch seine Aussicht als durch seine besonders zerklüfteten Bereiche, zahllose Felsblöcke zum Kraxeln, drei kinderfreundliche Höhlen, die mit Taschenlampen erkundet werden können sowie durch tolle Pfade inmitten einer urigen Vegetation.

  • Schwierigkeit:                mittelschwer
  • Strecke:                           6,5 km
  • Dauer:                             2,5 Stunden
  • Auf-/Abstieg:                  438/438 m

Hier geht es zur Tour auf alpenvereinaktiv.com:

Auf die Tafelberge Gohrisch, Papststein und Kleinhennersdorfer Stein

Suchbegriffe im Freitextfeld: „Gohrisch, Papststein, Kleinhennersdorfer Stein“

Hinweis: Diese Tour kann hervorragend auf ein Tagestouren-Niveau verlängert werden, wenn der Papststein (und ggf. der Quirl) mit in die Runde einbezogen wird.

Erlebniswanderung durch das Bielatal bis zur Grenzplatte

Aussicht von der Grenzplatte in Richtung Ostrov (Eiland/CZ)

Landschaftliche Paradetour auf überwiegend schmalen Pfaden entlang einer malerischen Felsenlandschaft, bei der sich spannende Elemente und aussichtsreiche Wegabschnitte abwechseln.

Das Bielatal übt mit seinen zahlreichen wild geformten und teils schiefen Felstürmen- und Wänden einen unwiderstehlichen Reiz aus. Diese kurzweilige Tagestour führt uns zu eindrucksvollen Felsen, die auch ohne Kletterkenntnisse bestiegen oder begangen werden können. Eine überaus spannende Stiege führt uns gleich zu Beginn auf den Sachsenstein. Höhen- und Platzangst sollte man hier allerdings nicht haben, denn es geht auf sehr langen und steilen Leitern aufwärts. Im oberen Teil müssen wir uns durch die engste Stiegen-Felsspalte des gesamten Elbsandsteingebirges zwängen, bevor wir uns die Aussicht verdienen dürfen. Weniger spannend im Aufstieg, aber noch schönere Panoramen bieten die Aussichtspunkte an der Johanniswacht, am Kanzelstein sowie einige Stellen am Forststeig auf dem Weg zur Grenzplatte. Für Letztere namensgebend ist ein wunderbares Felsplateau in Grenznähe zu Tschechien. Beim Durchwandern der stark zerklüfteten und mit Felsblöcken gefüllten Felsengasse zwischen der Ottomühle und der Schweizermühle im letzten Drittel der Tour fühlen wir uns noch einmal wie in einer anderen Welt. Für eine kühle Abwechslung der unterirdischen Art sorgen die drei tektonischen Klufthöhlen Bennohöhle, Schwedenhöhle sowie das Eisloch, welche auch von normalen Wanderern ohne spezielle Kenntnisse und Ausrüstung befahren werden können. 

  • Schwierigkeit:                mittelschwer
  • Strecke:                          14,0 km
  • Dauer:                             4,5 Stunden
  • Auf-/Abstieg:                  340/340 m

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Erlebniswanderung durch das Bielatal bis zur Grenzplatte

Suchbegriff im Freitextfeld: „Bielatal, Grenzplatte“

Das Reich der bizarren Felstürme im Bielatal

In der Felsengasse mit Blick auf die Herkulessäulen

Aussichtsreiche und spannende Kurzwanderung durch abenteuerliche Felsengassen und inmitten einzigartiger Sandsteinsäulen in einer der spektakulärsten Landschaften Europas.

Diese Tour verspricht uns wundervolle Aussichten vom Sachsenstein, Nachbarn, von der Kaiser-Wilhelm-Feste sowie von der Johanniswacht auf die einzigartigen Felsnadeln im Bielatal. Der Sachsenstein will allerdings zunächst über mehrere steile und lange Leitern und durch eine extrem enge Felsspalte erklommen werden. Ein spannender Bergpfad führt uns im späteren Verlauf durch die märchenhaften Felsschluchten an der Johanniswacht und inmitten der eindrucksvollen und fragil erscheinenden Herkulessäulen, die wir zuvor noch von den gegenüberliegenden Aussichtsfelsen bewundern konnten.

  • Schwierigkeit:                leicht
  • Strecke:                           4,2 km
  • Dauer:                             2 Stunden
  • Auf-/Abstieg:                  145/145 m

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Das Reich der bizarren Felstürme im Bielatal

Suchbegriff im Freitextfeld: „Bielatal“

Hinweis: Die Runde kann hervorragend um wenige Kilometer erweitert werden, wenn die Felsen rund um die Ottomühle (Einkehrmöglichkeiten) mit der nahen Bennohöhle sowie der südöstlich der Ottomühle befindliche Großvaterstuhl mit einbezogen werden. An schönen Tagen herrscht im Bielatal übrigens ein reger Andrang durch Kletterer, weshalb vor allem mit dem Auto eine sehr frühe Anfahrt zu empfehlen ist (Parkplätze voll ausgelastet).

Zu den Tissaer Wänden in der Böhmischen Schweiz

Felstürme an den Tissaer Wänden

Leichte und erlebnisreiche Kurzwanderung durch eine traumhafte Felsenlandschaft mit labyrinthartigen Sandsteinformationen, die eine überragende Aussicht ins tschechische Hinterland und nach Sachsen bieten.

Bei der Wanderung handelt es sich um eine kinderfreundliche Rundtour, bei der Jung und Alt auf ihre Kosten kommen. Neben schönen Aussichten heben zahlreiche Kraxelpassagen, höhlenartige Gänge und Tunnel den Spaßfaktor nochmals an. Ebenso gibt es unzählige Fotomotive, die bei jedem Hobbyfotografen das Herz höher schlagen lassen.

Erklärungstafeln über die Tier- und Pflanzenwelt mit deutscher Übersetzung stehen in regelmäßigen Abständen am Wegrand, so dass die Wanderung gleichzeitig den Charakter eines Lehrpfades hat.

An schönen Tagen können viele Kletterer beobachtet werden, die sich an den zahlreichen Routen aller Schwierigkeitsgrade versuchen. Einen Einblick über die historische Entwicklung der Felskletterei bieten die bebilderten Tafeln am Zustiegsweg unweit der Dorfkirche.

  • Schwierigkeit:                leicht
  • Strecke:                           5,1 km
  • Dauer:                             1,5 bis 2 Stunden
  • Auf-/Abstieg:                  174/174 m

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Tyssaer (Tissaer) Wände in der Böhmischen Schweiz

Suchbegriff im Freitextfeld: „Tissaer (Tyssaer) Wände“

Streckenwanderung durch das Gelobtbachtal zum Zirkelstein und zur Kaiserkrone

Auf der Kaiserkrone mit Blick zum Zirkelstein

Sehr abwechslungsreiche Tour auf nahezu unbekannten Wegen in dem urigsten Tal der Sächsisch-Böhmischen Schweiz sowie mit grandiosen Aussichten vom Zirkelstein und von der Kaiserkrone

Kaum eine begehbare Schlucht in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz ist so einsam wie das den meisten Menschen unbekannte Gelobtbachtal. Diese Tour verführt uns in diese zauberhafte abgelegene enge Schlucht mit dem märchenhaft mäandernden Gelobtbach, der immer wieder unseren Weg kreuzt. Des Öfteren müssen wir ihn mit Bedacht auf Steinen, Wurzeln und über von Vorbegehern hingelegten Behelfsbrücken aus stabilen Ästen queren, was sogar ein klein wenig Abenteuercharakter aufkommen lässt. Links und rechts des Weges plätschern kleine Wasserfälle, die uns irgendwie in eine andere Welt eintauchen lassen. 

Als deutlicher Gegensatz hierzu präsentiert der folgende Wegabschnitt eine weitläufige Landschaft rund um den Zirkelstein und die Kaiserkrone mit dem verschlafen wirkenden Ort Schöna. Der Zirkelstein muss im letzten Teil über steile Treppen erklommen werden, während es auf der Kaiserkrone etwas sanfter zugeht, aber nie schwierig. Beide Tafelberge belohnen uns für die Anstrengungen dafür mit grandiosen Aussichten. 

  • Schwierigkeit:                      mittelschwer
  • Strecke:                                 18,9 km
  • Dauer:                                   6 Stunden
  • Auf-/Abstieg:                        470/507 hm

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Durch das Gelobtbachtal zum Zirkelstein und zur Kaiserkrone

Suchbegriffe im Freitextfeld: „Gelobtbachtal, Zirkelstein oder Kaiserkrone“

Hinweis: Die Tour startet am S-Bahnhof Schöna (Endbahnhof) und endet am Fähranleger in Krippen (Fähre nach Bad Schandau). Wer seine Unterkunft auf der linkselbischen Seite hat, sollte vom Bahnhof Krippen mit der S-Bahn zurück nach Königstein fahren. Der Bahnhof Krippen befindet sich nur wenige hundert Meter vom Fähranleger entfernt. Für die Weiterfahrt aus Königstein verkehren von dort Busse.

Forststeig

Auf dem Forststeig

Trekking in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz (für Erfahrene)

Die gelb markierte Trekkingroute startet am Bahnhof Schöna an der Elbe, führt linkselbisch über 100 km überwiegend auf Waldpfaden und – wegen sowie auf forstwirtschaftlichen Arbeitsgassen durch die grenznahen Wälder der Sächsisch-Böhmischen Schweiz, überquert dabei 13 Tafelberge und endet in Bad Schandau – Erlebnis pur mit Möglichkeiten zur Waldübernachtung in Trekkinghütten und auf Biwakplätzen.

  • Schwierigkeit:                      schwer
  • Strecke:                                 104,4 km
  • Dauer:                                   50 Stunden
  • Auf-/Abstieg:                        2911/2925 hm

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Forststeig Elbsandstein

(erstellt von Tobias Rölke/Sachsenforst)

Suchbegriff im Freitextfeld: „Forststeig“

Weitere ausführliche Informationen findet ihr unter www.forststeig.de

Eindrücke vom linkselbischen Teil der Sächsischen Schweiz

Tourenberatung: Wanderregion Sächsische Schweiz – Teil II – Wanderstützpunkt Kurort Rathen

Im zweiten Teil meiner Serie über das Elbsandsteingebirge möchte ich euch in den Kurort Rathen entführen. Dieser durch die Elbe zweigeteilte Ort in der Vorderen Sächsischen Schweiz hat sich in den letzten Jahren zu einem wahren Touristenmagneten entwickelt. Während der orographisch linkselbische (südliche) Teil problemlos entweder motorisiert oder via Schienenverkehr erreicht werden kann, ist die motorisierte Anfahrt auf der rechten Elbseite überwiegend den Anwohnern sowie deren Besuchern vorbehalten. Das ist für den Besuch jenes Ortsteils allerdings kein echter Nachteil, weil es eine regelmäßig verkehrende Fährverbindung gibt, die an schönen Tagen für ordentlich Nachschub an Besuchern sorgt. Nur wenige Strecken- und Höhenmeter entfernt befindet sich nämlich die weltberühmte Bastei, deren steinerne Besucherbrücke sowie die Felsenburg Neurathen jährlich Hunderttausende von Touristen anziehen. Allerdings machen sich nur vergleichsweise wenige Besucher die Mühe des harmlosen Aufstiegs aus Rathen. Der weitaus größere Teil reist mit Autos oder Bussen über die nordwestlich und oberhalb von Rathen gelegene Basteistraße an. Von den zahlreichen Aussichtsstellen im Basteigebiet eröffnen sich wunderbare Panoramen über die mäandernde Elbe und über die bizarr geformte Felsenlandschaft. Kein Wunder also, dass es so viele Menschen aus allen Teilen der Erde hierher zieht.

Von diesem Massenandrang hier oben, vor allem an schönen Wochenenden, bekommt man unten im Ort glücklicherweise nicht ganz so viel mit. Trotzdem ist es recht quirlig, weil es einige schöne Ziele in der näheren Umgebung gibt. Auf der linkselbischen Seite lockt nach einem kurzen Spaziergang der über einige  Stufen leicht zu besteigende Rauenstein mit grandiosen Aussichtsstellen, einem wunderschönen leichten Gratweg sowie mit einer urigen Berggaststätte. Auf der anderen Elbseite wird der im Sommerhalbjahr künstlich angestaute Amselsee im Amselgrund mit Tretbootverleih gern von Spaziergängern aufgesucht. Bis vor rund zwei Jahren konnte man den Spaziergang noch bis zur urigen Amselfallbaude mit seiner Nationalpark-Informationsstelle verlängern. Jedoch musste diese wegen eines Felsabgangs und weiterer akuter Felssturzgefahr geschlossen werden. Bis zur Umsetzung eines geplanten Sicherheitskonzepts wird es wohl auch noch eine Weile so bleiben. Der an der Baude vorbeiführende Wanderweg von Rathewalde nach Rathen ist glücklicherweise noch begehbar.

Wer ein kleines schweißtreibendes Abenteuer der harmlosen Art erleben möchte, wandert durch die Schwedenlöcher zur Bastei. Der gut ausgebaute und technisch leichte Steig führt über zahllose Stufen durch eine urige und märchenhafte Schlucht empor. Auch hier gab es vor einigen Jahren einen enormen Felssturz, bei dem glücklicherweise niemand zu Schaden kam. Der Wanderweg im unteren Drittel musste daraufhin umgeleitet werden. Man kann den alten Steig sowie die zahlreichen Felsblöcke des Abgangs noch erkennen.

So schön die Landschaft hier im Rathener Gebiet auch ist, so vergänglich ist sie leider auch. Immer wieder beweisen gigantische Felsstürze, wie fragil der Sandstein hier ist. Prominentestes Opfer eines drohenden Felssturzes ist die ebenfalls seit einiger Zeit geschlossene und inzwischen zurückgebaute Aussichtsplattform an der Bastei. Auch hier wird bis zur Umsetzung von Sicherungs- und Neubaumaßnahmen kein Mensch mehr einen Fuß hinaufsetzen dürfen.

Zurück zu den Schwedenlöchern – hier ist leider, wie auch an zahlreichen anderen Stellen in der Sächsischen Schweiz, noch ein weiteres Phänomen zu beobachten, was mich persönlich sehr nachdenklich und traurig macht. Noch vor wenigen Jahren rann überall Wasser aus den Felsen und es gab einen Bach. Alle Quellen sind nahezu komplett versiegt. Auch der Grünbach im Amselgrund hat kaum noch Wasser. Das gleiche Schicksal trifft auch den benachbarten Uttewalder Grund nördlich von Wehlen, die Wilde Hölle in der Hinteren Sächsischen Schweiz und viele weitere Orte. Die gegenwärtigen Niederschläge reichen bei Weitem nicht aus, um den Wassermangel, insbesondere wegen des Hitzesommers 2018, auszugleichen. Der Klimawandel lässt sich wohl nicht mehr abstreiten.

Wer über normale Spaziergänge hinaus größere Wanderungen unternehmen möchte, kann von Rathen aus wunderbar starten und schöne Ziele erkunden (siehe Tourenvorschläge unten).

Hier kommt die alte Regel zum Tragen, dass die Anzahl der Menschen abnimmt, je weiter ich mich von den klassischen Hotspots und vor allem von den Parkplätzen entferne bzw. je entlegener und schweißtreibender ein Wanderziel zu erreichen ist. Als kleiner Geheimtipp für diese Region gelten die beiden Bärensteine, die ungeahnte Felskulissen und Aussichtspunkte bieten, was man ihnen von Weitem überhaupt nicht ansieht. Wen es hierher verschlägt, der sollte sich auf keinen Fall die in Thürmsdorf nahe dem Kleinen Bärenstein befindliche Schokoladenmanufaktur entgehen lassen.

Ebenfalls in unmittelbarer Nähe von Rathen gibt es landschaftlich traumhafte Touren rund um den Uttewalder Grund nördlich des reizenden Nachbarortes Wehlen (Tourenvorschläge bei alpenvereinaktiv.com – Suchbegriff „Uttewalder Grund“)

Wer dann am Abend nach der Wanderung noch nicht müde ist und ein Kulturprogramm erleben möchte, kann fußläufig die sprichwörtlich nur einen Steinwurf  entfernte Felsenbühne Rathen (Freiluft-Theater) besuchen, in der vor malerischer Echtfelskulisse Theaterstücke aufgeführt werden.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

  • mit der Bahn (aus Berlin z. B. mit dem EC) bis Dresden Hauptbahnhof fahren (mehrmals täglich)
  • vom Dresden Hbf. mit der S1 bis zur Haltestelle „Kurort Rathen“ (halbstündlich)
  • je nach Lage der Unterkunft ggf. mit der Fähre (Gierseilfähre) auf die andere Seite der Elbe übersetzen (regelmäßig von sehr früh morgens bis zum späten Abend/grob Mitternacht)

Anfahrt mit dem Kfz.

  • aus Dresden die A17 in Richtung Pirna fahren

Anfahrt zum linkselbischen/südlichen Teil Rathens:

  • die Abfahrt auf die B172a nach Pirna/Bad Schandau nehmen
  • in Pirna zunächst weiter auf der B172 in Richtung Bad Schandau (ausgeschildert)
  • 500 m hinter der markanten Serpentine am großen Kreisverkehr die erste Abfahrt auf die B172 nehmen
  • nach 250 m vor der Aral-Tankstelle links abbiegen
  • über Struppen und Weißig nach Rathen

Anfahrt zum rechtselbischen/nördlichen Teil Rathens:

  • die B172a nach Pirna bis Äußere Pillnitzer Straße durchfahren (zweite Ausfahrt hinter der Elbüberquerung)
  • links abbiegen – weiter über Äußere Pillnitzer Straße und im Verlauf links Basteistraße
  • über Lohmen, Rathewalde und Waltersdorf nach Rathen

Parken

  • bei Anfahrt über Struppen und Weissig: großer linkselbischer Parkplatz in Rathen (gebührenpflichtig) oder Parken in Verbindung mit der Unterkunft
  • bei Anfahrt über Lohmen, Rathewalde und Waltersdorf: Wanderparkplatz am Gamrig-Felsen (am Waldrand östlich von Rathen, gebührenpflichtig), in Rathen selbst nur wenige Parkplätze – größtenteils nur in Verbindung mit den Unterkünften

Unterkünfte

  • zahlreiche Pensionen und Ferienwohnungen in und um Rathen (€ – €€€)
  • mehrere Hotels in Rathen (€€ – €€€)

Kartenempfehlungen des Autors

  • Wanderkarte / Topographische Karte GeoSN „Kurort Rathen, Hohnstein“, 1:10.000, vom Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vemessung Freistaat Sachsen, ISBN 978-3-86807-940-1 (Kartenausschnitt reicht nur bis knapp unter den Kleinen Bärenstein, Thürmsdorf ist nicht abgebildet)
  • Wander- und Radwanderkarte Nr. 10 „Vordere Sächsische Schweiz“ mit Stadt Wehlen, Kurort Rathen, Hohnstein, Königstein und Gohrisch, 1:15.000, Sachsen Kartographie GmbH Dresden
  • Wanderkarte der Sächsischen Schweiz „Die Bastei“ mit Rathen, Stadt Wehlen und Uttewalde, 1:10.000, Dr.-Ing. Rolf Böhm, Bad Schandau
  • Wanderkarte der Sächsischen Schweiz „Brand – Hohnstein“ (Ochel – Schwarzbach – Tiefer Grund) von Dr.-Ing. Rolf Böhm, Bad Schandau, 1:10.000

Buchempfehlungen des Autors

  • Wander- & Naturführer Sächsische Schweiz, Band 2 (Rathener Felsen, Polenztal, Tafelberge und Bielatal), Berg- & Naturverlag Rölke, ISBN 3-934514-09-X

Eine Auswahl von Wandertouren, bei denen ihr direkt in Rathen starten könnt, möchte ich euch mit jeweils kurzen Beschreibungen vorstellen. Ausführliche Informationen mit vielen Bildern erhaltet ihr dann bei alpenvereinaktiv.com, wenn ihr die entsprechende Tour aufruft.

Tour 1

Zu den Bärensteinen und über den Rauenstein in der Vorderen Sächsischen Schweiz

Diese Wanderung ist eine schöne Kurztour mit Abenteuercharakter zu den zerklüfteten Felsen in der linksseitigen Flussschleife der Elbe zwischen Königstein, Rathen und Wehlen.

Sie führt uns zu den von Weitem unscheinbaren Bärensteinen mit deren ungeahnt wilden Felsformationen sowie über den aussichtsreichen Grat des Rauensteins. Der große Bärenstein, der mit 327 Metern um 11 Meter niedriger ist als sein kleiner Bruder, verdankt seinen Namen seiner größeren Masse und Ausdehnung. So hat er im Vergleich zum gut zugänglichen Kleinen Bärenstein gar vier Aussichtspunkte zu bieten, die allerdings gut verteilt und recht versteckt liegen und nur mit etwas Spürsinn zu finden sind, denn auf dem Großen Bärenstein gibt es keine markierten Wege. Abenteuergeist, Trittsicherheit und etwas Klettergeschick sollte man für die Riegelhofstiege mitbringen, wenn man durch die recht steile und enge Schlucht mit ihren zahlreichen Felsblöcken hinunter kraxelt. Künstliche Tritthilfen sucht man hier vergeblich – lediglich einmal erleichtern in den Fels geschlagene Kerben das Treten. Am touristisch erschlossenen Rauenstein hingegen geht es auf dem gut ausgebauten Gratweg weniger anspruchsvoll zur Sache. Am Ende des traumhaften Panoramawegs werden wir mit einer Einkehr in der urigen Berggaststätte Rauenstein für unsere Mühen belohnt.

  • Schwierigkeit: mittelschwer
  • Strecke: 12,6 km
  • Dauer: 4,5 Stunden
  • Auf-/Abstieg: 591 hm

Hier geht es zur Tour auf alpenvereinaktiv.com:

Zu den Bärensteinen und über den Rauenstein in der Vorderen Sächsischen Schweiz

Suchbegriff im Freitextfeld: „Bärensteine Sächsische Schweiz“

Hinweis: Die Tour beginnt in der Tourenbeschreibung in Weißig südlich von Rathen, jedoch kann sie auch bequem von Rathen aus begonnen werden, indem wir vom Fähranleger des linkselbischen/südlichen Teil Rathens einfach dem mit dem roten waagerechten Strich markierten Wanderweg folgen. Die Tour verlängert sich hierdurch allerdings um gut zwei Kilometer (hin und zurück).


Tour 2

Aus Rathen auf den Gamrig und durch die Schwedenlöcher zur Bastei

Langschläferwanderung zu den Aussichtsfelsen und Schluchten sowie zur weltberühmten Bastei bei Rathen in der Vorderen Sächsischen Schweiz

Die Basteibrücke in der Felsenwelt bei Rathen ist zweifelsohne zum Symbolbild der Sächsischen Schweiz geworden. Millionen von Touristen besuchen jedes Jahr diese Sehenswürdigkeit. Aus diesem Grund sind wir auf dieser Wanderung natürlich nicht allein unterwegs. Aber wir können uns eines einfachen und funktionierenden Tricks behelfen. Wer diese Kurzwanderung erst nach dem Mittag startet, findet am späten Nachmittag dort mehr Ruhe. Spürbar ruhiger geht es auch bereits wenige hundert Meter von der Bastei entfernt zu, wenn wir das Panorama vom nördlich gegenüber befindlichen Aussichtspunkt genießen.

Das Rathener Gebiet hat aber noch mehr zu bieten. Anfangs geht es auf den kleinen aber feinen Aussichtsfelsen Gamrig mit seiner unterhalb befindlichen kleinen Höhle und im späteren Verlauf durch die schweißtreibenden Schwedenlöcher, eine enge feuchtkühle Schlucht, die wir anfangs erst einmal über zahllose Stufen erreichen müssen, bevor es dann auf einem verwinkelten Steig, teils durch spannende Felstunnel, stetig weiter aufwärts geht.

Diese Wanderung bietet sich hervorragend als Einstiegstour an, bei der es sich empfiehlt, sie erst am frühen Nachmittag zu beginnen – idealerweise am Anreisetag, der ja sowieso ein angebrochener Tag ist. Auf diese Weise entgeht man dem größten Andrang an der Bastei.

  • Schwierigkeit: leicht
  • Strecke: 9,4 km
  • Dauer: 3,5 Stunden
  • Auf-/Abstieg: 472 hm

Hier geht es zur Tour auf alpenvereinaktiv.com:

Aus Rathen auf den Gamrig und durch die Schwedenlöcher zur Bastei

Suchbegriff im Freitextfeld: „Gamrig Schwedenlöcher Bastei“


Tour 3

Durch das Polenztal zur Gautschgrotte und zur Brandaussicht

Diese Tour ist zu einem großen Teil geprägt von märchenhaften Tälern und Schluchten wie dem Polenztal, dem Schindergraben bei Hohnstein mit seiner urwüchsigen Vegetation und dem wilden Pfad durch den Tiefen Grund, bietet aber mit der Brandaussicht auch eine schöne Abwechslung wegen des überwältigenden Panoramas in die Weiten der Landschaft.

Hier erwartet uns eine ganzjährig durchführbare Wanderung ohne besondere Schwierigkeiten. Im Frühling, wenn das Polenztal in saftigem Grün und der sanft dahinfließenden Polenz zu neuem Leben erwacht oder im Sommer, wenn es dort und im Schindergraben ein paar Grad kühler zu sein scheint oder aber im Winter, wenn in der imposanten Gautschgrotte mit den rundum überhängenden Felsen das herabstürzende Wasser zu großen Eiszapfen erstarrt und in der Brandbaude der Ofen knistert, bietet sich diese genussvolle Wanderung an. Oder natürlich im Herbst, wenn dieser seine bunten Farben bilderbuchmäßig in die Landschaft zaubert und die klare Luft den Körper mit förmlich spürbarer Energie versorgt. Gründe gibt es genug, diese Wanderung zu unternehmen.

  • Schwierigkeit: leicht
  • Strecke: 14,6 km
  • Dauer: 3,5 Stunden
  • Auf-/Abstieg: 417 hm

Hier geht es zur Tour auf alpenvereinaktiv.com:

Durch das Polenztal zur Gautschgrotte und zur Brandaussicht

Suchbegriff im Freitextfeld: „Polenztal Gautschgrotte“

Hinweis: Die Tour beginnt in der Tourenbeschreibung am Wanderparkplatz an der Ziegenrückenstraße (Verbindungsstraße zwischen Waltersdorf und Rathewalde/Hohnstein), jedoch kann sie auch bequem von Rathen aus gestartet werden, indem wir zunächst durch den Ort ostwärts zur Information (Haus des Gastes) laufen, dort links über Koppelsgrund und Füllhölzelweg (roter waagerechter Strich) zu jenem Ausgangspunkt wandern. Die Tour verlängert sich hierdurch allerdings ebenfalls um rund fünf Kilometer (hin und zurück – gemessen vom Fähranleger), so dass hierdurch eine fast 20 km lange Tour entsteht.


Tour 4

Vom Gamrig über Rathen zum Lilienstein

Eine Wanderung zum Lilienstein, dem Hausberg und Wahrzeichen des Nationalparks Sächsische Schweiz, die durch abwechslungsreiche Landschaftsabschnitte im Rathener Gebiet führt.

Diese mittelschwere Tour verläuft durch bewaldete Täler, den schönen Kurort Rathen, zum Gamrig mit seiner schönen Aussicht und seiner großen Höhle, entlang der Elbe sowie über Felder zum Lilienstein, der aufgrund seiner markanten Form weithin sichtbar ist.

  • Schwierigkeit: mittelschwer
  • Strecke: 17,8 km
  • Dauer: 4,5 Stunden
  • Auf-/Abstieg: 590 hm

Hier geht es zur Tour auf alpenvereinaktiv.vom:

Vom Gamrig über Rathen zum Lilienstein

Suchbegriff im Freitextfeld: „Gamrig Rathen Lilienstein“

Hinweis: Die Tour beginnt in der Tourenbeschreibung am Wanderparkplatz an der Ziegenrückenstraße (Verbindungsstraße zwischen Waltersdorf und Rathewalde/Hohnstein), jedoch kann sie auch bequem von Rathen aus gestartet werden, weil die Route sowieso durch Rathen verläuft. Somit verkürzt sich die Tour bei ansonsten gleicher Route lediglich um die Strecken von und zu jenem Wanderparkplatz (ab dem Gamrig die Wanderwege Gamrigweg und Füllhölzelweg) um gut drei Kilometer auf etwa 14,6 km (Schwierigkeit dann eher leicht).


Eindrücke aus der Sächsischen Schweiz (Teil 2)

Tourenberatung: Wanderregion Sächsische Schweiz – Teil I – Wanderstützpunkt Bad Schandau

Wer zum Wandern in das Elbsandsteingebirge reisen möchte, findet in dem Elb-Ort Bad Schandau einen idealen Ausgangspunkt für Touren in die Hintere Sächsische Schweiz. Insbesondere für die klimafreundliche Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Ort perfekt geeignet. Regelmäßige Bahn-Direktverbindungen mit dem EC von Berlin nach Bad Schandau in unter drei Stunden (sowie halbstündlicher S-Bahnverkehr zwischen Dresden Hbf. und Schmilka-Hirschmühle an der tschechischen Grenze) sorgen für eine erstklassige Erreichbarkeit.

Das mittlerweile recht quirlige Zentrum von Bad Schandau hat sich in den letzten Jahren zu einem wahren Touristenmagneten entwickelt. Dafür sorgen die vielen Unterkunftsmöglichkeiten in allen Kategorien, nette kleine Geschäfte, Einkaufsmöglichkeiten (z. T. sieben Tage/Woche, auch Feiertags), mehrere Cafés und Gaststätten, das Tourismusbüro sowie das hiervon einen Steinwurf entfernte „Aktivzentrum Sächsische Schweiz“ mit Ausrüstungsverleih und Angeboten von geführten Touren fast aller Art.

In Bad Schandau laufen auch die Fäden für die gut getakteten Weiterfahrten mit den verschiedenen Wanderbussen oder Fähren in die hinteren bzw. linkselbischen Wandergebiete zusammen.

Aber auch ohne eine Weiterfahrt lassen sich direkt aus Bad Schandau wunderschöne Touren starten.

Eine mittelschwere Tour möchte ich euch hier vorstellen:

Panoramatour aus Bad Schandau auf die Schrammsteine

Eine wunderschöne Panorama- und Schluchtentour in die atemberaubende und abenteuerliche Felsenwelt der Schrammsteine

Wer die Sächsische Schweiz besucht, wird mit Sicherheit eine Tour zur Schrammsteinaussicht und über die Schrammsteine machen wollen. Schon beim Zustieg zu den Schrammsteinen über den Ortsteil Ostrau kommen wir an wunderbaren Aussichtsplätzen und sehenswerten alten Villen vorbei. Der schöne Weg zur Aussicht an der Emmabank sowie der Abstiegspfad durch das idyllische Meergründel führen uns allmählich in die Welt der Sandsteinfelsen, die uns dann beim Aufstieg durch den Lattengrund Respekt einflößend nah links und rechts des Weges einen Vorgeschmack auf das bieten, was uns in Kürze beim Durchschreiten des Schrammtores erwarten wird. Unangefochtene Höhepunkte der Tour sind der Aufstieg durch die engen Schlüchte des Wildschützensteigs und das atemberaubende Panorama von der Schrammsteinaussicht. Beim anschließenden Überschreiten der Schrammsteine bieten sich uns weitere wunderschöne Aussichten

Start/Ziel

Bad Schandau am Markt (Kirche) (121 m)

Koordinaten: Geographisch 50.917369, 14.153969, UTM 33U 440529 5640976

Wegbeschreibung

Wir starten, indem wir am Zebrastreifen die Straßenseite wechseln und durch die Kirchstraße bis zum Basteiplatz laufen. Hier rechts bis zur Kirnitzschtalstraße, diese sowie anschließend die Bachbrücke überqueren und durch den Kurpark am Brunnen vorbei zur Badallee. Zwischen den Häusern beginnt der Wanderweg. Es geht anfangs über Treppen aufwärts, bis wir das große in den Felsen eingebrachte Lutherdenkmal erreichen. Von dort steigen wir weiter auf und haben nach einer Viertelstunde seit dem Start eine Aussichtsstelle erreicht, die einen Blick über Bad Schandau und über die Elbe erlaubt.

Wir wandern nun ein kurzes Stück kaum ansteigend weiter. An der zweiten Weggabelung halten wir uns rechts in Richtung des Luchsgeheges, welches nach kurzer Zeit rechts von uns erscheint. An der Weggabelung hinter dem Luchsgehege bleiben wir links und wandern weiter aufwärts durch den Wald. Kurz vor dem Ende des Waldes bleiben wir rechts und entdecken bereits die 2019 eröffnete Aussichtsplattform, die sich an der Straße „Ostrauer Ring“ befindet. Von hier können wir u. a. den großen und den kleinen Zschirnstein, den Kleinhennersdorfer Stein und den Papststein sehen. Wir laufen an der Straße grob in östliche Richtung weiter – die wunderschönen Sendig-Villen, ein Kneippbecken sowie ein Kinderklettergerüst mit einigen Trimm-dich-Geräten passierend. Kurz danach haben wir am südöstlichen Ortsrand von Ostrau einen traumhaften Blick über weite Felder auf den Falkenstein und auf die Schrammsteine. Hier verlassen wir den bebauten Bereich und biegen rechts auf einen Wanderweg ab (grüner Punkt)

Bereits nach wenigen Metern geht vom Wanderweg links ein schmaler Pfad (Emmabankweg ist ausgeschildert) ab, dem wir folgen müssen, um in einer Viertelstunde zur Emmabank, einer weiteren Aussichtsstelle, zu gelangen (etwa eine Dreiviertelstunde seit dem Start).

Wir folgen dem Pfad weiter und bekommen allmählich einen ersten kleinen Eindruck von der Sandsteinwelt. Der Pfad schlängelt sich entlang einiger kleiner Schluchten, zwischendurch ragen anfänglich auf der rechten Seite bereits die Felsen der Schrammsteine durch den Wald.

An der Abzweigung „Meergründel/Schrammsteinbaude“ biegen wir nach etwa zehn Minuten ab und steigen durch ein wildromantisches kleines Tal ab – aber nicht bis zur Schrammsteinbaude. Keine 100 Meter zuvor zweigt nämlich nach rechts zwischen den Grundstücken ein schmaler Weg ab, der uns zum Lattengrund führt (blauer Querstrich).

Nach 150 Metern überqueren wir im Zahnsgrund die Straße und beginnen auf der anderen Seite unseren Aufstieg durch den Lattengrund. Erst einmal sind recht viele Stufen zu überwinden. Die Schlucht wird zunehmend schmaler und felsiger, bis es durch ein kleines Felsentor und durch einen recht engen Schlauch hindurchgeht. Dahinter weitet sich die Schlucht wieder und wir steigen wieder über Stufen aufwärts. Wenn wir die letzten Stufen bewältigt haben macht der Weg einen deutlichen Rechtsknick. Kurzfristig haben wir hier einen schönen Blick auf den jetzt schon recht nahen Falkenstein. Der nun folgende Wegabschnitt führt zehn Minuten lang unspektakulär durch den Wald bis zu einer großen Wegkreuzung. Wir überqueren diese und gehen geradeaus (nordöstlich) weiter zum bereits sichtbaren eindrucksvollen Schrammtor mit seinen bizarren Felsen. Wir durchschreiten diese stark erodierten teils goldgelben Sandsteinfelsen inmitten von links und rechts erdrückend aufragenden senkrechten Wänden.

Ohne Höhenunterschiede schlängelt sich der Wanderweg rechts der Schrammsteinfelsen entlang, bis nach zehn Minuten linksseitig der „Wildschützensteig“ abgeht (ausgeschildert – nur im Aufstieg). Anfänglich über eine kurze Rampe, dann weiter über Leitern, Treppen und durch mehrere enge Schluchten geht es nach oben zum Schrammsteinweg/Picknickplatz mit mehreren Bänken führt (zehn Minuten). Von hier sind es noch fünf Minuten mit leichter Kraxelei und über Leitern zur Schrammsteinaussicht.

Vom Aussichtspunkt steigen wir auf gleichem Weg wieder ab bis zum Schrammsteinweg/Gratweg, den wir im ersten Teil durchaus spannend im stetigen Auf- und Ab über Treppen und Leitern entlang wandern. Wir folgen fortan der blauen Strichmarkierung. Einmal müssen wir etwas aufpassen, um nicht über den rechtsseitig abgehenden „Jägersteig“ abzusteigen – also links halten. Im weiteren Verlauf wird der Weg etwas zahmer und wir bewegen uns ohne nennenswerte Höhenunterschiede weiter auf dem Schrammsteinweg in ostsüdöstliche Richtung.

Nach einer knappen Stunde seit der Schrammsteinaussicht erreichen wir die großflächige Aussichtsstelle an der Breiten Kluft, von der es sich herrlich nach Süden bzw. Südosten über die südlichen Ausläufer der Schrammsteine und über die Elbe blicken lässt. Im Vordergrund befindet sich der markante einzeln stehende Rauschenstein, von dem wir nur die Westflanke sehen, der aber von den Gesteinsausmaßen fast doppelt so groß ist wie der riesige Falkenstein.

An der Breiten-Kluft-Aussicht macht unser Wanderweg einen Schwenk nach links bzw. Norden und nach kurzer Zeit wieder rechtwinkelig nach rechts in Richtung Osten (immer noch blauer Querstrich). Dieser markante Wegknick, an dem wir auf die Nordseite der Felsen wechseln, zeigt uns an, dass wir in knapp 400 Metern bzw. etwa sieben Minuten nach links durch die „Lehne“ unterhalb der Lorenzwände absteigen und der Wegmarkierung mit dem grünen Querstrich folgen müssen (Wegweiser). Einen Kilometer lang verlieren wir in schöner und ruhiger Umgebung bis zu einer Wegkreuzung sanft an Höhe. An dieser Kreuzung links weiter der gelben Strichmarkierung folgen, die für den nächsten Kilometer unserer Orientierung dienen soll. Nach dieser Kreuzung kommt bereits nach knapp 150 Metern erneut eine Wegkreuzung, an der wir links weiter wandern. Auf diesem Weg umlaufen wir die Schrammsteine an deren Nordseite – dichter Wald verhindert jedoch bis auf wenige Ausnahmen eine Sicht auf die Felsen. So bemerken wir auch kaum, dass wir in einer langgezogenen Rechts-Links-Kurve den Hohen Torstein passieren, der vorhin von der Schrammsteinaussicht aus gesehen recht gewaltige Ausmaße hatte. Wenn der Weg dann jene große Linkskurve macht, zweigt schon kurz darauf rechts der Weg in den Schießgrund ab (ab jetzt grüner Punkt). Durch diesen steigen wir dann in einer traumhaften Schlucht ab, nachdem wir noch eine Aussicht auf den nahen Falkenstein genossen haben. Optional bietet sich von hier aus auch die Möglichkeit an, den Falkenstein zu umwandern.

Nachdem wir am Ende des Schießgrunds den Parkplatz an der Straße im Zahnsgrund erblickt haben, wechseln wir links von diesem die Straßenseite und entdecken sogleich unseren Weiterweg. Der Zschiehädelweg ist auch ausgeschildert, aber unmarkiert. Wir müssen ihm aber einfach nur aufwärts folgen – jedoch nicht, ohne die markanten und beeindruckenden Felsen, die einen runden Felsblock festzuhalten scheinen, auf unserer rechten Seite bestaunt zu haben. Im Aufstieg erkennen wir ein Haus an einem interessant gewählten Platz, denn dieses Haus ist direkt auf einem der Felsriffe gebaut worden. Am oberen Ende des Zschiehädelwegs wird der Weg breit und wir laufen zwischen Feldern direkt zur Falkensteinstraße, der Verbindungsstraße nach Ostrau, welche die gleiche ist, die wir im Zahnsgrund gerade überquert hatten.

Wir überqueren sie erneut, um auf den Fußweg gegenüber zu gelangen. Auf diesem nun links bis zu einem großen Spielplatz auf der linken Seite am östlichen Ortsrand von Ostrau. Zwischendurch bietet sich von der Straße noch einmal ein tolles Panorama zu den Schrammsteinen und dem Falkenstein.

Am Spielplatz führt ein Weg entlang, der uns zur prächtigsten Aussicht ganz Ostraus leitet. Denn genau am rechtwinkeligen Wegknick eröffnet sich uns nach Osten ein wundervoller Blick zu den Schrammsteinen und nach Süden zu den linkselbischen Tafelbergen. Direkt vor uns befinden sich an der so genannten Ostrauer Scheibe die Rapsfelder, die im Mai mit ihrem leuchtenden Gelb eine traumhafte, fast schon kitschig schöne Kulisse abgeben.

Kurz darauf kommen wir zur Straße Ostrauer Ring, der wir schräg links gegenüber an der Falkenstein-Klinik vorbei folgen. Hier gibt es mit einem Imbiss, der Bistro in der Klinik sowie der Gaststätte „Turmeck“ gleich mehrere Einkehrmöglichkeiten. Danach weiter der Straße Ostrauer Ring entlang und im Verlauf halb rechts haltend über den Schanzenweg bis zum Wald. Die Straße wird zur Sackgasse und durch einen Wanderpfad fortgeführt (Bergsteigerpromemade), auf dem wir nach Bad Schandau absteigen. Im unteren Bereich noch einmal links und gleich wieder rechts und wir erreichen wieder die Badallee in Bad Schandau. Jetzt können wir durch den Kurpark entlang des Flößersteigs an der Kirnitzsch wieder zum Ortskern und zum Ausgangspunkt der Wanderung zurückkehren.

  • Schwierigkeit:     mittelschwer
  • Strecke:                16,4 km
  • Dauer:                  5:30 h
  • Auf-/Abstieg:       602 hm

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

  • mit der Bahn (EC) bis zum Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau fahren (mehrmals täglich)
  • mit der Bahnhofsfähre auf die andere Seite der Elbe nach Bad Schandau übersetzen (halbstündlich)

oder

  • mit der Bahn bis Dresden Hauptbahnhof fahren
  • vom Dresden Hbf. mit der S1 bis Bad Schandau (halbstündlich)
  • mit der Bahnhofsfähre auf die andere Seite der Elbe nach Bad Schandau übersetzen (halbstündlich)

Anfahrt mit dem Kfz.

  • aus Dresden die A17 in Richtung Pirna fahren
  • Abfahrt auf die B172a nach Pirna
  • in Pirna weiter auf der B172 nach Bad Schandau (ausgeschildert)

Parken

  • großer Parkplatz in Bad Schandau am Elbkai (gebührenpflichtig)
  • kleiner Parkplatz (10 Pkw) am Anfang der Kirnitzschtalstraße kurz hinter der Rechtskurve auf der linken Seite (gebührenpflichtig)

Sicherheitshinweise

  • Kinder beaufsichtigen
  • Die Stufen und Leitersegmente auf dem Wildschützensteig und auf dem Gipfelanstieg können bei Nässe sehr rutschig sein.

Ausrüstung

  • normale Wanderausstattung für eine Tagestour
  • feste Wanderschuhe (am besten knöchelhoch, Kategorie A/B oder B)

Weitere Infos und Links

  • Die Wanderung ist nicht für Hunde geeignet.
  • Einkehrmöglichkeiten sowie Toiletten in Ostrau und an der Schrammsteinbaude im Zahnsgrund – in und auf den Schrammsteinen keine Möglichkeit

Kartenempfehlungen des Autors

  • Stadtplan und Wanderkarte „Bad Schandau und Umgebung“, 1 : 10.000, von Dr.-Ing. Rolf Böhm Bad Schandau

und Wanderkarte der Sächsischen Schweiz „Schrammsteine, Affensteine“, 1 : 10.000, von Dr.-Ing. Rolf Böhm Bad Schandau (beide Karten notwendig, empfehlenswert)

oder

  • Wander- und Radwanderkarte Hintere Sächsische Schweiz Nr. 91, Blatt 1 (Schrammsteine, Affensteine, Zschirnsteine), 1 : 15.000, Sachsen Kartographie GmbH

Die Tour ist mit mehr Bildern und weiteren Informationen im Tourenportal des Deutschen Alpenvereins (DAV)

alpenvereinaktiv.com

oder unter Rubrik „Wanderung“ und dem Suchbegriff „Sächsische Schweiz“ oder in der Freitextsuche mit den Suchbegriffen „Panoramatour Schrammsteine“ abrufbar.


Weitere Touren, die direkt in Bad Schandau starten:

Aus Bad Schandau zu den Tafelbergen Gohrisch, Papststein und Kleinhennersdorfer Stein

  • Schwierigkeit:     mittelschwer
  • Strecke:                14,7 km
  • Dauer:                  5:00 h
  • Auf-/Abstieg:       550 hm

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Aus Bad Schandau zur Schrammsteinaussicht und auf die Hohe Liebe

  • Schwierigkeit:     mittelschwer
  • Strecke:                15,4 km
  • Dauer:                  4:30 h
  • Auf-/Abstieg:       537 hm

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Panoramawanderung um Bad Schandau

  • Schwierigkeit:     leicht
  • Strecke:                12,8 km
  • Dauer:                  4:00 h
  • Auf-/Abstieg:       326 hm

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Aus Krippen bei Bad Schandau zum Kohlbornstein

  • Schwierigkeit:     leicht
  • Strecke:                11,9 km
  • Dauer:                  4:00 h
  • Auf-/Abstieg:       468 hm

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Rundwanderung um Bad Schandau im Elbsandsteingebirge

  • Schwierigkeit:     leicht
  • Strecke:                7,8 km
  • Dauer:                  2:30 h
  • Auf-/Abstieg:       170 hm

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Flößersteig

  • Schwierigkeit:    mittelschwer
  • Strecke:                13,2 km
  • Dauer:                  3:30 h
  • Auf-/Abstieg:       170 hm / 95 hm

Streckenwanderung – Rückfahrt nach Bad Schandau mit dem Wanderbus 241

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Eindrücke aus der Sächsischen Schweiz (Teil 1)

Schwierigkeitsbewertungen von Wander- und Bergtouren – eine verantwortungsvolle Gratwanderung

Die stetig fortschreitende und nicht mehr wegzudenkende Digitalisierung eröffnet auf dem Gebiet der Internet-Tourenportale enorme Möglichkeiten. Schnell abrufbare Tourenvorschläge mit deren Beschreibungen, ständig verbessertes Online-Kartenmaterial, insbesondere die Bereitstellung von Alpenvereinskarten, speziellen Winterkarten mit Hangneigungen und regelmäßig aktualisierten Lawinengefahrenbereichen u. v. m. erleichtern und optimieren heuer die eigene Tourenplanung. Im Zeitalter, in dem nahezu überall WLAN oder mobiles Internet verfügbar ist, kann mühelos via Smartphone und entsprechender App  geplant werden. Selbstverständlich können diese Portale nur existieren, wenn von den überwiegend ehrenamtlich tätigen Personen genug Futter in Form von Touren geliefert wird.

Dabei stellt die Schwierigkeitsbewertung von Wanderungen und Bergtouren für die Bewertenden eine große Herausforderung dar und bedingt ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein. Schließlich müssen die Nutzenden (neudeutsch User oder Community), also die Begeher/innen darauf vertrauen können und im Vorfeld ihre eigenen Fähigkeiten mit der bewerteten Tour abgleichen. Sie kaufen die sprichwörtliche „Katze im Sack“.

Ähnlich ergeht es uns Wanderleitern und  Fachübungsleitern für das Bergwandern, wenn wir im Jahresprogramm unseres Vereins Touren anbieten.

Als offizieller Autor des DAV-Tourenportals www.alpenvereinaktiv.com (*) und Touren anbietender Wanderleiter stehe ich des Öfteren vor der Entscheidung, eine Tour als leicht, mittelschwer oder schwer einzustufen. Das ist manchmal keine leichte Entscheidung und führt durchaus schon mal zu Missverständnissen bei einigen Anwendenden, die sich im Nachhinein im Kommentarfeld des Portals zu der jeweiligen Tour kritisch äußern oder während einer geführten Tour plötzlich doch nicht die geforderte Kondition oder Schwindelfreiheit aufweisen. Sinngemäße Kommentare bei leicht eingestuften Wandertouren wie z. B. „Tolle Tour, aber sie war auf keinen Fall leicht, für uns war sie sehr schwer und anspruchsvoll“ oder „die Metalltreppe mit den Gitterrosten ist nichts für Leute mit Höhenangst“. Gerade letztere Formulierung lässt einen weiten Interpretationsspielraum. Wo geht Höhenangst oder Schwindelfreiheit eigentlich los?

Grundsätzlich stelle ich persönlich immer wieder fest, dass es tatsächlich enorme Unterschiede bei den Bewertungen in Portalen geben kann, je nachdem, von wem die Tour vorgestellt oder angeboten wird. Das gilt auch für kommerzielle Wanderführer in Buchform von namhaften Verlagen.

Eine von irgendeinem Tourismusverband vorgestellte Wanderung kann beispielsweise als „anspruchsvoll“ oder „schwierig“ angepriesen werden, während die gleiche Tour von einem qualifizierten Autor (mit Schulung) im DAV-Portal oder von einem DAV-Wanderleiter als leicht eingestuft würde.

Das sollte zwar nicht vorkommen, wird aber nie zu verhindern sein, weil es natürlich immer zu einem hohen Maß auch subjektive Bewertungen sind. Jedoch dürfen wir nicht vergessen, dass ein Tourismusverband oftmals eine ganz andere Zielgruppe anspricht, nämlich auch die weniger trainierten und erfahrenen Urlauber, die im Rahmen ihres Aufenthaltes als Gelegenheitswanderer eine Tour unternehmen möchten. Wenn jene Gelegenheitswanderer oder aber Einsteiger/innen bei uns im DAV-Portal nach leichten Wander- oder Bergtouren suchen und fündig werden, kann es schon mal zu einer kleinen Überraschung führen, die mit einem kräftigen Muskelkater am nächsten Tag endet.

Ich wende mich nachfolgend unserem erstklassigen DAV-Portal zu, weil ich persönlich der Meinung bin, dass hier wirklich sehr objektive Bewertungen getroffen werden. Allerdings gilt es auch hier einen nicht unwichtigen Unterschied zu machen: Es gibt zum einen die bereits oben erwähnten Touren von geschulten offiziellen Autoren, zum anderen Touren aus der „Community“, also aus der breiten Masse, bei der jede/r nach einer Registrierung bei www.alpenvereinaktiv.com Touren einstellen kann sowie solche von Tourismusverbänden. So erkennt ihr die Touren im Internetportal:

  • an dem orangefarbenen DAV-Logo mit „alpenvereinaktiv.com“-Schriftzug (Word-Bild-Marke) für DAV-Autoren-Touren oder
  • am Outdooractive-Logo mit dem Schriftzug „Outdooractive Redaktion“ für Touren aus der normalen Community oder
  • am Schriftzug „Tourismusverband …“ entsprechend für Tourismusverbände

Leider resultieren auch hier einige erhebliche Unterschiede bei Bewertungen, so dass meine Empfehlung als Vertreter des DAV demzufolge nur lauten kann, möglichst auf unsere eigenen Tourenvorschläge zurückzugreifen. Meine persönliche Meinung ist, und das stelle ich deutlich heraus, dass für Touren aus dem Alpenvereins-Portal immer eine gewisse Grundkonditionierung vorausgesetzt werden sollte. Denn wir sollten uns einer Sache bewusst sein. Wenn wir zu schnell ein „schwer“ vergeben, was machen dann bei wirklich schweren Wanderungen? Wir tun jedenfalls unserer Interessengemeinschaft keinen Gefallen, wenn wir eine harmlose Wanderung von zehn Kilometern Länge auf guten Wegen zur weltberühmten Bastei in der Sächsischen Schweiz als schwer einstufen. Oder für einen Aufstieg über Treppen bzw. für den gut zu laufenden felsigen Untergrund des Rauensteins (gegenüber jener Bastei) „Trittsicherheit“ zu fordern verwirrt nicht nur gut konditionierte Wanderer, sondern lässt vielleicht sogar einen eher schlecht konditionierten Wanderer im fatalen Irrglauben, dass er einer schwierigen Wanderung gewachsen sei. Ein „sehr schwer“ o. ä. gibt es nämlich nicht und ist m. E. auch nicht nötig, denn zu jeder guten Tourenausschreibung bzw. Bewertung gehören ein aussagekräftiger Text mit einer Beschreibung der Tour bzw. des Wegverlaufs sowie ein paar aussagekräftige Bilder. Dieses Qualitätsmerkmal  (u. v. a.) unterscheidet unser Portal im Übrigen von manchen anderen zum Teil namhaften Tourenportalen.

Allerdings stellt dies für jede/n Autor/in bzw. Wanderleiter/in auch immer eine Gratwanderung dar. Denn wenn diese/r im umgekehrten Fall beispielsweise eine Bergtour fälschlicherweise zu leicht einstuft, kann das im schlimmsten Fall bedeuten, dass unerfahrene Menschen diese Tour in gutem Glauben nachlaufen und unterwegs plötzlich vor unerwartete Probleme gestellt werden.

Aber nun zu den Faktoren, die im Wesentlichen ausschlaggebend für Bewertungen sind. Sie stellen in ihrer Aufzählung keine Wertigkeit in der Reihenfolge dar. Jede/r von euch kann sich dann aufgrund des Hintergrundwissens möglicherweise besser ein eigenes Bild machen und sich bzw. geplante Touren nun optimal einschätzen.

Art der Tour

Grundsätzlich unterschieden werden Wanderungen, Winterwanderungen, Bergtouren, Klettersteige, Hochtouren, Mehrtageswanderungen und neuerdings auch Trailrunning. Ich werde hier grundsätzlich nur auf Wanderungen, Bergtouren, Winterwanderungen und kurz auf Klettersteige eingehen, denn Spezialdisziplinen setzen natürlich auch immer Spezialkenntnisse und individuelle Anforderungen voraus und sind ohnehin nicht für jede/n geeignet.

Hier erfolgt jedenfalls die erste grundlegende Unterscheidung, in welcher Spielart ich mich überhaupt bewege. Drastisch dargestellt: Wenn ich einen Winterwanderweg im Sommer begehe, werde ich feststellen, dass dieser nicht nur evtl. eher stupide und langweiligen Charakters ist, sondern auch ungleich leichter.

Spannend stellt sich aber eher die Abgrenzung dar, wo eine Wanderung aufhört und eine Bergtour beginnt. Endet die Wanderung an der Grenze vom subalpinen zum alpinen Bereich? Ist eine Tour durch kraxeliges Schrofengelände (**) eines 1600ers eine Bergtour? Eine klare Linie lässt sich da wohl nicht immer ziehen. Oder ist eine lange Bergtour mit einem darin enthaltenen Klettersteig immer noch eine Bergtour oder ein Klettersteig? Ist eine Sechs-Stunden-Wanderung in der Sächsischen Schweiz, bei der wir auch 20 Minuten durch die Häntzschelstiege (Klettersteig B) gehen und die ohne diesen eine mittelschwere Wanderung wäre, dann eine schwere Wanderung oder eher ein leichter Klettersteig? Hier zählt der überwiegende Charakter der Tour. Wie auch immer: Es ist die Pflicht des Bewertenden, sollte er/sie sie als (Berg)Wanderung deklarieren, ausdrücklich auf die Klettersteig-Passage und die erforderlichen Kenntnisse sowie die Ausrüstung hinzuweisen. Denn nicht jede/r ansonsten top konditionierte Wanderer/in ist klettersteigtauglich bzw. hat noch nie einen solchen absolviert. Je detaillierter eine Beschreibung, desto besser. Im Übrigen steckt hinter der jeweiligen Autoren-Entscheidung über die Klassifizierung einer Tour oftmals auch die Überlegung, unter welcher Vorauswahl im Suchfeld die Nutzer die Tour finden sollen.

Länge der Tour

Auch hier gibt es keine klare Abgrenzung, ab wann sich die Schwierigkeit ändert. Eine Zwanzig-Kilometer-Wanderung kann noch als leicht gelten, wenn sie keine nennenswerten Höhenmeter beeinhaltet, keine technischen oder körperlichen Ansprüche voraussetzt und auch sonst kein Gefahrenpotenzial in sich birgt (Flachland). Umgekehrt muss eine kurze Fünf-Kilometer-(Berg)Wanderung im Schrofengelände* und mit ausgesetzten Stellen (schwarze Wege) als schwierig gelten.

Allein die Länge einer Tour ist also nur bedingt aussagekräftig und muss im Zusammenhang mit anderen Faktoren (siehe nachstehend) beurteilt werden.

Auf- und Abstieg

Ebenfalls ein sehr subjektiver Faktor. Es gibt nämlich Höhenmeter und es gibt Höhenmeter. Das soll heißen: 500 Höhenmeter bei einer Wanderung in technisch leichtem Auf- und Abstieg auf Schotterwegen sind andere als solche auf felsigem oder wurzeligem Untergrund. Was im ersten Fall evtl. noch als leicht zu bewerten wäre, ist im zweiten Beispiel vielleicht schon mittelschwer. Aber ein weniger trainierter Gelegenheitswanderer würde auch die 500 Meter auf Schotterwegen als schwer empfinden.

Dauer der Tour

Grundsätzlich ergibt sich die Nettodauer (ohne Unterbrechungen) unter Zugrundelegung der DAV-Formel:

  • 4 km/Stunde in der Ebene
  • 300 m/Stunde im Aufstieg
  • 500 m/Stunde im Abstieg
  • Der kleinere Wert wird halbiert und zum größeren hinzugerechnet

Hier obliegt es den Bewertenden, nach eigenem Erfahrungsschatz und aufgrund individueller Besonderheiten der Tour ggf. „nachzubessern“.

geforderte Kondition

Diese resultiert aus der Länge sowie dem Auf- und Abstieg mit allen Besonderheiten bzw. aus der Gesamtdauer.

technischer Anspruch einer Tour

Durch welches Gelände führt die Tour? Findet sie auf ebenen und gut markierten Wegen statt? Oder ist der Untergrund wurzelig, steinig, felsig bzw. schrofig oder führt er (seilversichert) durch steiles eher geblocktes oder gar wegloses und unmarkiertes Gelände (auch steile Wald- und Wiesenhänge)? Oder sind Bachquerungen dabei?

geforderte persönliche Anforderungen

Konkretisierung zum technischen Anspruch der Tour, vor allem Faktoren wie Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, Orientierungsfähigkeit kommen hier zum Tragen.

Trittsicherheit beschreibt die Fähigkeit, sich beim Wandern und Bergsteigen sicher in unwegsamem Gelände fortzubewegen, insbesondere durch Erfüllung der koordinativen Anforderungen, die richtige Einschätzung der eigenen Kraftreserven sowie  durch die richtige Wahrnehmung und Beurteilung des Geländes.

Wenn im Alpenverein Schwindelfreiheit gefordert ist, dann ist tatsächlich eine über das normale Maß hinaus geforderte Schwindelfreiheit gemeint. Bei dieser Forderung werden von Hause aus übermäßig empfindliche Personen (Beispiel: Schwindel bereits bei hohen geländegesicherten Metalltreppen mit Gitterrost oder geländegesicherte Schluchtengänge auf Metallgittern) oder jene Menschen mit speziellen Krankheitsbildern nicht berücksichtigt. Der Begriff Schwindelfreiheit kann natürlich in einer Tourenbeschreibung auch noch weiter konkretisiert werden, (z. B. extrem schwindelfrei), selbst wenn der Begriff rein formal nicht zu steigern ist und man nicht „extrem schwanger“ sein kann.

Wenn eine gute Orientierungsfähigkeit gefragt ist, dann sollte ein über das normale Maß hinaus erweitertes Gespür für wegloses Gelände, Geländeformen, Bewuchs   und Liniensignaturen vorhanden sein sowie zusätzlich der Umgang mit topografischen Karten (Karte-Gelände-Vergleich), Kompass und Höhenmesser beherrscht werden (nicht nur auf das GPS-Gerät verlassen).

Gefahrenpotenzial

z. B. besonders steinschlaggefährdete Bereiche, hohe Ausgesetztheit, ungesicherte Bereiche, absturzgefährdete Bereiche, Gletscherspalten usw.

Auch hier sind durchaus Verschärfungen möglich (leicht ausgesetzt, stark ausgesetzt und extrem ausgesetzt). Beispiel: Einen schwarzen Weg im 45-Grad-Gelände gleichermaßen ausgesetzt zu nennen wie die Watzmann-Überschreitung würde letzterer nicht ganz gerecht werden.

gesonderte Sicherheitshinweise für die Tour

spezielle Hinweise, z. B. ob die Tour nordseitig ausgerichtet ist und bis in den Sommer bzw. dauerhaft Altschneefelder vorhanden sind oder vorhandene Steinschlagzonen bis hin zu Verhaltensweisen beim Zusammentreffen mit Herdenschutzhunden bei vorhandenen Schafherden usw. usf.

Beschreibung der Tour

Auf diese kommt es im Wesentlichen an. Je detaillierter diese ist, desto besser. Vor allem die Wegbeschreibung. Gibt es auf der Tour Orientierungsschwierigkeiten oder wegloses Gelände? Darin besteht der große Vorteil von www.alpenvereinaktiv.com im Gegensatz zu vielen anderen Portalen, bei denen lediglich Tracks und ggf. ein paar Bilder von spannenden Touren hochgeladen werden und die Nutzer blind dem Track nachlaufen.

Gesamtbewertung

Die Autoren bzw. Tourenführer/innen müssen anhand der Gesamtheit aller Umstände nun die richtige Bewertung abgeben.

Merke: Selbst wenn fast alle Faktoren eher als leicht einzustufen sind, kann allein ein einziges Merkmal ausreichen, um eine Einstufung als mittelschwer oder schwer zu rechtfertigen. Eine konditionell wie technisch völlig leichte Bergtour kann zur mittelschweren oder gar schweren Tour werden, wenn im Gipfelbereich beispielsweise die Orientierung wegen fehlender Markierungen und Weglosigkeit anspruchsvoll ist.

Wichtig: Witterungsbedingte Faktoren

Tourenbewertungen sind immer solche unter normalen Bedingungen erstellte. Faktoren, auf die die Bewertenden keinen Einfluss haben wie Regen (Nässe), Schnee, Nebel, Wind, temporär vorhandene Altschneefelder, Schnee- und Windbruch usw. verschärfen immer die Bewertung und müssen von (Berg)Wandernden unbedingt berücksichtigt werden. So manche leichte und vermeintlich harmlose Tour wird plötzlich zu einer schweren Tour, bei der der Zeitplan aus den Fugen gerät, Dunkelheit und Kälte hereinbricht sowie einhergehend Orientierungslosigkeit herrscht, was im Ergebnis lebensgefährlich werden kann. Und das kann bereits in den Mittelgebirgen der Fall sein.

Abschließend hoffe ich, die Komplexität von Tourenbewertungen anschaulich dargestellt zu haben. Das Ziel soll hierbei sein, dass spätere Anwender/innen, Kommentatoren/innen in Portalen oder aber auch angehende Teilnehmer/innen einer vom AlpinClub Berlin bzw. sonstigen angebotenen Tour ein besseres Hintergrundwissen erlangen und auch ggf. selbstreflektorisch daraus ihren Nutzen ziehen können.

Noch ein letzter Appell: Bitte lauft nicht „blind“ irgendwelchen unbereinigten Internet-Tracks nach, sondern recherchiert eure geplante Tour akribisch im Vorfeld. Seid vorsichtig in Portalen, in denen außer dem Track und ein paar unterdurchschnittlichen Bildern keinerlei Beschreibungen der Touren vorliegen. Dann steht einer schönen und sicheren (Berg)Wanderung nichts mehr im Wege.

(*) alpenvereinaktiv.com nutzt die Plattform von Outdooractive.com. Mehr Informationen zum Portal unter https://www.alpenvereinaktiv.com/de/ueber-uns.html

(**) Schrofengelände = Schrofen sind grasdurchsetzte Felshänge, der Fels ist häufig brüchig und in tieferen Regionen auch feucht. Schrofengelände findet sich häufig Zu- und Abstieg bei alpinen Kletterrouten, bei „Verhauern“ im weglosen Gelände oder beim Abstieg in unbekanntes Gelände. Die Rettung von Bergsteigern oder Wanderern, die sich in Schrofengelände verirrt haben, ist eine häufige Ursache für Bergrettungseinsätze. Steiles Schrofengelände birgt eine erhebliche Absturzgefahr. Es ist beim Bergwandern zu meiden. Im Rahmen von Kletterzustiegen ist höchste Konzentration in diesem Gelände unverzichtbar. Das sichere Begehen von Schrofen erfordert sehr viel Übung, Erfahrung und Konzentration.

(aus dem „Handbuch Ausbildung des Deutschen Alpenvereins“)

DCIM100GOPROGOPR1276.
seilversichertes Schrofengelände

DCIM100GOPROGOPR1283.
steiles Schrofengelände

Aufstieg auf den Taubenstein
Schrofengelände

Ausrüstungsspezial: Stirnlampen

Die Beleuchtung während unserer Touren erlangt insbesondere in der „dunklen“ Jahreszeit mit ihren wenigen Tageslichtstunden eine hohe Bedeutung.

Ob beim Feierabendlauf oder Geocaching, als Leselampe im Bettenlager oder einfach nur als Orientierungslicht für nächtliche Toilettengänge auf dem Zeltplatz oder in der Hütte – fast jede(r) Outdoorsportler(in) hat schon eine Stirnlampe gebraucht und sie schätzen gelernt. Andere haben sich bisher lieber mit dem Smartphone-Licht oder bestenfalls mit einer Taschenlampe begnügt. Vielleicht, weil sie die Anschaffung bisher für unnötig gehalten haben. Spätestens aber, wenn beide Hände für die Ausübung der Aktivität oder Sportart benötigt werden, führt kein Weg an einer Stirnlampe vorbei. Als Grundregel sollte unbedingt beachtet werden, dass bei jeder langen Tagestour – auch im Sommer – eine Stirnlampe pro Person im Gepäck sein muss, vor allem in den Mittelgebirgen und in den Alpen. Sollte nämlich der Zeitplan doch einmal ungewollt aus den Fugen geraten und die Dunkelheit hereinbrechen, so kann mithilfe einer vernünftigen Lichtquelle zumindest der einhergehenden Begleiterscheinung der Orientierungslosigkeit begegnet werden. Denn wenn eine Orientierung unmöglich wird und die zweite Begleiterscheinung der Dunkelheit, nämlich die Kälte, zum ernsten Problem wird, kann aus einer harmlosen Wanderung eine lebensbedrohliche Situation entstehen – und das bereits in den Mittelgebirgen.

Weiterlesen „Ausrüstungsspezial: Stirnlampen“

WERBUNG – Karten-Tipp für Elbsandstein-Fans – WERBUNG

Brandneu erschienen: die Landschaft der Böhmischen Schweiz um Jetrichovice – als Fortsetzung der topographischen Karten-Reihe von Dr.-Ing. Rolf Böhm, Bad Schandau, im bewährten großen und extrem detailgenauen 10000er Maßstab, zweisprachige Legende (deutsch und tschechisch), ab jetzt im Handel erhältlich, ISBN 978-3-910181-21-2

Auf das Satteljoch im Karwendelgebirge

GPS-Track und mehr Bilder (Komoot)

Kurzporträt:

  • Kategorie:          Bergwanderung
  • Strecke:              14,4 km
  • Auf-/Abstieg:     830 m
  • Dauer:                5:00 Stunden
  • Einstufung:        leicht
  • Beste Zeit:          Mai bis Ende Oktober
  • Einkehr:             ja (Plumsjochhütte)

Wunderbare Bergtour auf das Satteljoch (1935 m) mit grandiosen Aussichten im Alpenpark Karwendel ohne technische Schwierigkeiten und mit uriger Einkehrmöglichkeit (die Plumsjochhütte  ist von Anfang Mai bis Ende Oktober geöffnet und hat 20 Übernachtungsplätze. Tel. 0043 5243  43111).

Start/Ziel

  • Parkplatz Nr. 8 an den Hagelhütten (1077 m)
  • Koordinaten: Geographisch: 47.440648, 11.571905

                                             UTM: 32T 693911 5257340

Anfahrt mit Öffentlichen Verkehrsmitteln

  • Mit der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) nach Lenggries und mit dem Bergsteigerbus in die Eng (Nr. 9569) vom Mitte Mai bis Anfang November dreimal täglich an Wochenenden und Feiertagen und von Mitte Juni bis Mitte Oktober zusätzlich zweimal täglich an Wochentagen bis zur Haltestelle Hagelhütte.

Anfahrt mit dem Pkw

  • Über Bad Tölz und Lenggries zum Sylvenstein-Stausee, dort rechts und weiter über Fall, Vorderriß und Hinterriß (Mautstraße) zum Parkplatz Nr. 8 an den Hagelhütten.

Parken

  • Wanderparkplatz Nr. 8 an den Hagelhütten

Sicherheitshinweise

  • keine, aber ab dem Wegkreuz oberhalb des Hasental-Alm-Hochlegers ist Orientierungssinn notwendig, es gibt nur vereinzelte spärliche Markierungen und wenige Pfadspuren

Ausrüstung

  • normale Bergwanderausrüstung
  • feste, knöchelhohe Bergschuhe (Anwendungsbereich Kategorie B)

Weitere Infos und Links

  • Die Plumsjochhütte ist von Anfang Mai bis Ende Oktober geöfffnet und hat 20 Übernachtungsplätze. Tel. 0043 5243 43111

Kartenempfehlungen des Autors

  • AV-Karte 5/3 (Karwendelgebirge – Ost), 1 : 25.000

Buchtipps für das Karwendelgebirge

  • Kompass 2in1 Wanderführer Nr. 5660 „Naturpark Karwendel“ mit Extra-Tourenkarte, 50 Touren mit 20 Naturexkursionen, kostenloser Download der GPX Daten, ISBN 978-3-85026-951-3
  • Alpenvereinsjahrbuch Band 140 „Berg 2016“ u. a. mit dem Titelthema „Bergwelten Karwendel“, erhältlich im DAV-Shop
  • großer Bildband mit Erklärungen von Heinz Zak „Karwendel“, Tyrolia Verlag, ISBN 978-3-7022-3338-9

Hier geht es zum GPS-Track und mehr Bildern (Komoot)

Auf den Spuren der Wölfe und Wasservögel im Rietschener Gebiet (Oberlausitz)

Kurzwanderung mit dem Schwerpunkt auf naturkundlichen Exkursionen im außerordentlich artenreichen Biosphärenreservat der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft

Weiterlesen „Auf den Spuren der Wölfe und Wasservögel im Rietschener Gebiet (Oberlausitz)“

Auf dem Nördlichen Kammweg durch Wolfs Revier im Lausitzer Bergland

Heute möchte ich euch eine ruhige und naturverbundene Wanderung über den felsigen Kamm des Hochsteins, Czornebohs und Döhlener Bergs im Land der Wölfe und Mufflons vorstellen.

Das Oberlausitzer Bergland mit seiner wilden Natur ist das Revier des Grauwolfs, wenngleich wir ihn höchstwahrscheinlich nicht zu Gesicht bekommen werden. Ein ganzes Rudel ist am Czorneboh beheimatet und findet dort genug Nahrung, denn der Wildbestand wirkt gesund.

Weiterlesen „Auf dem Nördlichen Kammweg durch Wolfs Revier im Lausitzer Bergland“