Auf dem Natura Trail in der Märkischen Schweiz (Brandenburg)

Eine extrem abwechslungsreiche und kurzweilige Wanderung durch eine atemberaubende Landschaft, die mit spannenden Elementen nur so gespickt ist.

Diese Wanderung beenden wir mit dem Satz: „Schade, dass sie schon vorbei ist“. Während der facettenreichen Tour, die uns überwiegend auf naturbelassenen Pfaden und Wegen entlang führt, werden wir mit intensiven Eindrücken sprichwörtlich überschüttet. Mit Abwechslungsreichtum wird wahrhaftig nicht gegeizt. Von zahlreichen Lehrtafeln am Wegesrand mit viel Wissenswertem über Geologie, Flora, Fauna und regionale Besonderheiten, außerordentlich schönen und idyllischen Picknickplätzen bis zu Aussichtsstellen wird alles geboten, was das Wanderherz begehrt. Die durch die letzte Eiszeit geformte Landschaft wechselt in wunderbarer Regelmäßigkeit ihr artenreiches Gesicht. Mal geht es in einer mittelgebirgsähnlichen Landschaft durch kleine Schluchten sowie durch Laub- und Mischwälder, mal durch eine fast mystisch wirkende Auenlandschaft mit ihren zahlreichen Bächen, Wasserläufen und Quellen. Und dann wiederum entlang von Feldern und Wildwiesen, die vor allem im Frühjahr reich an Wiesenblumen sind. Überall finden wir Granitsteine und Findlinge in allen möglichen Größen, Formen und Farben, die gigantische Eismassen vor rund 15.000 Jahren aus Skandinavien hierhin geschoben haben.

Auch wenn diese Wanderung mit knapp 15 Kilometern nicht sehr lang ist, sollte dennoch ein ganzer Tag eingeplant werden, um sich genügend Zeit für die zahlreichen Höhepunkte nehmen zu können. Allein das internationale Fledermausmuseum ist auf jeden Fall einen Besuch wert und kann durchaus einen längeren Zeitraum beanspruchen – oder die Kneipp-Wassertretstelle fast am Ende der Wanderung, an der wir unsere müden Füße wieder zum Leben erwecken können. Die schwer in Worte zu fassende Vielfalt dieser erlebnisreichen Wanderung lässt sie zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

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Durch das Biesenthaler Becken zum Hellmühler Fließ und um den Hellsee

Naturkundliche Wanderung in einer durch die letzte Eiszeit geprägten Landschaft, in der sich feuchte und trockene Gebiete abwechseln und für eine wunderbare Flora und Fauna sorgen.

Das Biesenthaler Becken entstand vor rund 17000 Jahren, als sich die großen Gletscher der letzten Eiszeit zurückzogen. Das Becken war jedoch noch lange Zeit danach mit Eis gefüllt und bildete nach dessen Abschmelzen im Laufe der Jahrtausende eine abwechslungsreiche und extrem artenreiche Landschaft aus Seen, Mooren, offenen Feuchtwiesen, dichten Wäldern sowie zahlreichen so genannten Fließen, die das gesamte Gebiet durchziehen. Das idyllische Hellmühler Fließ, durch dessen rund anderthalb Kilometer langen idyllischen Taleinschnitt unsere Wanderung führt, lässt uns gar für eine Weile vergessen, dass wir uns im eigentlich „Flachland“ befinden. Teilweise wird der Pfad sogar richtig schmal und führt dicht an der Böschung entlang, was den urwüchsigen Charakter dieses Tals abermals verstärkt. Abwechslungsreich geht es weiter um den Hellsee, an dessen Rundweg herrlich alte Buchen und Eichen stehen. Hier haben Biber dafür gesorgt, dass die Rinde von einem Großteil der ufernahen Bäume bis auf eine Höhe von einem Meter abgefressen wurde. Biberstaudämme sind während der gesamten Wanderung immer wieder zu entdecken. Vogelliebhabern sei insbesondere das Frühjahr empfohlen, wenn unaufhörlich Balzgesänge zahlreicher Vogelarten zu hören sind. Auch Kraniche, Fasane sowie verschiedene Raubvögel sind keine Seltenheit. Gegen Ende der Wanderung sind es vor allem die Feldlerchen auf den riesigen Feuchtwiesen der Uppstall- und Moderwiesen, die allgegenwärtig zu hören sind. Eine prächtige Tour vor den Toren Berlins, die sich aufgrund der vielen Entdeckungen in der Flora und Fauna und mit ihren schönen Rastmöglichkeiten auf eine Tagestour ausdehnen lässt.

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Naturerkundungstour durch das urige Briesetal nördlich von Berlin

Wer würde glauben, dass nur wenige Minuten vom nordwestlichen Stadtrand Berlins entfernt ein wahres Naturparadies auf uns wartet.

Das Schöne daran ist, dass die technische leichte Wanderung im Mühlenbecker Land ohne Höhenunterschiede aus Berlin auch wunderbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist.

Ich empfehle, unbedingt ein Fernglas sowie eine Kamera mitzunehmen, weil es auf der interessanten Rundtour sehr viel zu entdecken gibt. Diese Wanderung kann beliebig abgekürzt oder ausgedehnt werden. Vom kurzen Spaziergang bis zur knapp 18 Kilometer langen Wanderung ist alles möglich, denn es gibt in regelmäßigen Abständen immer wieder Gelegenheiten, die Briese zu überqueren und die Länge der Tour individuell anzupassen. Wer sich aufmerksam durch das sumpfige Tal entlang des kleinen Flüsschens Briese bewegt, wird allerhand farbenprächtige und interessante Tiere zu Gesicht bekommen, z. B. Krickenten, Stieglitze, Schwarzspechte, Buntspechte, Mönchsgrasmücken mit ihren schwarzen Häubchen und natürlich jede Menge Buchfinken, die im Frühjahr pausenlos ihre durchdringenden Balzrufe durch den Wald schallen lassen. Aber auch Greifvögel gleiten mit ihren teilweise beeindruckenden Spannweiten lautlos durch die Landschaft.

Ein ganz anderes geheimnisvolles Wesen hinterlässt seine unübersehbaren Spuren im und am Wasser – der Biber. Wer Biber in dieser wilden Flora und Fauna beobachten möchte, muss allerdings schon etwas mehr Glück haben, denn diese lassen sich im Normalfall nicht so einfach blicken. Sie leben als eher nachtaktive Tiere tagsüber zurückgezogen in ihren Biberbauten. Mindestens drei große Biberstaudämme gibt es zu bewundern, die durchaus für einen Niveau-Unterschied des Wasserstands von rund einem halben Meter sorgen. Biber benötigen eine Wassertiefe von mindestens 70 cm, um ihren Zugang zum Bau für uns Menschen unsichtbar unter Wasser einzurichten. Sie ernähren sich ausschließlich pflanzlich, am liebsten fressen sie die Rinde von Weichholzbäumen (so genannte Weichholz-Auen). Sie können dabei Bäume mit beachtlichem Umfang durchnagen, um an die für sie leckere Rinde zu gelangen. Überall sieht man die Sanduhrgeformten Nagespuren an den Bäumen. Wird diese „Sanduhr“ zu instabil, fällt der Baum um und das große Fressen kann beginnen.

Die Briese, die im nordöstlich des Briesetals gelegenen Wandlitzer See entspringt, hat nur eine Länge von etwa 16 Kilometern und mündet westlich von Birkenwerder in die Havel.

Je nachdem, mit welchem Verkehrsmittel wir anreisen, können sich unterschiedliche Start- und Endpunkte ergeben.

Anfahrt mit dem Auto:

  • Autobahn A 10 bis Ausfahrt 34/Mühlenbeck
  • über „Summt“/Summter See in Richtung Oranienburg (nördlich von Summt links halten)
  • auf der kleinen Bundesstraße knapp 3 Kilometer bis zum Wanderparkplatz an der Schlagbrücke (Achtung – nicht vorbeifahren, dieser befindet sich direkt vor Linkskurve) oder
  • in Summt hinter einer leichten S-Kurve links halten und in westliche Richtung bis zum Großparkplatz für Ausflügler und Wanderer am Kletterwald im Briesetal/Gaststätte Briesekrug

Anfahrt mit ÖPNV:

  • Mit der S-Bahn S 1 (Wannsee – Oranienburg) bis zum S-Bahnhof Borgsdorf fahren (Achtung B/C-Ticket)
  • auf der Friedensallee in östliche Richtung laufen, an einer Weggabelung nach 300 Metern rechts halten und bis in das Briesetal weiter (gut 2 Kilometer zusätzlich pro Strecke).

Karte:

  • Pharus-Plan „Berliner Norden“ – Briesetal u. Wandlitzer Seen, 1 : 40.000 oder
  • „Schöne Heimat“ Radwander- und Wanderkarte“ Naturpark Barnim, Dr. Barthel Verlag – Wandlitzer See und Umgebung“, 1 : 35.000 (GPS-fähig)

Ausstattung:

  • normale Wanderausstattung je nach Wetterlage
  • festes Schuhwerk Kategorie A bzw. A/B
  • ggf. Insektenschutz

Einkehrmöglichkeiten:

  • nahe Borgsdorf am Briesesee
  • „Alte Försterei“ Wensickendorf am nordöstlichen Teil der Route (zwischen Schlagbrücke und Zühlsdorf) – Achtung: b. a. W. Coronabedingte Einschränkungen und Schließungen in allen Gaststätten möglich – daher unbedingt Selbstverpflegung mitführen

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