Tourenberatung: Wanderregion Sächsische Schweiz – Teil I – Wanderstützpunkt Bad Schandau

Wer zum Wandern in das Elbsandsteingebirge reisen möchte, findet in dem Elb-Ort Bad Schandau einen idealen Ausgangspunkt für Touren in die Hintere Sächsische Schweiz. Insbesondere für die klimafreundliche Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Ort perfekt geeignet. Regelmäßige Bahn-Direktverbindungen mit dem EC von Berlin nach Bad Schandau in unter drei Stunden (sowie halbstündlicher S-Bahnverkehr zwischen Dresden Hbf. und Schmilka-Hirschmühle an der tschechischen Grenze) sorgen für eine erstklassige Erreichbarkeit.

Das mittlerweile recht quirlige Zentrum von Bad Schandau hat sich in den letzten Jahren zu einem wahren Touristenmagneten entwickelt. Dafür sorgen die vielen Unterkunftsmöglichkeiten in allen Kategorien, nette kleine Geschäfte, Einkaufsmöglichkeiten (z. T. sieben Tage/Woche, auch Feiertags), mehrere Cafés und Gaststätten, das Tourismusbüro sowie das hiervon einen Steinwurf entfernte „Aktivzentrum Sächsische Schweiz“ mit Ausrüstungsverleih und Angeboten von geführten Touren fast aller Art.

In Bad Schandau laufen auch die Fäden für die gut getakteten Weiterfahrten mit den verschiedenen Wanderbussen oder Fähren in die hinteren bzw. linkselbischen Wandergebiete zusammen.

Aber auch ohne eine Weiterfahrt lassen sich direkt aus Bad Schandau wunderschöne Touren starten.

Eine mittelschwere Tour möchte ich euch hier vorstellen:

Panoramatour aus Bad Schandau auf die Schrammsteine

Eine wunderschöne Panorama- und Schluchtentour in die atemberaubende und abenteuerliche Felsenwelt der Schrammsteine

Wer die Sächsische Schweiz besucht, wird mit Sicherheit eine Tour zur Schrammsteinaussicht und über die Schrammsteine machen wollen. Schon beim Zustieg zu den Schrammsteinen über den Ortsteil Ostrau kommen wir an wunderbaren Aussichtsplätzen und sehenswerten alten Villen vorbei. Der schöne Weg zur Aussicht an der Emmabank sowie der Abstiegspfad durch das idyllische Meergründel führen uns allmählich in die Welt der Sandsteinfelsen, die uns dann beim Aufstieg durch den Lattengrund Respekt einflößend nah links und rechts des Weges einen Vorgeschmack auf das bieten, was uns in Kürze beim Durchschreiten des Schrammtores erwarten wird. Unangefochtene Höhepunkte der Tour sind der Aufstieg durch die engen Schlüchte des Wildschützensteigs und das atemberaubende Panorama von der Schrammsteinaussicht. Beim anschließenden Überschreiten der Schrammsteine bieten sich uns weitere wunderschöne Aussichten

Start/Ziel

Bad Schandau am Markt (Kirche) (121 m)

Koordinaten: Geographisch 50.917369, 14.153969, UTM 33U 440529 5640976

Wegbeschreibung

Wir starten, indem wir am Zebrastreifen die Straßenseite wechseln und durch die Kirchstraße bis zum Basteiplatz laufen. Hier rechts bis zur Kirnitzschtalstraße, diese sowie anschließend die Bachbrücke überqueren und durch den Kurpark am Brunnen vorbei zur Badallee. Zwischen den Häusern beginnt der Wanderweg. Es geht anfangs über Treppen aufwärts, bis wir das große in den Felsen eingebrachte Lutherdenkmal erreichen. Von dort steigen wir weiter auf und haben nach einer Viertelstunde seit dem Start eine Aussichtsstelle erreicht, die einen Blick über Bad Schandau und über die Elbe erlaubt.

Wir wandern nun ein kurzes Stück kaum ansteigend weiter. An der zweiten Weggabelung halten wir uns rechts in Richtung des Luchsgeheges, welches nach kurzer Zeit rechts von uns erscheint. An der Weggabelung hinter dem Luchsgehege bleiben wir links und wandern weiter aufwärts durch den Wald. Kurz vor dem Ende des Waldes bleiben wir rechts und entdecken bereits die 2019 eröffnete Aussichtsplattform, die sich an der Straße „Ostrauer Ring“ befindet. Von hier können wir u. a. den großen und den kleinen Zschirnstein, den Kleinhennersdorfer Stein und den Papststein sehen. Wir laufen an der Straße grob in östliche Richtung weiter – die wunderschönen Sendig-Villen, ein Kneippbecken sowie ein Kinderklettergerüst mit einigen Trimmdich-Geräten passierend. Kurz danach haben wir am südöstlichen Ortsrand von Ostrau einen traumhaften Blick über weite Felder auf den Falkenstein und auf die Schrammsteine. Hier verlassen wir den bebauten Bereich und biegen rechts auf einen Wanderweg ab (grüner Punkt)

Bereits nach wenigen Metern geht vom Wanderweg links ein schmaler Pfad (Emmabankweg ist ausgeschildert) ab, dem wir folgen müssen, um in einer Viertelstunde zur Emmabank, einer weiteren Aussichtsstelle, zu gelangen (etwa eine Dreiviertelstunde seit dem Start).

Wir folgen dem Pfad weiter und bekommen allmählich einen ersten kleinen Eindruck von der Sandsteinwelt. Der Pfad schlängelt sich entlang einiger kleiner Schluchten, zwischendurch ragen anfänglich auf der rechten Seite bereits die Felsen der Schrammsteine durch den Wald.

An der Abzweigung „Meergründel/Schrammsteinbaude“ biegen wir nach etwa zehn Minuten ab und steigen durch ein wildromantisches kleines Tal ab – aber nicht bis zur Schrammsteinbaude. Keine 100 Meter zuvor zweigt nämlich nach rechts zwischen den Grundstücken ein schmaler Weg ab, der uns zum Lattengrund führt (blauer Querstrich).

Nach 150 Metern überqueren wir im Zahnsgrund die Straße und beginnen auf der anderen Seite unseren Aufstieg durch den Lattengrund. Erst einmal sind recht viele Stufen zu überwinden. Die Schlucht wird zunehmend schmaler und felsiger, bis es durch ein kleines Felsentor und durch einen recht engen Schlauch hindurchgeht. Dahinter weitet sich die Schlucht wieder und wir steigen wieder über Stufen aufwärts. Wenn wir die letzten Stufen bewältigt haben macht der Weg einen deutlichen Rechtsknick. Kurzfristig haben wir hier einen schönen Blick auf den jetzt schon recht nahen Falkenstein. Der nun folgende Wegabschnitt führt zehn Minuten lang unspektakulär durch den Wald bis zu einer großen Wegkreuzung. Wir überqueren diese und gehen geradeaus (nordöstlich) weiter zum bereits sichtbaren eindrucksvollen Schrammtor mit seinen bizarren Felsen. Wir durchschreiten diese stark erodierten teils goldgelben Sandsteinfelsen inmitten von links und rechts erdrückend aufragenden senkrechten Wänden.

Ohne Höhenunterschiede schlängelt sich der Wanderweg rechts der Schrammsteinfelsen entlang, bis nach zehn Minuten linksseitig der „Wildschützensteig“ abgeht (ausgeschildert – nur im Aufstieg). Anfänglich über eine kurze Rampe, dann weiter über Leitern, Treppen und durch mehrere enge Schluchten geht es nach oben zum Schrammsteinweg/Picknickplatz mit mehreren Bänken führt (zehn Minuten). Von hier sind es noch fünf Minuten mit leichter Kraxelei und über Leitern zur Schrammsteinaussicht.

Vom Aussichtspunkt steigen wir auf gleichem Weg wieder ab bis zum Schrammsteinweg/Gratweg, den wir im ersten Teil durchaus spannend im stetigen Auf- und Ab über Treppen und Leitern entlang wandern. Wir folgen fortan der blauen Strichmarkierung. Einmal müssen wir etwas aufpassen, um nicht über den rechtsseitig abgehenden „Jägersteig“ abzusteigen – also links halten. Im weiteren Verlauf wird der Weg etwas zahmer und wir bewegen uns ohne nennenswerte Höhenunterschiede weiter auf dem Schrammsteinweg in ostsüdöstliche Richtung.

Nach einer knappen Stunde seit der Schrammsteinaussicht erreichen wir die großflächige Aussichtsstelle an der Breiten Kluft, von der es sich herrlich nach Süden bzw. Südosten über die südlichen Ausläufer der Schrammsteine und über die Elbe blicken lässt. Im Vordergrund befindet sich der markante einzeln stehende Rauschenstein, von dem wir nur die Westflanke sehen, der aber von den Gesteinsausmaßen fast doppelt so groß ist wie der riesige Falkenstein.

An der Breiten-Kluft-Aussicht macht unser Wanderweg einen Schwenk nach links bzw. Norden und nach kurzer Zeit wieder rechtwinkelig nach rechts in Richtung Osten (immer noch blauer Querstrich). Dieser markante Wegknick, an dem wir auf die Nordseite der Felsen wechseln, zeigt uns an, dass wir in knapp 400 Metern bzw. etwa sieben Minuten nach links durch die „Lehne“ unterhalb der Lorenzwände absteigen und der Wegmarkierung mit dem grünen Querstrich folgen müssen (Wegweiser). Einen Kilometer lang verlieren wir in schöner und ruhiger Umgebung bis zu einer Wegkreuzung sanft an Höhe. An dieser Kreuzung links weiter der gelben Strichmarkierung folgen, die für den nächsten Kilometer unserer Orientierung dienen soll. Nach dieser Kreuzung kommt bereits nach knapp 150 Metern erneut eine Wegkreuzung, an der wir links weiter wandern. Auf diesem Weg umlaufen wir die Schrammsteine an deren Nordseite – dichter Wald verhindert jedoch bis auf wenige Ausnahmen eine Sicht auf die Felsen. So bemerken wir auch kaum, dass wir in einer langgezogenen Rechts-Links-Kurve den Hohen Torstein passieren, der vorhin von der Schrammsteinaussicht aus gesehen recht gewaltige Ausmaße hatte. Wenn der Weg dann jene große Linkskurve macht, zweigt schon kurz darauf rechts der Weg in den Schießgrund ab (ab jetzt grüner Punkt). Durch diesen steigen wir dann in einer traumhaften Schlucht ab, nachdem wir noch eine Aussicht auf den nahen Falkenstein genossen haben. Optional bietet sich von hier aus auch die Möglichkeit an, den Falkenstein zu umwandern.

Nachdem wir am Ende des Schießgrunds den Parkplatz an der Straße im Zahnsgrund erblickt haben, wechseln wir links von diesem die Straßenseite und entdecken sogleich unseren Weiterweg. Der Zschiehädelweg ist auch ausgeschildert, aber unmarkiert. Wir müssen ihm aber einfach nur aufwärts folgen – jedoch nicht, ohne die markanten und beeindruckenden Felsen, die einen runden Felsblock festzuhalten scheinen, auf unserer rechten Seite bestaunt zu haben. Im Aufstieg erkennen wir ein Haus an einem interessant gewählten Platz, denn dieses Haus ist direkt auf einem der Felsriffe gebaut worden. Am oberen Ende des Zschiehädelwegs wird der Weg breit und wir laufen zwischen Feldern direkt zur Falkensteinstraße, der Verbindungsstraße nach Ostrau, welche die gleiche ist, die wir im Zahnsgrund gerade überquert hatten.

Wir überqueren sie erneut, um auf den Fußweg gegenüber zu gelangen. Auf diesem nun links bis zu einem großen Spielplatz auf der linken Seite am östlichen Ortsrand von Ostrau. Zwischendurch bietet sich von der Straße noch einmal ein tolles Panorama zu den Schrammsteinen und dem Falkenstein.

Am Spielplatz führt ein Weg entlang, der uns zur prächtigsten Aussicht ganz Ostraus leitet. Denn genau am rechtwinkeligen Wegknick eröffnet sich uns nach Osten ein wundervoller Blick zu den Schrammsteinen und nach Süden zu den linkselbischen Tafelbergen. Direkt vor uns befinden sich an der so genannten Ostrauer Scheibe die Rapsfelder, die im Mai mit ihrem leuchtenden Gelb eine traumhafte, fast schon kitschig schöne Kulisse abgeben.

Kurz darauf kommen wir zur Straße Ostrauer Ring, der wir schräg links gegenüber an der Falkenstein-Klinik vorbei folgen. Hier gibt es mit einem Imbiss, der Bistro in der Klinik sowie der Gaststätte „Turmeck“ gleich mehrere Einkehrmöglichkeiten. Danach weiter der Straße Ostrauer Ring entlang und im Verlauf halb rechts haltend über den Schanzenweg bis zum Wald. Die Straße wird zur Sackgasse und durch einen Wanderpfad fortgeführt (Bergsteigerpromemade), auf dem wir nach Bad Schandau absteigen. Im unteren Bereich noch einmal links und gleich wieder rechts und wir erreichen wieder die Badallee in Bad Schandau. Jetzt können wir durch den Kurpark entlang des Flößersteigs an der Kirnitzsch wieder zum Ortskern und zum Ausgangspunkt der Wanderung zurückkehren.

  • Schwierigkeit:     mittelschwer
  • Strecke:                16,4 km
  • Dauer:                  5:30 h
  • Auf-/Abstieg:       602 hm

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

  • mit der Bahn (EC) bis zum Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau fahren (mehrmals täglich)
  • mit der Bahnhofsfähre auf die andere Seite der Elbe nach Bad Schandau übersetzen (halbstündlich)

oder

  • mit der Bahn bis Dresden Hauptbahnhof fahren
  • vom Dresden Hbf. mit der S1 bis Bad Schandau (halbstündlich)
  • mit der Bahnhofsfähre auf die andere Seite der Elbe nach Bad Schandau übersetzen (halbstündlich)

Anfahrt mit dem Kfz.

  • aus Dresden die A17 in Richtung Pirna fahren
  • Abfahrt auf die B172a nach Pirna
  • in Pirna weiter auf der B172 nach Bad Schandau (ausgeschildert)

Parken

  • großer Parkplatz in Bad Schandau am Elbkai (gebührenpflichtig)
  • kleiner Parkplatz (10 Pkw) am Anfang der Kirnitzschtalstraße kurz hinter der Rechtskurve auf der linken Seite (gebührenpflichtig)

Sicherheitshinweise

  • Kinder beaufsichtigen
  • Die Stufen und Leitersegmente auf dem Wildschützensteig und auf dem Gipfelanstieg können bei Nässe sehr rutschig sein.

Ausrüstung

  • normale Wanderausstattung für eine Tagestour
  • feste Wanderschuhe (am besten knöchelhoch, Kategorie A/B oder B)

Weitere Infos und Links

  • Die Wanderung ist nicht für Hunde geeignet.
  • Einkehrmöglichkeiten sowie Toiletten in Ostrau und an der Schrammsteinbaude im Zahnsgrund – in und auf den Schrammsteinen keine Möglichkeit

Kartenempfehlungen des Autors

  • Stadtplan und Wanderkarte „Bad Schandau und Umgebung“, 1 : 10.000, von Dr.-Ing. Rolf Böhm Bad Schandau

und Wanderkarte der Sächsischen Schweiz „Schrammsteine, Affensteine“, 1 : 10.000, von Dr.-Ing. Rolf Böhm Bad Schandau (beide Karten notwendig, empfehlenswert)

oder

  • Wander- und Radwanderkarte Hintere Sächsische Schweiz Nr. 91, Blatt 1 (Schrammsteine, Affensteine, Zschirnsteine), 1 : 15.000, Sachsen Kartographie GmbH

Die Tour ist mit mehr Bildern und weiteren Informationen im Tourenportal des Deutschen Alpenvereins (DAV)

alpenvereinaktiv.com

oder unter Rubrik „Wanderung“ und dem Suchbegriff „Sächsische Schweiz“ oder in der Freitextsuche mit den Suchbegriffen „Panoramatour Schrammsteine“ abrufbar.


Weitere Touren, die direkt in Bad Schandau starten:

Aus Bad Schandau zu den Tafelbergen Gohrisch, Papststein und Kleinhennersdorfer Stein

  • Schwierigkeit:     mittelschwer
  • Strecke:                14,7 km
  • Dauer:                  5:00 h
  • Auf-/Abstieg:       550 hm

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Aus Bad Schandau zur Schrammsteinaussicht und auf die Hohe Liebe

  • Schwierigkeit:     mittelschwer
  • Strecke:                15,4 km
  • Dauer:                  4:30 h
  • Auf-/Abstieg:       537 hm

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Panoramawanderung um Bad Schandau

  • Schwierigkeit:     leicht
  • Strecke:                12,8 km
  • Dauer:                  4:00 h
  • Auf-/Abstieg:       326 hm

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Aus Krippen bei Bad Schandau zum Kohlbornstein

  • Schwierigkeit:     leicht
  • Strecke:                11,9 km
  • Dauer:                  4:00 h
  • Auf-/Abstieg:       468 hm

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Rundwanderung um Bad Schandau im Elbsandsteingebirge

  • Schwierigkeit:     leicht
  • Strecke:                7,8 km
  • Dauer:                  2:30 h
  • Auf-/Abstieg:       170 hm

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Flößersteig

  • Schwierigkeit:    mittelschwer
  • Strecke:                13,2 km
  • Dauer:                  3:30 h
  • Auf-/Abstieg:       170 hm / 95 hm

Streckenwanderung – Rückfahrt nach Bad Schandau mit dem Wanderbus 241

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Eindrücke aus der Sächsischen Schweiz (Teil 1)

Schwierigkeitsbewertungen von Wander- und Bergtouren – eine verantwortungsvolle Gratwanderung

Die stetig fortschreitende und nicht mehr wegzudenkende Digitalisierung eröffnet auf dem Gebiet der Internet-Tourenportale enorme Möglichkeiten. Schnell abrufbare Tourenvorschläge mit deren Beschreibungen, ständig verbessertes Online-Kartenmaterial, insbesondere die Bereitstellung von Alpenvereinskarten, speziellen Winterkarten mit Hangneigungen und regelmäßig aktualisierten Lawinengefahrenbereichen u. v. m. erleichtern und optimieren heuer die eigene Tourenplanung. Im Zeitalter, in dem nahezu überall WLAN oder mobiles Internet verfügbar ist, kann mühelos via Smartphone und entsprechender App  geplant werden. Selbstverständlich können diese Portale nur existieren, wenn von den überwiegend ehrenamtlich tätigen Personen genug Futter in Form von Touren geliefert wird.

Dabei stellt die Schwierigkeitsbewertung von Wanderungen und Bergtouren für die Bewertenden eine große Herausforderung dar und bedingt ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein. Schließlich müssen die Nutzenden (neudeutsch User oder Community), also die Begeher/innen darauf vertrauen können und im Vorfeld ihre eigenen Fähigkeiten mit der bewerteten Tour abgleichen. Sie kaufen die sprichwörtliche „Katze im Sack“.

Ähnlich ergeht es uns Wanderleitern und  Fachübungsleitern für das Bergwandern, wenn wir im Jahresprogramm unseres Vereins Touren anbieten.

Als offizieller Autor des DAV-Tourenportals www.alpenvereinaktiv.com (*) und Touren anbietender Wanderleiter stehe ich des Öfteren vor der Entscheidung, eine Tour als leicht, mittelschwer oder schwer einzustufen. Das ist manchmal keine leichte Entscheidung und führt durchaus schon mal zu Missverständnissen bei einigen Anwendenden, die sich im Nachhinein im Kommentarfeld des Portals zu der jeweiligen Tour kritisch äußern oder während einer geführten Tour plötzlich doch nicht die geforderte Kondition oder Schwindelfreiheit aufweisen. Sinngemäße Kommentare bei leicht eingestuften Wandertouren wie z. B. „Tolle Tour, aber sie war auf keinen Fall leicht, für uns war sie sehr schwer und anspruchsvoll“ oder „die Metalltreppe mit den Gitterrosten ist nichts für Leute mit Höhenangst“. Gerade letztere Formulierung lässt einen weiten Interpretationsspielraum. Wo geht Höhenangst oder Schwindelfreiheit eigentlich los?

Grundsätzlich stelle ich persönlich immer wieder fest, dass es tatsächlich enorme Unterschiede bei den Bewertungen in Portalen geben kann, je nachdem, von wem die Tour vorgestellt oder angeboten wird. Das gilt auch für kommerzielle Wanderführer in Buchform von namhaften Verlagen.

Eine von irgendeinem Tourismusverband vorgestellte Wanderung kann beispielsweise als „anspruchsvoll“ oder „schwierig“ angepriesen werden, während die gleiche Tour von einem qualifizierten Autor (mit Schulung) im DAV-Portal oder von einem DAV-Wanderleiter als leicht eingestuft würde.

Das sollte zwar nicht vorkommen, wird aber nie zu verhindern sein, weil es natürlich immer zu einem hohen Maß auch subjektive Bewertungen sind. Jedoch dürfen wir nicht vergessen, dass ein Tourismusverband oftmals eine ganz andere Zielgruppe anspricht, nämlich auch die weniger trainierten und erfahrenen Urlauber, die im Rahmen ihres Aufenthaltes als Gelegenheitswanderer eine Tour unternehmen möchten. Wenn jene Gelegenheitswanderer oder aber Einsteiger/innen bei uns im DAV-Portal nach leichten Wander- oder Bergtouren suchen und fündig werden, kann es schon mal zu einer kleinen Überraschung führen, die mit einem kräftigen Muskelkater am nächsten Tag endet.

Ich wende mich nachfolgend unserem erstklassigen DAV-Portal zu, weil ich persönlich der Meinung bin, dass hier wirklich sehr objektive Bewertungen getroffen werden. Allerdings gilt es auch hier einen nicht unwichtigen Unterschied zu machen: Es gibt zum einen die bereits oben erwähnten Touren von geschulten offiziellen Autoren, zum anderen Touren aus der „Community“, also aus der breiten Masse, bei der jede/r nach einer Registrierung bei www.alpenvereinaktiv.com Touren einstellen kann sowie solche von Tourismusverbänden. So erkennt ihr die Touren im Internetportal:

  • an dem orangefarbenen DAV-Logo mit „alpenvereinaktiv.com“-Schriftzug (Word-Bild-Marke) für DAV-Autoren-Touren oder
  • am Outdooractive-Logo mit dem Schriftzug „Outdooractive Redaktion“ für Touren aus der normalen Community oder
  • am Schriftzug „Tourismusverband …“ entsprechend für Tourismusverbände

Leider resultieren auch hier einige erhebliche Unterschiede bei Bewertungen, so dass meine Empfehlung als Vertreter des DAV demzufolge nur lauten kann, möglichst auf unsere eigenen Tourenvorschläge zurückzugreifen. Meine persönliche Meinung ist, und das stelle ich deutlich heraus, dass für Touren aus dem Alpenvereins-Portal immer eine gewisse Grundkonditionierung vorausgesetzt werden sollte. Denn wir sollten uns einer Sache bewusst sein. Wenn wir zu schnell ein „schwer“ vergeben, was machen dann bei wirklich schweren Wanderungen? Wir tun jedenfalls unserer Interessengemeinschaft keinen Gefallen, wenn wir eine harmlose Wanderung von zehn Kilometern Länge auf guten Wegen zur weltberühmten Bastei in der Sächsischen Schweiz als schwer einstufen. Oder für einen Aufstieg über Treppen bzw. für den gut zu laufenden felsigen Untergrund des Rauensteins (gegenüber jener Bastei) „Trittsicherheit“ zu fordern verwirrt nicht nur gut konditionierte Wanderer, sondern lässt vielleicht sogar einen eher schlecht konditionierten Wanderer im fatalen Irrglauben, dass er einer schwierigen Wanderung gewachsen sei. Ein „sehr schwer“ o. ä. gibt es nämlich nicht und ist m. E. auch nicht nötig, denn zu jeder guten Tourenausschreibung bzw. Bewertung gehören ein aussagekräftiger Text mit einer Beschreibung der Tour bzw. des Wegverlaufs sowie ein paar aussagekräftige Bilder. Dieses Qualitätsmerkmal  (u. v. a.) unterscheidet unser Portal im Übrigen von manchen anderen zum Teil namhaften Tourenportalen.

Allerdings stellt dies für jede/n Autor/in bzw. Wanderleiter/in auch immer eine Gratwanderung dar. Denn wenn diese/r im umgekehrten Fall beispielsweise eine Bergtour fälschlicherweise zu leicht einstuft, kann das im schlimmsten Fall bedeuten, dass unerfahrene Menschen diese Tour in gutem Glauben nachlaufen und unterwegs plötzlich vor unerwartete Probleme gestellt werden.

Aber nun zu den Faktoren, die im Wesentlichen ausschlaggebend für Bewertungen sind. Sie stellen in ihrer Aufzählung keine Wertigkeit in der Reihenfolge dar. Jede/r von euch kann sich dann aufgrund des Hintergrundwissens möglicherweise besser ein eigenes Bild machen und sich bzw. geplante Touren nun optimal einschätzen.

Art der Tour

Grundsätzlich unterschieden werden Wanderungen, Winterwanderungen, Bergtouren, Klettersteige, Hochtouren, Mehrtageswanderungen und neuerdings auch Trailrunning. Ich werde hier grundsätzlich nur auf Wanderungen, Bergtouren, Winterwanderungen und kurz auf Klettersteige eingehen, denn Spezialdisziplinen setzen natürlich auch immer Spezialkenntnisse und individuelle Anforderungen voraus und sind ohnehin nicht für jede/n geeignet.

Hier erfolgt jedenfalls die erste grundlegende Unterscheidung, in welcher Spielart ich mich überhaupt bewege. Drastisch dargestellt: Wenn ich einen Winterwanderweg im Sommer begehe, werde ich feststellen, dass dieser nicht nur evtl. eher stupide und langweiligen Charakters ist, sondern auch ungleich leichter.

Spannend stellt sich aber eher die Abgrenzung dar, wo eine Wanderung aufhört und eine Bergtour beginnt. Endet die Wanderung an der Grenze vom subalpinen zum alpinen Bereich? Ist eine Tour durch kraxeliges Schrofengelände (**) eines 1600ers eine Bergtour? Eine klare Linie lässt sich da wohl nicht immer ziehen. Oder ist eine lange Bergtour mit einem darin enthaltenen Klettersteig immer noch eine Bergtour oder ein Klettersteig? Ist eine Sechs-Stunden-Wanderung in der Sächsischen Schweiz, bei der wir auch 20 Minuten durch die Häntzschelstiege (Klettersteig B) gehen und die ohne diesen eine mittelschwere Wanderung wäre, dann eine schwere Wanderung oder eher ein leichter Klettersteig? Hier zählt der überwiegende Charakter der Tour. Wie auch immer: Es ist die Pflicht des Bewertenden, sollte er/sie sie als (Berg)Wanderung deklarieren, ausdrücklich auf die Klettersteig-Passage und die erforderlichen Kenntnisse sowie die Ausrüstung hinzuweisen. Denn nicht jede/r ansonsten top konditionierte Wanderer/in ist klettersteigtauglich bzw. hat noch nie einen solchen absolviert. Je detaillierter eine Beschreibung, desto besser. Im Übrigen steckt hinter der jeweiligen Autoren-Entscheidung über die Klassifizierung einer Tour oftmals auch die Überlegung, unter welcher Vorauswahl im Suchfeld die Nutzer die Tour finden sollen.

Länge der Tour

Auch hier gibt es keine klare Abgrenzung, ab wann sich die Schwierigkeit ändert. Eine Zwanzig-Kilometer-Wanderung kann noch als leicht gelten, wenn sie keine nennenswerten Höhenmeter beeinhaltet, keine technischen oder körperlichen Ansprüche voraussetzt und auch sonst kein Gefahrenpotenzial in sich birgt (Flachland). Umgekehrt muss eine kurze Fünf-Kilometer-(Berg)Wanderung im Schrofengelände* und mit ausgesetzten Stellen (schwarze Wege) als schwierig gelten.

Allein die Länge einer Tour ist also nur bedingt aussagekräftig und muss im Zusammenhang mit anderen Faktoren (siehe nachstehend) beurteilt werden.

Auf- und Abstieg

Ebenfalls ein sehr subjektiver Faktor. Es gibt nämlich Höhenmeter und es gibt Höhenmeter. Das soll heißen: 500 Höhenmeter bei einer Wanderung in technisch leichtem Auf- und Abstieg auf Schotterwegen sind andere als solche auf felsigem oder wurzeligem Untergrund. Was im ersten Fall evtl. noch als leicht zu bewerten wäre, ist im zweiten Beispiel vielleicht schon mittelschwer. Aber ein weniger trainierter Gelegenheitswanderer würde auch die 500 Meter auf Schotterwegen als schwer empfinden.

Dauer der Tour

Grundsätzlich ergibt sich die Nettodauer (ohne Unterbrechungen) unter Zugrundelegung der DAV-Formel:

  • 4 km/Stunde in der Ebene
  • 300 m/Stunde im Aufstieg
  • 500 m/Stunde im Abstieg
  • Der kleinere Wert wird halbiert und zum größeren hinzugerechnet

Hier obliegt es den Bewertenden, nach eigenem Erfahrungsschatz und aufgrund individueller Besonderheiten der Tour ggf. „nachzubessern“.

geforderte Kondition

Diese resultiert aus der Länge sowie dem Auf- und Abstieg mit allen Besonderheiten bzw. aus der Gesamtdauer.

technischer Anspruch einer Tour

Durch welches Gelände führt die Tour? Findet sie auf ebenen und gut markierten Wegen statt? Oder ist der Untergrund wurzelig, steinig, felsig bzw. schrofig oder führt er (seilversichert) durch steiles eher geblocktes oder gar wegloses und unmarkiertes Gelände (auch steile Wald- und Wiesenhänge)? Oder sind Bachquerungen dabei?

geforderte persönliche Anforderungen

Konkretisierung zum technischen Anspruch der Tour, vor allem Faktoren wie Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, Orientierungsfähigkeit kommen hier zum Tragen.

Trittsicherheit beschreibt die Fähigkeit, sich beim Wandern und Bergsteigen sicher in unwegsamem Gelände fortzubewegen, insbesondere durch Erfüllung der koordinativen Anforderungen, die richtige Einschätzung der eigenen Kraftreserven sowie  durch die richtige Wahrnehmung und Beurteilung des Geländes.

Wenn im Alpenverein Schwindelfreiheit gefordert ist, dann ist tatsächlich eine über das normale Maß hinaus geforderte Schwindelfreiheit gemeint. Bei dieser Forderung werden von Hause aus übermäßig empfindliche Personen (Beispiel: Schwindel bereits bei hohen geländegesicherten Metalltreppen mit Gitterrost oder geländegesicherte Schluchtengänge auf Metallgittern) oder jene Menschen mit speziellen Krankheitsbildern nicht berücksichtigt. Der Begriff Schwindelfreiheit kann natürlich in einer Tourenbeschreibung auch noch weiter konkretisiert werden, (z. B. extrem schwindelfrei), selbst wenn der Begriff rein formal nicht zu steigern ist und man nicht „extrem schwanger“ sein kann.

Wenn eine gute Orientierungsfähigkeit gefragt ist, dann sollte ein über das normale Maß hinaus erweitertes Gespür für wegloses Gelände, Geländeformen, Bewuchs   und Liniensignaturen vorhanden sein sowie zusätzlich der Umgang mit topografischen Karten (Karte-Gelände-Vergleich), Kompass und Höhenmesser beherrscht werden (nicht nur auf das GPS-Gerät verlassen).

Gefahrenpotenzial

z. B. besonders steinschlaggefährdete Bereiche, hohe Ausgesetztheit, ungesicherte Bereiche, absturzgefährdete Bereiche, Gletscherspalten usw.

Auch hier sind durchaus Verschärfungen möglich (leicht ausgesetzt, stark ausgesetzt und extrem ausgesetzt). Beispiel: Einen schwarzen Weg im 45-Grad-Gelände gleichermaßen ausgesetzt zu nennen wie die Watzmann-Überschreitung würde letzterer nicht ganz gerecht werden.

gesonderte Sicherheitshinweise für die Tour

spezielle Hinweise, z. B. ob die Tour nordseitig ausgerichtet ist und bis in den Sommer bzw. dauerhaft Altschneefelder vorhanden sind oder vorhandene Steinschlagzonen bis hin zu Verhaltensweisen beim Zusammentreffen mit Herdenschutzhunden bei vorhandenen Schafherden usw. usf.

Beschreibung der Tour

Auf diese kommt es im Wesentlichen an. Je detaillierter diese ist, desto besser. Vor allem die Wegbeschreibung. Gibt es auf der Tour Orientierungsschwierigkeiten oder wegloses Gelände? Darin besteht der große Vorteil von www.alpenvereinaktiv.com im Gegensatz zu vielen anderen Portalen, bei denen lediglich Tracks und ggf. ein paar Bilder von spannenden Touren hochgeladen werden und die Nutzer blind dem Track nachlaufen.

Gesamtbewertung

Die Autoren bzw. Tourenführer/innen müssen anhand der Gesamtheit aller Umstände nun die richtige Bewertung abgeben.

Merke: Selbst wenn fast alle Faktoren eher als leicht einzustufen sind, kann allein ein einziges Merkmal ausreichen, um eine Einstufung als mittelschwer oder schwer zu rechtfertigen. Eine konditionell wie technisch völlig leichte Bergtour kann zur mittelschweren oder gar schweren Tour werden, wenn im Gipfelbereich beispielsweise die Orientierung wegen fehlender Markierungen und Weglosigkeit anspruchsvoll ist.

Wichtig: Witterungsbedingte Faktoren

Tourenbewertungen sind immer solche unter normalen Bedingungen erstellte. Faktoren, auf die die Bewertenden keinen Einfluss haben wie Regen (Nässe), Schnee, Nebel, Wind, temporär vorhandene Altschneefelder, Schnee- und Windbruch usw. verschärfen immer die Bewertung und müssen von (Berg)Wandernden unbedingt berücksichtigt werden. So manche leichte und vermeintlich harmlose Tour wird plötzlich zu einer schweren Tour, bei der der Zeitplan aus den Fugen gerät, Dunkelheit und Kälte hereinbricht sowie einhergehend Orientierungslosigkeit herrscht, was im Ergebnis lebensgefährlich werden kann. Und das kann bereits in den Mittelgebirgen der Fall sein.

Abschließend hoffe ich, die Komplexität von Tourenbewertungen anschaulich dargestellt zu haben. Das Ziel soll hierbei sein, dass spätere Anwender/innen, Kommentatoren/innen in Portalen oder aber auch angehende Teilnehmer/innen einer vom AlpinClub Berlin bzw. sonstigen angebotenen Tour ein besseres Hintergrundwissen erlangen und auch ggf. selbstreflektorisch daraus ihren Nutzen ziehen können.

Noch ein letzter Appell: Bitte lauft nicht „blind“ irgendwelchen unbereinigten Internet-Tracks nach, sondern recherchiert eure geplante Tour akribisch im Vorfeld. Seid vorsichtig in Portalen, in denen außer dem Track und ein paar unterdurchschnittlichen Bildern keinerlei Beschreibungen der Touren vorliegen. Dann steht einer schönen und sicheren (Berg)Wanderung nichts mehr im Wege.

(*) alpenvereinaktiv.com nutzt die Plattform von Outdooractive.com. Mehr Informationen zum Portal unter https://www.alpenvereinaktiv.com/de/ueber-uns.html

(**) Schrofengelände = Schrofen sind grasdurchsetzte Felshänge, der Fels ist häufig brüchig und in tieferen Regionen auch feucht. Schrofengelände findet sich häufig Zu- und Abstieg bei alpinen Kletterrouten, bei „Verhauern“ im weglosen Gelände oder beim Abstieg in unbekanntes Gelände. Die Rettung von Bergsteigern oder Wanderern, die sich in Schrofengelände verirrt haben, ist eine häufige Ursache für Bergrettungseinsätze. Steiles Schrofengelände birgt eine erhebliche Absturzgefahr. Es ist beim Bergwandern zu meiden. Im Rahmen von Kletterzustiegen ist höchste Konzentration in diesem Gelände unverzichtbar. Das sichere Begehen von Schrofen erfordert sehr viel Übung, Erfahrung und Konzentration.

(aus dem „Handbuch Ausbildung des Deutschen Alpenvereins“)

DCIM100GOPROGOPR1276.
seilversichertes Schrofengelände
DCIM100GOPROGOPR1283.
steiles Schrofengelände
Aufstieg auf den Taubenstein
Schrofengelände

Meine Tourenangebote 2020: Ausdauernde Wanderungen in der Sächsischen Schweiz

Tourencharakter

intensive Mittelgebirgs-Wanderungen bis maximal 20 km und 1200 hm im stetigem Auf und Ab sowie mit häufigem Felskontakt, Begehen regionaltypischer Stiegen mit steilen und ausgesetzten (Fels)Passagen (teilweise seilversichert) oder durch anspruchsvolles geblocktes Gelände, Durchschreiten bzw. Überwinden von engen Stellen, Begehen von schmalen und ausgesetzten Pfaden, Erklimmen von steilen Felsen mit Hilfe von Eisenklammern und teilweise senkrechten Leitern

Das Begehen einiger Stiegen geht über das „normale“ Wandern hinaus und erfordert Erfahrung im Umgang mit Felskontakt.

Zielgruppe

  • AlpinClub Berlin Mitglieder (auch Gast-Mitglieder C)
  • Fortgeschrittene, konditionell starke sowie schwindelfreie und trittsichere Wanderinnen und Wanderer

Termine

  • langes Feiertagswochenende im Frühjahr 2020: 07.05. – 10.05.2020 (Donnerstagabend bis Sonntagnachmittag) – zwei Tagestouren sowie eine Halbtagestour, Anmeldeschluss 31.03.2020 – noch 2 freie Plätze
  • Pfingsten 2020: 29.05. – 01.06.2020 (Donnerstagabend bis Montagnachmittag) – zwei Tagestouren sowie eine Halbtagestour, Anmeldeschluss 31.03.2020 – noch 3 freie Plätze
  • Herbstwochenende 2020: 23.10. – 25.10.2020 (Freitagabend bis Sonntagnachmittag) – eine Tagestour sowie eine Halbtagestour, Anmeldeschluss 31.08.2020 – noch 7 freie Plätze

Anmeldung hier

(bitte bei der Anmeldung unbedingt eine Mobiltelefon-Nummer angeben)

Kosten

  • 25,00 Euro Organisationsgebühr
  • zuzügl. Anfahrt
  • zuzügl. Verpflegung
  • zuzügl. Unterkunft (10,00 Euro pro Nacht bei zwei Übernachtungen, 9,00 Euro pro Nacht bei drei Übernachtungen
  • zuzügl. Kurtaxe 2,00 Euro pro Tag (Kurort Bad Schandau)
  • zuzügl. Kosten vor Ort (Duschkarte, ggf. ÖPNV, ggf. Einkehr)

persönliche Voraussetzungen

  • Kondition für intensive Tageswandertouren mit bis zu 20 km Länge und bis zu 1200 hm bei einer Nettogehzeit bis zu 8 Stunden
  • Schwindelfreiheit (keine Probleme beim Begehen von ausgesetzten schmalen Steigen und steilen regionalen Stiegen)
  • absolute Trittsicherheit
  • Kletterfertigkeiten im ungesicherten 2. Schwierigkeitsgrad/UIAA (Echtfels) hilfreich
  • keine Platzangst in engen Felsspalten

Ausrüstung

  • Wanderausstattung für alle Wetterlagen (inklusive geeignetem Regenschutz)
  • mittelgebirgstaugliche feste Wanderschuhe für alle Wetterlagen, am besten knöchelhoch, Kategorie A/B oder B
  • ein für Tagestouren geeigneter Wanderrucksack (25 – 30 Liter empfohlen)
  • Trinkgefäß(e) für die Touren (kein Glas) – Größe je nach persönlicher Tages-Trinkmenge (mindestens 1,5 Liter empfohlen)
  • Stirnlampe
  • Hüttenschlafsack
  • Hüttenschuhe
  • Klettergurt
  • Klettersteig-Set
  • eigenes (Blasen)Pflaster-Set

Ort/Unterkunft

  • Wanderquartier auf dem Campingplatz Ostrauer Mühle im Kirnitzschtal nahe Bad Schandau
  • Unterbringung im komfortablen gemischten Mehrbettzimmer (2 bis 5-Bett-Zimmer, Einteilung bzw. Belegung durch die Wirte) – Hüttenschlafsack und Hüttenschuhe mitbringen!
  • Kühlschrank im Zimmer
  • großzügiger und gemütlicher Aufenthaltsraum mit Kaffeemaschine, Wasserkocher und Toaster sowie Steckdosen (keine Steckdosen im Zimmer)
  • gepflegte WC´s mit Waschbecken in der Wohn-Etage (Dachgeschoss)
  • Duschen und großzügige Waschräume sowie weitere WC´s im Erdgeschoss (kurzes Verlassen des Gebäudes/getrennt nach Geschlecht) – Duschkarte an der Rezeption erhältlich (5 Euro Pfand plus individuelle Aufladung, Dusche je 3 Minuten 50 Cent/Stopptaste vorhanden)
  • Kochplätze (mit Duschkarte) und mehrere Abwaschbecken im Erdgeschoss neben den Duschräumen
  • Gastronomie (Flößerstube) in zwei Minuten erreichbar (auf dem Gelände), gutbürgerliche Küche (€ – €€), Frühstück möglich
  • Kiosk mit Gegenständen und Lebensmitteln des täglichen Bedarfs neben der Rezeption, Brötchenvorbestellung möglich
  • Parkplatz vor dem Wanderquartier
  • WLAN im Wanderquartier (z. T. schlechter Empfang)
  • nähere Informationen unter www.ostrauer-muehle.de

Anfahrt

  • eigene, Fahrgemeinschaften empfohlen

Sonstiges

  • Eventuell findet eine Vorbesprechung statt. Diese wird abgestimmt und rechtzeitig bekanntgegeben.

Anmeldung hier

(bitte bei der Anmeldung unbedingt eine Mobiltelefon-Nummer angeben)

Hier noch ein paar Impressionen meiner durchgeführten Touren

Orientierungskurse 2020 (zweiteilig)

Zielgruppe

  • vorrangig Einsteiger/innen des AlpinClubs Berlin (ACB) – aber auch Fortgeschrittene des ACB, die ihre Kenntnisse auffrischen möchten (auch Gast-Mitglieder „C“ im ACB)

Kursziele

  • Beherrschen von Grundlagen der Karten- und Geländekunde (Umgang mit topographischen Karten) sowie des Karte-Gelände-Vergleichs
  • Erlernen von Grundlagen der Orientierung im Gelände sowie der Geländebeurteilung
  • Umgang mit dem Höhenmesser und dem Spiegelkompass (inklusive der Hangneigungsmessung mit unterschiedlichen Hilfsmitteln)
  • Beherrschen von Grundlagen der Tourenplanung und des Zeitmanagements

Termine 2020 (2 x 4 Stunden)

  • Frühjahrskurs: Donnerstag, 16.04.2020 von 17.00 – 21.00 Uhr (Theorie mit viel praktischer Kartenarbeit) und Sonntag, 19.04.2020 von 12.00 – 16.00 Uhr (Praxis im Gelände), Anmeldeschluss 31.03.2020 – noch 8 Plätze
  • Herbstkurs: Donnerstag, 15.10.2020 von 17.00 – 21.00 Uhr (Theorie mit viel praktischer Kartenarbeit) und Sonntag, 18.10.2020 von 12.00 – 16.00 Uhr (Praxis im Gelände), Anmeldeschluss 30.09.2020 – noch 8 Plätze

Kurs-Orte

  • Tag 1: AlpinClub Berlin Geschäftstelle, Spielhagenstraße 4, 10585 Berlin (am Kurstag/Donnerstag ggf. bitte klingeln)
  • Tag 2: Der Treffpunkt für den praktischen Teil (Sonntag) wird am Ende des ersten Kurs-Tages bekanntgegeben.

Anmeldung hier

(bitte bei der Anmeldung unbedingt eine Mobiltelefon-Nummer angeben)

Kursgebühren

  • 15,00 Euro

persönliche Voraussetzungen

  • keine besonderen

benötigte Ausrüstung/Gegenstände

  • Schreibstift, Schreibblock
  • Bleistift, Radiergummi, Lineal
  • Lupe (optimal mit Beleuchtung)
  • Stechzirkel
  • wenn vorhanden flüssigkeitsgedämpfter Spiegelkompass (Auflösung 2° oder weniger) mit Deklinationskorrektur, Hangneigungsskala und durchsichtigem Boden (inklusive Hilfslinien) – kann ich ggf. leihweise zur Verfügung stellen
  • wenn vorhanden ein DAV-Planzeiger – kann ich ggf. leihweise zur Verfügung stellen
  • wenn vorhanden Höhenmesser (am 2. Tag) – kann ich ggf. leihweise zur Verfügung stellen (optional geht auch ein Smartphone mit empfehlenswerten Apps wie „alpenvereinaktiv“, „Ortovox Bergtouren App“ oder „Genauer Höhenmesser“)
  • eigene Verpflegung
  • wetterfeste Kleidung und ggf. einen Regenschirm für den Praxis-Tag
  • Schreibbrett oder eine feste Unterlage für den Praxisteil

Anfahrt zu den Kurs-Orten

  • eigene

Anmeldung hier

(bitte bei der Anmeldung unbedingt eine Mobiltelefon-Nummer angeben)

Nachtwanderungen im Berliner Grunewald 2020

Nachtwanderung kurz vor dem Neumond auf den Spuren von Wildschwein, Dachs und Waldkauz bei hoffentlich winterlichen Witterungsverhältnissen – u. a. vorbei an mystischen und gruseligen Orten. Wir haben die Gelegenheit, während der Tour unsere Stirnlampen „auf Herz und Nieren“ zu testen und über Beleuchtung sowie die Orientierung bei Dunkelheit zu fachsimpeln. Wer noch keine eigene Stirnlampe besitzt, kann sich gern eine bei mir ausleihen (solange verfügbar – bitte bei der Anmeldung unbedingt angeben).

Der Treffpunkt wird nach der Anmeldung bekanntgegeben (bitte bei der Anmeldung unbedingt eine Mobiltelefon-Nummer angeben).

Termine

  • Freitag, 21.02.2020, 20.00 – 01.00 Uhr – noch 2 freie Plätze

Anmeldung hier

(bitte bei der Anmeldung unbedingt eine Mobiltelefon-Nummer angeben)

Kurs- bzw. Organisationsgebühr

  • keine

persönliche Voraussetzungen

  • AlpinClub Berlin Mitgliedschaft (auch Gast-Mitgliedschaft C)
  • Kondition für mittelschwere Wanderungen mit einer Länge von 16 Kilometern
  • keine Angst bei Dunkelheit im Wald bzw. vor Geräuschen während der Dunkelheit

Ausrüstung

  • Wanderausstattung für alle Wetterlagen (witterungsbedingte Kälteschutzbekleidung)
  • stabile und wetterfeste Wanderschuhe
  • Stirnlampe mit ausreichender Batteriekapazität bzw. Reservebatterien mitführen – bei mehreren Personen in der Anmeldung für jede Person eine Lampe
  • eigene Verpflegung – ggf. warmes Getränk

Anfahrt zum Start-/Zielort

  • eigene

Anmeldung hier

(bitte bei der Anmeldung unbedingt eine Mobiltelefon-Nummer angeben)

Ausrüstungsspezial: Stirnlampen

Die Beleuchtung während unserer Touren erlangt insbesondere in der „dunklen“ Jahreszeit mit ihren wenigen Tageslichtstunden eine hohe Bedeutung.

Ob beim Feierabendlauf oder Geocaching, als Leselampe im Bettenlager oder einfach nur als Orientierungslicht für nächtliche Toilettengänge auf dem Zeltplatz oder in der Hütte – fast jede(r) Outdoorsportler(in) hat schon eine Stirnlampe gebraucht und sie schätzen gelernt. Andere haben sich bisher lieber mit dem Smartphone-Licht oder bestenfalls mit einer Taschenlampe begnügt. Vielleicht, weil sie die Anschaffung bisher für unnötig gehalten haben. Spätestens aber, wenn beide Hände für die Ausübung der Aktivität oder Sportart benötigt werden, führt kein Weg an einer Stirnlampe vorbei. Als Grundregel sollte unbedingt beachtet werden, dass bei jeder langen Tagestour – auch im Sommer – eine Stirnlampe pro Person im Gepäck sein muss, vor allem in den Mittelgebirgen und in den Alpen. Sollte nämlich der Zeitplan doch einmal ungewollt aus den Fugen geraten und die Dunkelheit hereinbrechen, so kann mithilfe einer vernünftigen Lichtquelle zumindest der einhergehenden Begleiterscheinung der Orientierungslosigkeit begegnet werden. Denn wenn eine Orientierung unmöglich wird und die zweite Begleiterscheinung der Dunkelheit, nämlich die Kälte, zum ernsten Problem wird, kann aus einer harmlosen Wanderung eine lebensbedrohliche Situation entstehen – und das bereits in den Mittelgebirgen.

Weiterlesen „Ausrüstungsspezial: Stirnlampen“

WERBUNG – Karten-Tipp für Elbsandstein-Fans – WERBUNG

Brandneu erschienen: die Landschaft der Böhmischen Schweiz um Jetrichovice – als Fortsetzung der topographischen Karten-Reihe von Dr.-Ing. Rolf Böhm, Bad Schandau, im bewährten großen und extrem detailgenauen 10000er Maßstab, zweisprachige Legende (deutsch und tschechisch), ab jetzt im Handel erhältlich, ISBN 978-3-910181-21-2