Tourenberatung: Wanderregion Sächsische Schweiz – Teil II – Wanderstützpunkt Kurort Rathen

Im zweiten Teil meiner Serie über das Elbsandsteingebirge möchte ich euch in den Kurort Rathen entführen. Dieser durch die Elbe zweigeteilte Ort in der Vorderen Sächsischen Schweiz hat sich in den letzten Jahren zu einem wahren Touristenmagneten entwickelt. Während der orographisch linkselbische (südliche) Teil problemlos entweder motorisiert oder via Schienenverkehr erreicht werden kann, ist die motorisierte Anfahrt auf der rechten Elbseite überwiegend den Anwohnern sowie deren Besuchern vorbehalten. Das ist für den Besuch jenes Ortsteils allerdings kein echter Nachteil, weil es eine regelmäßig verkehrende Fährverbindung gibt, die an schönen Tagen für ordentlich Nachschub an Besuchern sorgt. Nur wenige Strecken- und Höhenmeter entfernt befindet sich nämlich die weltberühmte Bastei, deren steinerne Besucherbrücke sowie die Felsenburg Neurathen jährlich Hunderttausende von Touristen anziehen. Allerdings machen sich nur vergleichsweise wenige Besucher die Mühe des harmlosen Aufstiegs aus Rathen. Der weitaus größere Teil reist mit Autos oder Bussen über die nordwestlich und oberhalb von Rathen gelegene Basteistraße an. Von den zahlreichen Aussichtsstellen im Basteigebiet eröffnen sich wunderbare Panoramen über die mäandernde Elbe und über die bizarr geformte Felsenlandschaft. Kein Wunder also, dass es so viele Menschen aus allen Teilen der Erde hierher zieht.

Von diesem Massenandrang hier oben, vor allem an schönen Wochenenden, bekommt man unten im Ort glücklicherweise nicht ganz so viel mit. Trotzdem ist es recht quirlig, weil es einige schöne Ziele in der näheren Umgebung gibt. Auf der linkselbischen Seite lockt nach einem kurzen Spaziergang der über einige  Stufen leicht zu besteigende Rauenstein mit grandiosen Aussichtsstellen, einem wunderschönen leichten Gratweg sowie mit einer urigen Berggaststätte. Auf der anderen Elbseite wird der im Sommerhalbjahr künstlich angestaute Amselsee im Amselgrund mit Tretbootverleih gern von Spaziergängern aufgesucht. Bis vor rund zwei Jahren konnte man den Spaziergang noch bis zur urigen Amselfallbaude mit seiner Nationalpark-Informationsstelle verlängern. Jedoch musste diese wegen eines Felsabgangs und weiterer akuter Felssturzgefahr geschlossen werden. Bis zur Umsetzung eines geplanten Sicherheitskonzepts wird es wohl auch noch eine Weile so bleiben. Der an der Baude vorbeiführende Wanderweg von Rathewalde nach Rathen ist glücklicherweise noch begehbar.

Wer ein kleines schweißtreibendes Abenteuer der harmlosen Art erleben möchte, wandert durch die Schwedenlöcher zur Bastei. Der gut ausgebaute und technisch leichte Steig führt über zahllose Stufen durch eine urige und märchenhafte Schlucht empor. Auch hier gab es vor einigen Jahren einen enormen Felssturz, bei dem glücklicherweise niemand zu Schaden kam. Der Wanderweg im unteren Drittel musste daraufhin umgeleitet werden. Man kann den alten Steig sowie die zahlreichen Felsblöcke des Abgangs noch erkennen.

So schön die Landschaft hier im Rathener Gebiet auch ist, so vergänglich ist sie leider auch. Immer wieder beweisen gigantische Felsstürze, wie fragil der Sandstein hier ist. Prominentestes Opfer eines drohenden Felssturzes ist die ebenfalls seit einiger Zeit geschlossene und inzwischen zurückgebaute Aussichtsplattform an der Bastei. Auch hier wird bis zur Umsetzung von Sicherungs- und Neubaumaßnahmen kein Mensch mehr einen Fuß hinaufsetzen dürfen.

Zurück zu den Schwedenlöchern – hier ist leider, wie auch an zahlreichen anderen Stellen in der Sächsischen Schweiz, noch ein weiteres Phänomen zu beobachten, was mich persönlich sehr nachdenklich und traurig macht. Noch vor wenigen Jahren rann überall Wasser aus den Felsen und es gab einen Bach. Alle Quellen sind nahezu komplett versiegt. Auch der Grünbach im Amselgrund hat kaum noch Wasser. Das gleiche Schicksal trifft auch den benachbarten Uttewalder Grund nördlich von Wehlen, die Wilde Hölle in der Hinteren Sächsischen Schweiz und viele weitere Orte. Die gegenwärtigen Niederschläge reichen bei Weitem nicht aus, um den Wassermangel, insbesondere wegen des Hitzesommers 2018, auszugleichen. Der Klimawandel lässt sich wohl nicht mehr abstreiten.

Wer über normale Spaziergänge hinaus größere Wanderungen unternehmen möchte, kann von Rathen aus wunderbar starten und schöne Ziele erkunden (siehe Tourenvorschläge unten).

Hier kommt die alte Regel zum Tragen, dass die Anzahl der Menschen abnimmt, je weiter ich mich von den klassischen Hotspots und vor allem von den Parkplätzen entferne bzw. je entlegener und schweißtreibender ein Wanderziel zu erreichen ist. Als kleiner Geheimtipp für diese Region gelten die beiden Bärensteine, die ungeahnte Felskulissen und Aussichtspunkte bieten, was man ihnen von Weitem überhaupt nicht ansieht. Wen es hierher verschlägt, der sollte sich auf keinen Fall die in Thürmsdorf nahe dem Kleinen Bärenstein befindliche Schokoladenmanufaktur entgehen lassen.

Ebenfalls in unmittelbarer Nähe von Rathen gibt es landschaftlich traumhafte Touren rund um den Uttewalder Grund nördlich des reizenden Nachbarortes Wehlen (Tourenvorschläge bei alpenvereinaktiv.com – Suchbegriff „Uttewalder Grund“)

Wer dann am Abend nach der Wanderung noch nicht müde ist und ein Kulturprogramm erleben möchte, kann fußläufig die sprichwörtlich nur einen Steinwurf  entfernte Felsenbühne Rathen (Freiluft-Theater) besuchen, in der vor malerischer Echtfelskulisse Theaterstücke aufgeführt werden.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

  • mit der Bahn (aus Berlin z. B. mit dem EC) bis Dresden Hauptbahnhof fahren (mehrmals täglich)
  • vom Dresden Hbf. mit der S1 bis zur Haltestelle „Kurort Rathen“ (halbstündlich)
  • je nach Lage der Unterkunft ggf. mit der Fähre (Gierseilfähre) auf die andere Seite der Elbe übersetzen (regelmäßig von sehr früh morgens bis zum späten Abend/grob Mitternacht)

Anfahrt mit dem Kfz.

  • aus Dresden die A17 in Richtung Pirna fahren

Anfahrt zum linkselbischen/südlichen Teil Rathens:

  • die Abfahrt auf die B172a nach Pirna/Bad Schandau nehmen
  • in Pirna zunächst weiter auf der B172 in Richtung Bad Schandau (ausgeschildert)
  • 500 m hinter der markanten Serpentine am großen Kreisverkehr die erste Abfahrt auf die B172 nehmen
  • nach 250 m vor der Aral-Tankstelle links abbiegen
  • über Struppen und Weißig nach Rathen

Anfahrt zum rechtselbischen/nördlichen Teil Rathens:

  • die B172a nach Pirna bis Äußere Pillnitzer Straße durchfahren (zweite Ausfahrt hinter der Elbüberquerung)
  • links abbiegen – weiter über Äußere Pillnitzer Straße und im Verlauf links Basteistraße
  • über Lohmen, Rathewalde und Waltersdorf nach Rathen

Parken

  • bei Anfahrt über Struppen und Weissig: großer linkselbischer Parkplatz in Rathen (gebührenpflichtig) oder Parken in Verbindung mit der Unterkunft
  • bei Anfahrt über Lohmen, Rathewalde und Waltersdorf: Wanderparkplatz am Gamrig-Felsen (am Waldrand östlich von Rathen, gebührenpflichtig), in Rathen selbst nur wenige Parkplätze – größtenteils nur in Verbindung mit den Unterkünften

Unterkünfte

  • zahlreiche Pensionen und Ferienwohnungen in und um Rathen (€ – €€€)
  • mehrere Hotels in Rathen (€€ – €€€)

Kartenempfehlungen des Autors

  • Wanderkarte / Topographische Karte GeoSN „Kurort Rathen, Hohnstein“, 1:10.000, vom Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vemessung Freistaat Sachsen, ISBN 978-3-86807-940-1 (Kartenausschnitt reicht nur bis knapp unter den Kleinen Bärenstein, Thürmsdorf ist nicht abgebildet)
  • Wander- und Radwanderkarte Nr. 10 „Vordere Sächsische Schweiz“ mit Stadt Wehlen, Kurort Rathen, Hohnstein, Königstein und Gohrisch, 1:15.000, Sachsen Kartographie GmbH Dresden
  • Wanderkarte der Sächsischen Schweiz „Die Bastei“ mit Rathen, Stadt Wehlen und Uttewalde, 1:10.000, Dr.-Ing. Rolf Böhm, Bad Schandau
  • Wanderkarte der Sächsischen Schweiz „Brand – Hohnstein“ (Ochel – Schwarzbach – Tiefer Grund) von Dr.-Ing. Rolf Böhm, Bad Schandau, 1:10.000

Buchempfehlungen des Autors

  • Wander- & Naturführer Sächsische Schweiz, Band 2 (Rathener Felsen, Polenztal, Tafelberge und Bielatal), Berg- & Naturverlag Rölke, ISBN 3-934514-09-X

Eine Auswahl von Wandertouren, bei denen ihr direkt in Rathen starten könnt, möchte ich euch mit jeweils kurzen Beschreibungen vorstellen. Ausführliche Informationen mit vielen Bildern erhaltet ihr dann bei alpenvereinaktiv.com, wenn ihr die entsprechende Tour aufruft.

Tour 1

Zu den Bärensteinen und über den Rauenstein in der Vorderen Sächsischen Schweiz

Diese Wanderung ist eine schöne Kurztour mit Abenteuercharakter zu den zerklüfteten Felsen in der linksseitigen Flussschleife der Elbe zwischen Königstein, Rathen und Wehlen.

Sie führt uns zu den von Weitem unscheinbaren Bärensteinen mit deren ungeahnt wilden Felsformationen sowie über den aussichtsreichen Grat des Rauensteins. Der große Bärenstein, der mit 327 Metern um 11 Meter niedriger ist als sein kleiner Bruder, verdankt seinen Namen seiner größeren Masse und Ausdehnung. So hat er im Vergleich zum gut zugänglichen Kleinen Bärenstein gar vier Aussichtspunkte zu bieten, die allerdings gut verteilt und recht versteckt liegen und nur mit etwas Spürsinn zu finden sind, denn auf dem Großen Bärenstein gibt es keine markierten Wege. Abenteuergeist, Trittsicherheit und etwas Klettergeschick sollte man für die Riegelhofstiege mitbringen, wenn man durch die recht steile und enge Schlucht mit ihren zahlreichen Felsblöcken hinunter kraxelt. Künstliche Tritthilfen sucht man hier vergeblich – lediglich einmal erleichtern in den Fels geschlagene Kerben das Treten. Am touristisch erschlossenen Rauenstein hingegen geht es auf dem gut ausgebauten Gratweg weniger anspruchsvoll zur Sache. Am Ende des traumhaften Panoramawegs werden wir mit einer Einkehr in der urigen Berggaststätte Rauenstein für unsere Mühen belohnt.

  • Schwierigkeit: mittelschwer
  • Strecke: 12,6 km
  • Dauer: 4,5 Stunden
  • Auf-/Abstieg: 591 hm

Hier geht es zur Tour auf alpenvereinaktiv.com:

Zu den Bärensteinen und über den Rauenstein in der Vorderen Sächsischen Schweiz

Suchbegriff im Freitextfeld: „Bärensteine Sächsische Schweiz“

Hinweis: Die Tour beginnt in der Tourenbeschreibung in Weißig südlich von Rathen, jedoch kann sie auch bequem von Rathen aus begonnen werden, indem wir vom Fähranleger des linkselbischen/südlichen Teil Rathens einfach dem mit dem roten waagerechten Strich markierten Wanderweg folgen. Die Tour verlängert sich hierdurch allerdings um gut zwei Kilometer (hin und zurück).


Tour 2

Aus Rathen auf den Gamrig und durch die Schwedenlöcher zur Bastei

Langschläferwanderung zu den Aussichtsfelsen und Schluchten sowie zur weltberühmten Bastei bei Rathen in der Vorderen Sächsischen Schweiz

Die Basteibrücke in der Felsenwelt bei Rathen ist zweifelsohne zum Symbolbild der Sächsischen Schweiz geworden. Millionen von Touristen besuchen jedes Jahr diese Sehenswürdigkeit. Aus diesem Grund sind wir auf dieser Wanderung natürlich nicht allein unterwegs. Aber wir können uns eines einfachen und funktionierenden Tricks behelfen. Wer diese Kurzwanderung erst nach dem Mittag startet, findet am späten Nachmittag dort mehr Ruhe. Spürbar ruhiger geht es auch bereits wenige hundert Meter von der Bastei entfernt zu, wenn wir das Panorama vom nördlich gegenüber befindlichen Aussichtspunkt genießen.

Das Rathener Gebiet hat aber noch mehr zu bieten. Anfangs geht es auf den kleinen aber feinen Aussichtsfelsen Gamrig mit seiner unterhalb befindlichen kleinen Höhle und im späteren Verlauf durch die schweißtreibenden Schwedenlöcher, eine enge feuchtkühle Schlucht, die wir anfangs erst einmal über zahllose Stufen erreichen müssen, bevor es dann auf einem verwinkelten Steig, teils durch spannende Felstunnel, stetig weiter aufwärts geht.

Diese Wanderung bietet sich hervorragend als Einstiegstour an, bei der es sich empfiehlt, sie erst am frühen Nachmittag zu beginnen – idealerweise am Anreisetag, der ja sowieso ein angebrochener Tag ist. Auf diese Weise entgeht man dem größten Andrang an der Bastei.

  • Schwierigkeit: leicht
  • Strecke: 9,4 km
  • Dauer: 3,5 Stunden
  • Auf-/Abstieg: 472 hm

Hier geht es zur Tour auf alpenvereinaktiv.com:

Aus Rathen auf den Gamrig und durch die Schwedenlöcher zur Bastei

Suchbegriff im Freitextfeld: „Gamrig Schwedenlöcher Bastei“


Tour 3

Durch das Polenztal zur Gautschgrotte und zur Brandaussicht

Diese Tour ist zu einem großen Teil geprägt von märchenhaften Tälern und Schluchten wie dem Polenztal, dem Schindergraben bei Hohnstein mit seiner urwüchsigen Vegetation und dem wilden Pfad durch den Tiefen Grund, bietet aber mit der Brandaussicht auch eine schöne Abwechslung wegen des überwältigenden Panoramas in die Weiten der Landschaft.

Hier erwartet uns eine ganzjährig durchführbare Wanderung ohne besondere Schwierigkeiten. Im Frühling, wenn das Polenztal in saftigem Grün und der sanft dahinfließenden Polenz zu neuem Leben erwacht oder im Sommer, wenn es dort und im Schindergraben ein paar Grad kühler zu sein scheint oder aber im Winter, wenn in der imposanten Gautschgrotte mit den rundum überhängenden Felsen das herabstürzende Wasser zu großen Eiszapfen erstarrt und in der Brandbaude der Ofen knistert, bietet sich diese genussvolle Wanderung an. Oder natürlich im Herbst, wenn dieser seine bunten Farben bilderbuchmäßig in die Landschaft zaubert und die klare Luft den Körper mit förmlich spürbarer Energie versorgt. Gründe gibt es genug, diese Wanderung zu unternehmen.

  • Schwierigkeit: leicht
  • Strecke: 14,6 km
  • Dauer: 3,5 Stunden
  • Auf-/Abstieg: 417 hm

Hier geht es zur Tour auf alpenvereinaktiv.com:

Durch das Polenztal zur Gautschgrotte und zur Brandaussicht

Suchbegriff im Freitextfeld: „Polenztal Gautschgrotte“

Hinweis: Die Tour beginnt in der Tourenbeschreibung am Wanderparkplatz an der Ziegenrückenstraße (Verbindungsstraße zwischen Waltersdorf und Rathewalde/Hohnstein), jedoch kann sie auch bequem von Rathen aus gestartet werden, indem wir zunächst durch den Ort ostwärts zur Information (Haus des Gastes) laufen, dort links über Koppelsgrund und Füllhölzelweg (roter waagerechter Strich) zu jenem Ausgangspunkt wandern. Die Tour verlängert sich hierdurch allerdings ebenfalls um rund fünf Kilometer (hin und zurück – gemessen vom Fähranleger), so dass hierdurch eine fast 20 km lange Tour entsteht.


Tour 4

Vom Gamrig über Rathen zum Lilienstein

Eine Wanderung zum Lilienstein, dem Hausberg und Wahrzeichen des Nationalparks Sächsische Schweiz, die durch abwechslungsreiche Landschaftsabschnitte im Rathener Gebiet führt.

Diese mittelschwere Tour verläuft durch bewaldete Täler, den schönen Kurort Rathen, zum Gamrig mit seiner schönen Aussicht und seiner großen Höhle, entlang der Elbe sowie über Felder zum Lilienstein, der aufgrund seiner markanten Form weithin sichtbar ist.

  • Schwierigkeit: mittelschwer
  • Strecke: 17,8 km
  • Dauer: 4,5 Stunden
  • Auf-/Abstieg: 590 hm

Hier geht es zur Tour auf alpenvereinaktiv.vom:

Vom Gamrig über Rathen zum Lilienstein

Suchbegriff im Freitextfeld: „Gamrig Rathen Lilienstein“

Hinweis: Die Tour beginnt in der Tourenbeschreibung am Wanderparkplatz an der Ziegenrückenstraße (Verbindungsstraße zwischen Waltersdorf und Rathewalde/Hohnstein), jedoch kann sie auch bequem von Rathen aus gestartet werden, weil die Route sowieso durch Rathen verläuft. Somit verkürzt sich die Tour bei ansonsten gleicher Route lediglich um die Strecken von und zu jenem Wanderparkplatz (ab dem Gamrig die Wanderwege Gamrigweg und Füllhölzelweg) um gut drei Kilometer auf etwa 14,6 km (Schwierigkeit dann eher leicht).


Eindrücke aus der Sächsischen Schweiz (Teil 2)

Tourenberatung: Wanderregion Sächsische Schweiz – Teil I – Wanderstützpunkt Bad Schandau

Wer zum Wandern in das Elbsandsteingebirge reisen möchte, findet in dem Elb-Ort Bad Schandau einen idealen Ausgangspunkt für Touren in die Hintere Sächsische Schweiz. Insbesondere für die klimafreundliche Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Ort perfekt geeignet. Regelmäßige Bahn-Direktverbindungen mit dem EC von Berlin nach Bad Schandau in unter drei Stunden (sowie halbstündlicher S-Bahnverkehr zwischen Dresden Hbf. und Schmilka-Hirschmühle an der tschechischen Grenze) sorgen für eine erstklassige Erreichbarkeit.

Das mittlerweile recht quirlige Zentrum von Bad Schandau hat sich in den letzten Jahren zu einem wahren Touristenmagneten entwickelt. Dafür sorgen die vielen Unterkunftsmöglichkeiten in allen Kategorien, nette kleine Geschäfte, Einkaufsmöglichkeiten (z. T. sieben Tage/Woche, auch Feiertags), mehrere Cafés und Gaststätten, das Tourismusbüro sowie das hiervon einen Steinwurf entfernte „Aktivzentrum Sächsische Schweiz“ mit Ausrüstungsverleih und Angeboten von geführten Touren fast aller Art.

In Bad Schandau laufen auch die Fäden für die gut getakteten Weiterfahrten mit den verschiedenen Wanderbussen oder Fähren in die hinteren bzw. linkselbischen Wandergebiete zusammen.

Aber auch ohne eine Weiterfahrt lassen sich direkt aus Bad Schandau wunderschöne Touren starten.

Eine mittelschwere Tour möchte ich euch hier vorstellen:

Panoramatour aus Bad Schandau auf die Schrammsteine

Eine wunderschöne Panorama- und Schluchtentour in die atemberaubende und abenteuerliche Felsenwelt der Schrammsteine

Wer die Sächsische Schweiz besucht, wird mit Sicherheit eine Tour zur Schrammsteinaussicht und über die Schrammsteine machen wollen. Schon beim Zustieg zu den Schrammsteinen über den Ortsteil Ostrau kommen wir an wunderbaren Aussichtsplätzen und sehenswerten alten Villen vorbei. Der schöne Weg zur Aussicht an der Emmabank sowie der Abstiegspfad durch das idyllische Meergründel führen uns allmählich in die Welt der Sandsteinfelsen, die uns dann beim Aufstieg durch den Lattengrund Respekt einflößend nah links und rechts des Weges einen Vorgeschmack auf das bieten, was uns in Kürze beim Durchschreiten des Schrammtores erwarten wird. Unangefochtene Höhepunkte der Tour sind der Aufstieg durch die engen Schlüchte des Wildschützensteigs und das atemberaubende Panorama von der Schrammsteinaussicht. Beim anschließenden Überschreiten der Schrammsteine bieten sich uns weitere wunderschöne Aussichten

Start/Ziel

Bad Schandau am Markt (Kirche) (121 m)

Koordinaten: Geographisch 50.917369, 14.153969, UTM 33U 440529 5640976

Wegbeschreibung

Wir starten, indem wir am Zebrastreifen die Straßenseite wechseln und durch die Kirchstraße bis zum Basteiplatz laufen. Hier rechts bis zur Kirnitzschtalstraße, diese sowie anschließend die Bachbrücke überqueren und durch den Kurpark am Brunnen vorbei zur Badallee. Zwischen den Häusern beginnt der Wanderweg. Es geht anfangs über Treppen aufwärts, bis wir das große in den Felsen eingebrachte Lutherdenkmal erreichen. Von dort steigen wir weiter auf und haben nach einer Viertelstunde seit dem Start eine Aussichtsstelle erreicht, die einen Blick über Bad Schandau und über die Elbe erlaubt.

Wir wandern nun ein kurzes Stück kaum ansteigend weiter. An der zweiten Weggabelung halten wir uns rechts in Richtung des Luchsgeheges, welches nach kurzer Zeit rechts von uns erscheint. An der Weggabelung hinter dem Luchsgehege bleiben wir links und wandern weiter aufwärts durch den Wald. Kurz vor dem Ende des Waldes bleiben wir rechts und entdecken bereits die 2019 eröffnete Aussichtsplattform, die sich an der Straße „Ostrauer Ring“ befindet. Von hier können wir u. a. den großen und den kleinen Zschirnstein, den Kleinhennersdorfer Stein und den Papststein sehen. Wir laufen an der Straße grob in östliche Richtung weiter – die wunderschönen Sendig-Villen, ein Kneippbecken sowie ein Kinderklettergerüst mit einigen Trimmdich-Geräten passierend. Kurz danach haben wir am südöstlichen Ortsrand von Ostrau einen traumhaften Blick über weite Felder auf den Falkenstein und auf die Schrammsteine. Hier verlassen wir den bebauten Bereich und biegen rechts auf einen Wanderweg ab (grüner Punkt)

Bereits nach wenigen Metern geht vom Wanderweg links ein schmaler Pfad (Emmabankweg ist ausgeschildert) ab, dem wir folgen müssen, um in einer Viertelstunde zur Emmabank, einer weiteren Aussichtsstelle, zu gelangen (etwa eine Dreiviertelstunde seit dem Start).

Wir folgen dem Pfad weiter und bekommen allmählich einen ersten kleinen Eindruck von der Sandsteinwelt. Der Pfad schlängelt sich entlang einiger kleiner Schluchten, zwischendurch ragen anfänglich auf der rechten Seite bereits die Felsen der Schrammsteine durch den Wald.

An der Abzweigung „Meergründel/Schrammsteinbaude“ biegen wir nach etwa zehn Minuten ab und steigen durch ein wildromantisches kleines Tal ab – aber nicht bis zur Schrammsteinbaude. Keine 100 Meter zuvor zweigt nämlich nach rechts zwischen den Grundstücken ein schmaler Weg ab, der uns zum Lattengrund führt (blauer Querstrich).

Nach 150 Metern überqueren wir im Zahnsgrund die Straße und beginnen auf der anderen Seite unseren Aufstieg durch den Lattengrund. Erst einmal sind recht viele Stufen zu überwinden. Die Schlucht wird zunehmend schmaler und felsiger, bis es durch ein kleines Felsentor und durch einen recht engen Schlauch hindurchgeht. Dahinter weitet sich die Schlucht wieder und wir steigen wieder über Stufen aufwärts. Wenn wir die letzten Stufen bewältigt haben macht der Weg einen deutlichen Rechtsknick. Kurzfristig haben wir hier einen schönen Blick auf den jetzt schon recht nahen Falkenstein. Der nun folgende Wegabschnitt führt zehn Minuten lang unspektakulär durch den Wald bis zu einer großen Wegkreuzung. Wir überqueren diese und gehen geradeaus (nordöstlich) weiter zum bereits sichtbaren eindrucksvollen Schrammtor mit seinen bizarren Felsen. Wir durchschreiten diese stark erodierten teils goldgelben Sandsteinfelsen inmitten von links und rechts erdrückend aufragenden senkrechten Wänden.

Ohne Höhenunterschiede schlängelt sich der Wanderweg rechts der Schrammsteinfelsen entlang, bis nach zehn Minuten linksseitig der „Wildschützensteig“ abgeht (ausgeschildert – nur im Aufstieg). Anfänglich über eine kurze Rampe, dann weiter über Leitern, Treppen und durch mehrere enge Schluchten geht es nach oben zum Schrammsteinweg/Picknickplatz mit mehreren Bänken führt (zehn Minuten). Von hier sind es noch fünf Minuten mit leichter Kraxelei und über Leitern zur Schrammsteinaussicht.

Vom Aussichtspunkt steigen wir auf gleichem Weg wieder ab bis zum Schrammsteinweg/Gratweg, den wir im ersten Teil durchaus spannend im stetigen Auf- und Ab über Treppen und Leitern entlang wandern. Wir folgen fortan der blauen Strichmarkierung. Einmal müssen wir etwas aufpassen, um nicht über den rechtsseitig abgehenden „Jägersteig“ abzusteigen – also links halten. Im weiteren Verlauf wird der Weg etwas zahmer und wir bewegen uns ohne nennenswerte Höhenunterschiede weiter auf dem Schrammsteinweg in ostsüdöstliche Richtung.

Nach einer knappen Stunde seit der Schrammsteinaussicht erreichen wir die großflächige Aussichtsstelle an der Breiten Kluft, von der es sich herrlich nach Süden bzw. Südosten über die südlichen Ausläufer der Schrammsteine und über die Elbe blicken lässt. Im Vordergrund befindet sich der markante einzeln stehende Rauschenstein, von dem wir nur die Westflanke sehen, der aber von den Gesteinsausmaßen fast doppelt so groß ist wie der riesige Falkenstein.

An der Breiten-Kluft-Aussicht macht unser Wanderweg einen Schwenk nach links bzw. Norden und nach kurzer Zeit wieder rechtwinkelig nach rechts in Richtung Osten (immer noch blauer Querstrich). Dieser markante Wegknick, an dem wir auf die Nordseite der Felsen wechseln, zeigt uns an, dass wir in knapp 400 Metern bzw. etwa sieben Minuten nach links durch die „Lehne“ unterhalb der Lorenzwände absteigen und der Wegmarkierung mit dem grünen Querstrich folgen müssen (Wegweiser). Einen Kilometer lang verlieren wir in schöner und ruhiger Umgebung bis zu einer Wegkreuzung sanft an Höhe. An dieser Kreuzung links weiter der gelben Strichmarkierung folgen, die für den nächsten Kilometer unserer Orientierung dienen soll. Nach dieser Kreuzung kommt bereits nach knapp 150 Metern erneut eine Wegkreuzung, an der wir links weiter wandern. Auf diesem Weg umlaufen wir die Schrammsteine an deren Nordseite – dichter Wald verhindert jedoch bis auf wenige Ausnahmen eine Sicht auf die Felsen. So bemerken wir auch kaum, dass wir in einer langgezogenen Rechts-Links-Kurve den Hohen Torstein passieren, der vorhin von der Schrammsteinaussicht aus gesehen recht gewaltige Ausmaße hatte. Wenn der Weg dann jene große Linkskurve macht, zweigt schon kurz darauf rechts der Weg in den Schießgrund ab (ab jetzt grüner Punkt). Durch diesen steigen wir dann in einer traumhaften Schlucht ab, nachdem wir noch eine Aussicht auf den nahen Falkenstein genossen haben. Optional bietet sich von hier aus auch die Möglichkeit an, den Falkenstein zu umwandern.

Nachdem wir am Ende des Schießgrunds den Parkplatz an der Straße im Zahnsgrund erblickt haben, wechseln wir links von diesem die Straßenseite und entdecken sogleich unseren Weiterweg. Der Zschiehädelweg ist auch ausgeschildert, aber unmarkiert. Wir müssen ihm aber einfach nur aufwärts folgen – jedoch nicht, ohne die markanten und beeindruckenden Felsen, die einen runden Felsblock festzuhalten scheinen, auf unserer rechten Seite bestaunt zu haben. Im Aufstieg erkennen wir ein Haus an einem interessant gewählten Platz, denn dieses Haus ist direkt auf einem der Felsriffe gebaut worden. Am oberen Ende des Zschiehädelwegs wird der Weg breit und wir laufen zwischen Feldern direkt zur Falkensteinstraße, der Verbindungsstraße nach Ostrau, welche die gleiche ist, die wir im Zahnsgrund gerade überquert hatten.

Wir überqueren sie erneut, um auf den Fußweg gegenüber zu gelangen. Auf diesem nun links bis zu einem großen Spielplatz auf der linken Seite am östlichen Ortsrand von Ostrau. Zwischendurch bietet sich von der Straße noch einmal ein tolles Panorama zu den Schrammsteinen und dem Falkenstein.

Am Spielplatz führt ein Weg entlang, der uns zur prächtigsten Aussicht ganz Ostraus leitet. Denn genau am rechtwinkeligen Wegknick eröffnet sich uns nach Osten ein wundervoller Blick zu den Schrammsteinen und nach Süden zu den linkselbischen Tafelbergen. Direkt vor uns befinden sich an der so genannten Ostrauer Scheibe die Rapsfelder, die im Mai mit ihrem leuchtenden Gelb eine traumhafte, fast schon kitschig schöne Kulisse abgeben.

Kurz darauf kommen wir zur Straße Ostrauer Ring, der wir schräg links gegenüber an der Falkenstein-Klinik vorbei folgen. Hier gibt es mit einem Imbiss, der Bistro in der Klinik sowie der Gaststätte „Turmeck“ gleich mehrere Einkehrmöglichkeiten. Danach weiter der Straße Ostrauer Ring entlang und im Verlauf halb rechts haltend über den Schanzenweg bis zum Wald. Die Straße wird zur Sackgasse und durch einen Wanderpfad fortgeführt (Bergsteigerpromemade), auf dem wir nach Bad Schandau absteigen. Im unteren Bereich noch einmal links und gleich wieder rechts und wir erreichen wieder die Badallee in Bad Schandau. Jetzt können wir durch den Kurpark entlang des Flößersteigs an der Kirnitzsch wieder zum Ortskern und zum Ausgangspunkt der Wanderung zurückkehren.

  • Schwierigkeit:     mittelschwer
  • Strecke:                16,4 km
  • Dauer:                  5:30 h
  • Auf-/Abstieg:       602 hm

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

  • mit der Bahn (EC) bis zum Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau fahren (mehrmals täglich)
  • mit der Bahnhofsfähre auf die andere Seite der Elbe nach Bad Schandau übersetzen (halbstündlich)

oder

  • mit der Bahn bis Dresden Hauptbahnhof fahren
  • vom Dresden Hbf. mit der S1 bis Bad Schandau (halbstündlich)
  • mit der Bahnhofsfähre auf die andere Seite der Elbe nach Bad Schandau übersetzen (halbstündlich)

Anfahrt mit dem Kfz.

  • aus Dresden die A17 in Richtung Pirna fahren
  • Abfahrt auf die B172a nach Pirna
  • in Pirna weiter auf der B172 nach Bad Schandau (ausgeschildert)

Parken

  • großer Parkplatz in Bad Schandau am Elbkai (gebührenpflichtig)
  • kleiner Parkplatz (10 Pkw) am Anfang der Kirnitzschtalstraße kurz hinter der Rechtskurve auf der linken Seite (gebührenpflichtig)

Sicherheitshinweise

  • Kinder beaufsichtigen
  • Die Stufen und Leitersegmente auf dem Wildschützensteig und auf dem Gipfelanstieg können bei Nässe sehr rutschig sein.

Ausrüstung

  • normale Wanderausstattung für eine Tagestour
  • feste Wanderschuhe (am besten knöchelhoch, Kategorie A/B oder B)

Weitere Infos und Links

  • Die Wanderung ist nicht für Hunde geeignet.
  • Einkehrmöglichkeiten sowie Toiletten in Ostrau und an der Schrammsteinbaude im Zahnsgrund – in und auf den Schrammsteinen keine Möglichkeit

Kartenempfehlungen des Autors

  • Stadtplan und Wanderkarte „Bad Schandau und Umgebung“, 1 : 10.000, von Dr.-Ing. Rolf Böhm Bad Schandau

und Wanderkarte der Sächsischen Schweiz „Schrammsteine, Affensteine“, 1 : 10.000, von Dr.-Ing. Rolf Böhm Bad Schandau (beide Karten notwendig, empfehlenswert)

oder

  • Wander- und Radwanderkarte Hintere Sächsische Schweiz Nr. 91, Blatt 1 (Schrammsteine, Affensteine, Zschirnsteine), 1 : 15.000, Sachsen Kartographie GmbH

Die Tour ist mit mehr Bildern und weiteren Informationen im Tourenportal des Deutschen Alpenvereins (DAV)

alpenvereinaktiv.com

oder unter Rubrik „Wanderung“ und dem Suchbegriff „Sächsische Schweiz“ oder in der Freitextsuche mit den Suchbegriffen „Panoramatour Schrammsteine“ abrufbar.


Weitere Touren, die direkt in Bad Schandau starten:

Aus Bad Schandau zu den Tafelbergen Gohrisch, Papststein und Kleinhennersdorfer Stein

  • Schwierigkeit:     mittelschwer
  • Strecke:                14,7 km
  • Dauer:                  5:00 h
  • Auf-/Abstieg:       550 hm

Hier geht´s zur Tour


Aus Bad Schandau zur Schrammsteinaussicht und auf die Hohe Liebe

  • Schwierigkeit:     mittelschwer
  • Strecke:                15,4 km
  • Dauer:                  4:30 h
  • Auf-/Abstieg:       537 hm

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Panoramawanderung um Bad Schandau

  • Schwierigkeit:     leicht
  • Strecke:                12,8 km
  • Dauer:                  4:00 h
  • Auf-/Abstieg:       326 hm

Hier geht´s zur Tour


Aus Krippen bei Bad Schandau zum Kohlbornstein

  • Schwierigkeit:     leicht
  • Strecke:                11,9 km
  • Dauer:                  4:00 h
  • Auf-/Abstieg:       468 hm

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Rundwanderung um Bad Schandau im Elbsandsteingebirge

  • Schwierigkeit:     leicht
  • Strecke:                7,8 km
  • Dauer:                  2:30 h
  • Auf-/Abstieg:       170 hm

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Flößersteig

  • Schwierigkeit:    mittelschwer
  • Strecke:                13,2 km
  • Dauer:                  3:30 h
  • Auf-/Abstieg:       170 hm / 95 hm

Streckenwanderung – Rückfahrt nach Bad Schandau mit dem Wanderbus 241

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Eindrücke aus der Sächsischen Schweiz (Teil 1)

Meine Tourenangebote 2020: Ausdauernde Wanderungen in der Sächsischen Schweiz

Tourencharakter

intensive Mittelgebirgs-Wanderungen bis maximal 20 km und 1200 hm im stetigem Auf und Ab sowie mit häufigem Felskontakt, Begehen regionaltypischer Stiegen mit steilen und ausgesetzten (Fels)Passagen (teilweise seilversichert) oder durch anspruchsvolles geblocktes Gelände, Durchschreiten bzw. Überwinden von engen Stellen, Begehen von schmalen und ausgesetzten Pfaden, Erklimmen von steilen Felsen mit Hilfe von Eisenklammern und teilweise senkrechten Leitern

Das Begehen einiger Stiegen geht über das „normale“ Wandern hinaus und erfordert Erfahrung im Umgang mit Felskontakt.

Zielgruppe

  • AlpinClub Berlin Mitglieder (auch Gast-Mitglieder C)
  • Fortgeschrittene, konditionell starke sowie schwindelfreie und trittsichere Wanderinnen und Wanderer

Termine

  • langes Feiertagswochenende im Frühjahr 2020: 07.05. – 10.05.2020 (Donnerstagabend bis Sonntagnachmittag) – zwei Tagestouren sowie eine Halbtagestour, Anmeldeschluss 31.03.2020 – noch 2 freie Plätze
  • Pfingsten 2020: 29.05. – 01.06.2020 (Donnerstagabend bis Montagnachmittag) – zwei Tagestouren sowie eine Halbtagestour, Anmeldeschluss 31.03.2020 – noch 2 freie Plätze
  • Herbstwochenende 2020: 23.10. – 25.10.2020 (Freitagabend bis Sonntagnachmittag) – eine Tagestour sowie eine Halbtagestour, Anmeldeschluss 31.08.2020 – noch 7 freie Plätze

Anmeldung hier

(bitte bei der Anmeldung unbedingt eine Mobiltelefon-Nummer angeben)

Kosten

  • 25,00 Euro Organisationsgebühr
  • zuzügl. Anfahrt
  • zuzügl. Verpflegung
  • zuzügl. Unterkunft (10,00 Euro pro Nacht bei zwei Übernachtungen, 9,00 Euro pro Nacht bei drei Übernachtungen
  • zuzügl. Kurtaxe 2,00 Euro pro Tag (Kurort Bad Schandau)
  • zuzügl. Kosten vor Ort (Duschkarte, ggf. ÖPNV, ggf. Einkehr)

persönliche Voraussetzungen

  • Kondition für intensive Tageswandertouren mit bis zu 20 km Länge und bis zu 1200 hm bei einer Nettogehzeit bis zu 8 Stunden
  • Schwindelfreiheit (keine Probleme beim Begehen von ausgesetzten schmalen Steigen und steilen regionalen Stiegen)
  • absolute Trittsicherheit
  • Kletterfertigkeiten im ungesicherten 2. Schwierigkeitsgrad/UIAA (Echtfels) hilfreich
  • keine Platzangst in engen Felsspalten

Ausrüstung

  • Wanderausstattung für alle Wetterlagen (inklusive geeignetem Regenschutz)
  • mittelgebirgstaugliche feste Wanderschuhe für alle Wetterlagen, am besten knöchelhoch, Kategorie A/B oder B
  • ein für Tagestouren geeigneter Wanderrucksack (25 – 30 Liter empfohlen)
  • Trinkgefäß(e) für die Touren (kein Glas) – Größe je nach persönlicher Tages-Trinkmenge (mindestens 1,5 Liter empfohlen)
  • Stirnlampe
  • Hüttenschlafsack
  • Hüttenschuhe
  • Klettergurt
  • Klettersteig-Set
  • eigenes (Blasen)Pflaster-Set

Ort/Unterkunft

  • Wanderquartier auf dem Campingplatz Ostrauer Mühle im Kirnitzschtal nahe Bad Schandau
  • Unterbringung im komfortablen gemischten Mehrbettzimmer (2 bis 5-Bett-Zimmer, Einteilung bzw. Belegung durch die Wirte) – Hüttenschlafsack und Hüttenschuhe mitbringen!
  • Kühlschrank im Zimmer
  • großzügiger und gemütlicher Aufenthaltsraum mit Kaffeemaschine, Wasserkocher und Toaster sowie Steckdosen (keine Steckdosen im Zimmer)
  • gepflegte WC´s mit Waschbecken in der Wohn-Etage (Dachgeschoss)
  • Duschen und großzügige Waschräume sowie weitere WC´s im Erdgeschoss (kurzes Verlassen des Gebäudes/getrennt nach Geschlecht) – Duschkarte an der Rezeption erhältlich (5 Euro Pfand plus individuelle Aufladung, Dusche je 3 Minuten 50 Cent/Stopptaste vorhanden)
  • Kochplätze (mit Duschkarte) und mehrere Abwaschbecken im Erdgeschoss neben den Duschräumen
  • Gastronomie (Flößerstube) in zwei Minuten erreichbar (auf dem Gelände), gutbürgerliche Küche (€ – €€), Frühstück möglich
  • Kiosk mit Gegenständen und Lebensmitteln des täglichen Bedarfs neben der Rezeption, Brötchenvorbestellung möglich
  • Parkplatz vor dem Wanderquartier
  • WLAN im Wanderquartier (z. T. schlechter Empfang)
  • nähere Informationen unter www.ostrauer-muehle.de

Anfahrt

  • eigene, Fahrgemeinschaften empfohlen

Sonstiges

  • Eventuell findet eine Vorbesprechung statt. Diese wird abgestimmt und rechtzeitig bekanntgegeben.

Anmeldung hier

(bitte bei der Anmeldung unbedingt eine Mobiltelefon-Nummer angeben)

Hier noch ein paar Impressionen meiner durchgeführten Touren

Durch das Herz der Hinteren Sächsischen Schweiz

Grandiose und aussichtsreiche Durchquerung des Kleinen Zschands und der Affensteine in der Hinteren Sächsischen Schweiz auf teilweise wilden Bergpfaden und abenteuerlichen Stiegen

Diese recht anspruchsvolle Streckenwanderung ist gespickt mit landschaftlichen Höhepunkten im Herzen der Hinteren Sächsischen Schweiz. Sie führt uns in eine bizarre Felsenwelt aus Sandstein, durch märchenhafte Schluchten und zu schönen Aussichtspunkten.

Weiterlesen „Durch das Herz der Hinteren Sächsischen Schweiz“

Wandertipp: Durch die spektakuläre Felsenwelt der Sächsischen Schweiz

Wilde Sandsteintürme, spannende Stiegen durch märchenhafte Schluchten und traumhafte Aussichten – bei dieser Wanderung tauchen wir in die bizarre Felsenwelt der Sächsischen Schweiz ein und erleben eine der schönsten Landschaften Europas. Hier findet ihr eine wunderbare Tour

Durch die bizarre Felsenwelt der Schrammsteine in der Sächsischen Schweiz