Tourenberatung: Wanderregion Sächsische Schweiz – Teil III – Von den linkselbischen „Steinen“ bis zum Bielatal und den Tissaer Wänden (Böhmische Schweiz)

Der linkselbische Bereich (sowie ein Teil der Vorderen Sächsischen Schweiz) unterscheidet sich vom zerklüfteten Gebiet der Hinteren Sächsischen Schweiz durch eine geologisch anders geformte Landschaft, die stark durch so genannte „Ebenheiten“ geprägt ist. Schräge zum Erzgebirge hin ansteigend verlaufende und undurchlässigere Sandsteinschichten sorgen dafür, dass das Wasser nur stark verzögert versickern kann, wodurch sich zahlreiche Quellen und ständige Bachläufe gebildet haben. Zusätzlich unterstützt wird das durch höhere Niederschlagsmengen im Jahresdurchschnitt. Dieser Wasserreichtum bringt es auch mit sich, dass sich hier vermehrt Moore und Nassflächen gebildet haben. Ein Blick in die topografische Karte zeigt deutlich das Verhältnis der Anzahl von Wasserquellen. Während es in der Hinteren Sächsischen Schweiz gerade mal sprichwörtlich eine Handvoll gibt, die wegen der letzten beiden viel zu trockenen Jahre auch noch teilweise versiegt sind (zumindest vorübergehend), finden sich linkselbisch unzählige sprudelnde Quellen und Bachläufe.

Die Landschaft ist heute noch reich an freien Heideflächen, was aber auch dadurch begründet ist, dass bereits im 15. Jahrhundert bis zum 19. Jahrhundert sehr viel Holzeinschlag stattgefunden hat, um den hohen Bedarf der Industrie (Hammerwerke), der umliegenden Dörfer sowie der Dresdner Residenz zu decken. Erst seit Anfang des 19. Jahrhunderts entstand eine geregelte Forstwirtschaft, die zum Ziel hatte, nicht mehr Holz einzuschlagen als nachwachsen kann.

Aus den Ebenheiten stechen mehr oder weniger markant die Tafelberge und Steine ins Auge, die allesamt bestiegen werden können und in einigen Fällen zu einer Einkehr in einer Gaststätte einladen. Wenn wir den „abtrünnigen“ (weil rechtselbischen) Lilienstein und die in meinem zweiten Teil dieser Serie bereits erwähnten Steine Rauenstein sowie die beiden Bärensteine mit hinzuzählen, gibt es insgesamt 15 dieser „Gipfel“, von denen ich nachstehend die zehn bedeutsamsten mit ihren wichtigsten Eigenschaften aufgelistet habe:

  • Festung Königstein (Eintritt, interessante Museen, mehrere Einkehrmöglichkeiten, jedoch sehr touristisch und sehr voll, aber wunderbare Aussichten von allen Bereichen)
  • Pfaffenstein (spannender Aufstieg durch das Nadelöhr, Einkehrmöglichkeit, unzählige Erkundungsmöglichkeiten, teils abenteuerliche Felsspalten, auch mehrere Höhlen, am südlichen Ende steht die „Barbarine“, das Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz)
  • Quirl (von Weitem ist dieser flache und bewaldete Tafelberg sehr unscheinbar, weil der Pfaffenstein alle Blicke auf sich lenkt, es gibt aber mehrere Höhlen zu entdecken)
  • Gohrischstein (wild zerklüftet und spannend, sehr abenteuerlicher Auf- oder Abstieg durch die extrem enge Falkenschlucht, kurzer Zustieg von der Bushaltestelle bzw. vom Parkplatz, kann sehr gut mit dem Papststein kombiniert werden)
  • Papststein (urige Einkehr in der Berghütte, sehr leichter und kurzer Zustieg auch mit kleineren Kindern möglich)
  • Kleinhennersdorfer Stein (von Weitem unscheinbar, im südlichen sehr zerklüfteten Bereich mit vielen Felsblöcken befinden sich mehrere kleine kindergeeignete Höhlen, z. B. die Lichterhöhle)
  • Kohlbornstein (von Weitem unscheinbar, schöne Aussicht u. a. zu den Schrammsteinen in der Hinteren Sächsischen Schweiz)
  • Kaiserkrone (von Weitem unscheinbar, mehrere schöne Aussichten)
  • Zirkelstein (von fast überall wegen seiner sehr markanten Form sichtbar, schöner Gipfel mit einer prächtigen Rundumsicht)
  • Großer und Kleiner Zschirnstein (relativ abgelegen, leichte Zustiege, der Große Zschirnstein hat eine sensationelle Aussichtsstelle an seiner steil abbrechenden Südseite)

Viele der Steine lassen sich wunderbar miteinander verbinden und kombinieren, so dass von einer Kurzwanderung bis hin zu einer ausgedehnten Tageswanderung alles unternommen werden kann. Des Weiteren gibt es unzählige kleinere Steine, Aussichten und Wanderziele, die hier den Rahmen sprengen würden.

Als Outdoor-Kinderparadies und perfektes Ultrakurzwanderziel möchte ich aber auf jeden Fall das Labyrinth bei Leupoldishain erwähnen. Diese zerklüftete Felsenlandschaft ist eine wahre Freude für Jung und Alt. Zahlreiche Gänge in engen Felsspalten, düstere Tunnel und kleine Höhlen, die zum Teil nur kriechend durchquert werden können, lassen sogar die Herzen abenteuerlustiger Erwachsener höher schlagen und wecken sogleich Kindheitsgefühle.

Ähnlich verhält es sich mit den Tissaer Wänden in der Böhmischen Schweiz. Hier führt ein rund fünf Kilometer langer Rundweg durch eine wilde Landschaft aus beeindruckenden Felstürmen. Gegen ein geringes Eintrittsentgelt (auch in Euro möglich) an einem der beiden Kassenhäuschen wird der Zutritt in diese aufregende Landschaft ermöglicht. Anhand eines Übersichtsplanes, den man dort erhält, können Kinder die vielen nummerierten an Tiere sowie sonstige Formen und Figuren erinnernden Felsen ausfindig machen. Die Großen Tissaer Wände verlangen beim Ausflug mit Kindern allerdings eine erhöhte Aufmerksamkeit, weil der Weg teilweise oberhalb der steil abbrechenden Türme und Wände mit ihren beachtlichen Höhen entlangführt. Kinder kommen insbesondere in den Kleinen Tissaer Wänden auf ihre Kosten. Ein Labyrinth aus schmalen und spannenden Gängen mit Felstunneln lädt zum Entdecken und Versteckspielen ein. Wenn einen anschließend der Hunger quält, bietet sich eine Einkehr im Restaurant Chata Tisá an.

Hier nun eine kleine Auswahl von Möglichkeiten für Unternehmungen.

Perfekte Möglichkeiten für Kurzwanderungen ergeben sich z. B. aus den Kombinationen

  • Pfaffenstein und Quirl
  • Gohrischstein und Papststein (und evtl. noch den südlichen zerklüfteten Bereich des Kleinhennersdorfer Steins mit den kleinen Höhlen, s. u.
  • Labyrinth und Nikolsdorfer Wände bei Leupoldishain
  • Durch die bizarren Felsen im Bielatal, s. u.
  • Rundweg durch die Großen und Kleinen Tissaer Wände in der Böhmischen Schweiz (Tschechien), s. u.

Als Tageswanderung bietet sich u. a. an:

  • Pfaffenstein, Quirl, Gohrischstein, Papststein und Kleinhennersdorfer Stein

Einige ausführlichere Tourenvorschläge findet ihr unten.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

  • mit der Bahn (aus Berlin z. B. mit dem EC) bis Dresden Hauptbahnhof fahren (mehrmals täglich)
  • vom Dresden Hbf. mit der S1 bis zur Haltestelle „Bahnhof Königstein“ (halbstündlich)
  • Aus Königstein starten Busse (Wanderbusse) in die unterschiedlichen Nationalpark-Regionen

Anfahrt mit dem Kfz.

  • aus Dresden auf der A17 in Richtung Prag fahren

Anfahrt nach Königstein:

  • die Abfahrt Nr. 6 auf die B172a nach Pirna/Bad Schandau nehmen
  • in Pirna zunächst weiter auf der B172 in Richtung Bad Schandau (ausgeschildert) 
  • 500 m hinter der markanten Linkskehre am großen Kreisverkehr die erste Abfahrt auf die B172 nehmen
  • geradeaus an der ARAL-Tankstelle vorbeifahren
  • weiter in Richtung Bad Schandau bis zum Ort Königstein fahren

Anfahrt ins Bielatal:

  • Anfahrt wie oben, jedoch 4 Kilometer hinter der ARAL-Tankstelle im Ort Krietzschwitz rechts in Richtung Bielatal abbiegen (ausgeschildert)

Eine kleine Auswahl an Vorschlägen für Wandertouren mit jeweils kurzen Beschreibungen findet ihr wieder hier im Anschluss. Ausführliche Informationen und noch mehr Tourenvorschläge von mir mit vielen Bildern erhaltet ihr dann wie gewohnt bei www.alpenvereinaktiv.com.

Auf die Tafelberge Gohrisch, Papststein und Kleinhennersdorfer Stein

An der Wetterfahnenaussicht auf dem Gohrischstein

Diese landschaftlich schöne Wanderung auf leichten bis mittelschweren Wegen und Pfaden linksseitig der Elbe durch die Vordere Sächsische Schweiz bietet Stiegen durch abenteuerliche Felsspalten, Schluchten mit uriger Vegetation, zerklüftete Sandsteinfelsen mit wunderbaren Aussichten sowie leicht erreichbare und anfängergeeignete Höhlen.

Die linkselbischen Tafelberge Gohrisch, Papststein und Kleinhennersdorfer Stein lassen weder bei jung noch bei alt Langeweile aufkommen. Hier kommt wirklich jede(r) auf ihre/seine Kosten.

Der in seinem Gipfelbereich stark zerklüftete Gohrisch bietet neben seinen tollen Zu- und Abstiegen durch teilweise sehr enge, dunkle und steile Spalten und Kamine viele Kraxelmöglichkeiten, überwältigende Aussichten in alle Richtungen sowie die durch eine malerische feuchte Schlucht erreichbare Schwedenhöhle, die dort auf ihre Entdecker wartet.

Einige markante „Persönlichkeiten“ sind von hier oben sichtbar – der Pfaffenstein, die Festung Königstein und der Lilienstein, die sich u. a. in ganzer Pracht nebeneinander aufreihen und sich zur Schau stellen.

Nur wenige Meter trennen den Gohrisch vom Papststein, dessen Gipfel bequemer über dezent ansteigende Stufen zu erreichen ist und ebenfalls einige wunderschöne Aussichtsstellen bietet. Wer sich bis hierhin an der Landschaft noch nicht satt gesehen hat, kann sich dafür in der urgemütlichen Gaststätte satt essen, bevor der Weg in Richtung Kleinhennersdorfer Stein fortgesetzt wird. Die Gaststätte auf dem Papststein hat mindestens bis zum Sonnenuntergang auf, so dass sich der Besuch dieses Tafelberges auch zu späterer Stunde lohnt. Der Abstieg über die Westseite in Richtung Wanderparkplatz ist dann beleuchtet.

Der dritte unserer Tafelberge, der Kleinhennersdorfer Stein, besticht weniger durch seine Aussicht als durch seine besonders zerklüfteten Bereiche, zahllose Felsblöcke zum Kraxeln, drei kinderfreundliche Höhlen, die mit Taschenlampen erkundet werden können sowie durch tolle Pfade inmitten einer urigen Vegetation.

  • Schwierigkeit:                mittelschwer
  • Strecke:                           6,5 km
  • Dauer:                             2,5 Stunden
  • Auf-/Abstieg:                  438/438 m

Hier geht es zur Tour auf alpenvereinaktiv.com:

Auf die Tafelberge Gohrisch, Papststein und Kleinhennersdorfer Stein

Suchbegriffe im Freitextfeld: „Gohrisch, Papststein, Kleinhennersdorfer Stein“

Hinweis: Diese Tour kann hervorragend auf ein Tagestouren-Niveau verlängert werden, wenn der Papststein (und ggf. der Quirl) mit in die Runde einbezogen wird.

Erlebniswanderung durch das Bielatal bis zur Grenzplatte

Aussicht von der Grenzplatte in Richtung Ostrov (Eiland/CZ)

Landschaftliche Paradetour auf überwiegend schmalen Pfaden entlang einer malerischen Felsenlandschaft, bei der sich spannende Elemente und aussichtsreiche Wegabschnitte abwechseln.

Das Bielatal übt mit seinen zahlreichen wild geformten und teils schiefen Felstürmen- und Wänden einen unwiderstehlichen Reiz aus. Diese kurzweilige Tagestour führt uns zu eindrucksvollen Felsen, die auch ohne Kletterkenntnisse bestiegen oder begangen werden können. Eine überaus spannende Stiege führt uns gleich zu Beginn auf den Sachsenstein. Höhen- und Platzangst sollte man hier allerdings nicht haben, denn es geht auf sehr langen und steilen Leitern aufwärts. Im oberen Teil müssen wir uns durch die engste Stiegen-Felsspalte des gesamten Elbsandsteingebirges zwängen, bevor wir uns die Aussicht verdienen dürfen. Weniger spannend im Aufstieg, aber noch schönere Panoramen bieten die Aussichtspunkte an der Johanniswacht, am Kanzelstein sowie einige Stellen am Forststeig auf dem Weg zur Grenzplatte. Für Letztere namensgebend ist ein wunderbares Felsplateau in Grenznähe zu Tschechien. Beim Durchwandern der stark zerklüfteten und mit Felsblöcken gefüllten Felsengasse zwischen der Ottomühle und der Schweizermühle im letzten Drittel der Tour fühlen wir uns noch einmal wie in einer anderen Welt. Für eine kühle Abwechslung der unterirdischen Art sorgen die drei tektonischen Klufthöhlen Bennohöhle, Schwedenhöhle sowie das Eisloch, welche auch von normalen Wanderern ohne spezielle Kenntnisse und Ausrüstung befahren werden können. 

  • Schwierigkeit:                mittelschwer
  • Strecke:                          14,0 km
  • Dauer:                             4,5 Stunden
  • Auf-/Abstieg:                  340/340 m

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Erlebniswanderung durch das Bielatal bis zur Grenzplatte

Suchbegriff im Freitextfeld: „Bielatal, Grenzplatte“

Das Reich der bizarren Felstürme im Bielatal

In der Felsengasse mit Blick auf die Herkulessäulen

Aussichtsreiche und spannende Kurzwanderung durch abenteuerliche Felsengassen und inmitten einzigartiger Sandsteinsäulen in einer der spektakulärsten Landschaften Europas.

Diese Tour verspricht uns wundervolle Aussichten vom Sachsenstein, Nachbarn, von der Kaiser-Wilhelm-Feste sowie von der Johanniswacht auf die einzigartigen Felsnadeln im Bielatal. Der Sachsenstein will allerdings zunächst über mehrere steile und lange Leitern und durch eine extrem enge Felsspalte erklommen werden. Ein spannender Bergpfad führt uns im späteren Verlauf durch die märchenhaften Felsschluchten an der Johanniswacht und inmitten der eindrucksvollen und fragil erscheinenden Herkulessäulen, die wir zuvor noch von den gegenüberliegenden Aussichtsfelsen bewundern konnten.

  • Schwierigkeit:                leicht
  • Strecke:                           4,2 km
  • Dauer:                             2 Stunden
  • Auf-/Abstieg:                  145/145 m

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Das Reich der bizarren Felstürme im Bielatal

Suchbegriff im Freitextfeld: „Bielatal“

Hinweis: Die Runde kann hervorragend um wenige Kilometer erweitert werden, wenn die Felsen rund um die Ottomühle (Einkehrmöglichkeiten) mit der nahen Bennohöhle sowie der südöstlich der Ottomühle befindliche Großvaterstuhl mit einbezogen werden. An schönen Tagen herrscht im Bielatal übrigens ein reger Andrang durch Kletterer, weshalb vor allem mit dem Auto eine sehr frühe Anfahrt zu empfehlen ist (Parkplätze voll ausgelastet).

Zu den Tissaer Wänden in der Böhmischen Schweiz

Felstürme an den Tissaer Wänden

Leichte und erlebnisreiche Kurzwanderung durch eine traumhafte Felsenlandschaft mit labyrinthartigen Sandsteinformationen, die eine überragende Aussicht ins tschechische Hinterland und nach Sachsen bieten.

Bei der Wanderung handelt es sich um eine kinderfreundliche Rundtour, bei der Jung und Alt auf ihre Kosten kommen. Neben schönen Aussichten heben zahlreiche Kraxelpassagen, höhlenartige Gänge und Tunnel den Spaßfaktor nochmals an. Ebenso gibt es unzählige Fotomotive, die bei jedem Hobbyfotografen das Herz höher schlagen lassen.

Erklärungstafeln über die Tier- und Pflanzenwelt mit deutscher Übersetzung stehen in regelmäßigen Abständen am Wegrand, so dass die Wanderung gleichzeitig den Charakter eines Lehrpfades hat.

An schönen Tagen können viele Kletterer beobachtet werden, die sich an den zahlreichen Routen aller Schwierigkeitsgrade versuchen. Einen Einblick über die historische Entwicklung der Felskletterei bieten die bebilderten Tafeln am Zustiegsweg unweit der Dorfkirche.

  • Schwierigkeit:                leicht
  • Strecke:                           5,1 km
  • Dauer:                             1,5 bis 2 Stunden
  • Auf-/Abstieg:                  174/174 m

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Tyssaer (Tissaer) Wände in der Böhmischen Schweiz

Suchbegriff im Freitextfeld: „Tissaer (Tyssaer) Wände“

Streckenwanderung durch das Gelobtbachtal zum Zirkelstein und zur Kaiserkrone

Auf der Kaiserkrone mit Blick zum Zirkelstein

Sehr abwechslungsreiche Tour auf nahezu unbekannten Wegen in dem urigsten Tal der Sächsisch-Böhmischen Schweiz sowie mit grandiosen Aussichten vom Zirkelstein und von der Kaiserkrone

Kaum eine begehbare Schlucht in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz ist so einsam wie das den meisten Menschen unbekannte Gelobtbachtal. Diese Tour verführt uns in diese zauberhafte abgelegene enge Schlucht mit dem märchenhaft mäandernden Gelobtbach, der immer wieder unseren Weg kreuzt. Des Öfteren müssen wir ihn mit Bedacht auf Steinen, Wurzeln und über von Vorbegehern hingelegten Behelfsbrücken aus stabilen Ästen queren, was sogar ein klein wenig Abenteuercharakter aufkommen lässt. Links und rechts des Weges plätschern kleine Wasserfälle, die uns irgendwie in eine andere Welt eintauchen lassen. 

Als deutlicher Gegensatz hierzu präsentiert der folgende Wegabschnitt eine weitläufige Landschaft rund um den Zirkelstein und die Kaiserkrone mit dem verschlafen wirkenden Ort Schöna. Der Zirkelstein muss im letzten Teil über steile Treppen erklommen werden, während es auf der Kaiserkrone etwas sanfter zugeht, aber nie schwierig. Beide Tafelberge belohnen uns für die Anstrengungen dafür mit grandiosen Aussichten. 

  • Schwierigkeit:                      mittelschwer
  • Strecke:                                 18,9 km
  • Dauer:                                   6 Stunden
  • Auf-/Abstieg:                        470/507 hm

Hier geht es zur Tour auf alpenvereinaktiv.com:

Durch das Gelobtbachtal zum Zirkelstein und zur Kaiserkrone

Suchbegriffe im Freitextfeld: „Gelobtbachtal, Zirkelstein oder Kaiserkrone“

Hinweis: Die Tour startet am S-Bahnhof Schöna (Endbahnhof) und endet am Fähranleger in Krippen (Fähre nach Bad Schandau). Wer seine Unterkunft auf der linkselbischen Seite hat, sollte vom Bahnhof Krippen mit der S-Bahn zurück nach Königstein fahren. Der Bahnhof Krippen befindet sich nur wenige hundert Meter vom Fähranleger entfernt. Für die Weiterfahrt aus Königstein verkehren von dort Busse.

Forststeig

Auf dem Forststeig

Trekking in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz (für Erfahrene)

Die gelb markierte Trekkingroute startet am Bahnhof Schöna an der Elbe, führt linkselbisch über 100 km überwiegend auf Waldpfaden und – wegen sowie auf forstwirtschaftlichen Arbeitsgassen durch die grenznahen Wälder der Sächsisch-Böhmischen Schweiz, überquert dabei 13 Tafelberge und endet in Bad Schandau – Erlebnis pur mit Möglichkeiten zur Waldübernachtung in Trekkinghütten und auf Biwakplätzen.

  • Schwierigkeit:                      schwer
  • Strecke:                                 104,4 km
  • Dauer:                                   50 Stunden
  • Auf-/Abstieg:                        2911/2925 hm

Hier geht es zur Tour auf alpenvereinaktiv.com:

Forststeig Elbsandstein

(erstellt von Tobias Rölke/Sachsenforst)

Suchbegriff im Freitextfeld: „Forststeig“

Weitere ausführliche Informationen findet ihr unter www.forststeig.de

Eindrücke vom linkselbischen Teil der Sächsischen Schweiz

Autor: Lars

Meine Leidenschaft zum Wandern begann schon während meiner Kindheit, in der ich viel im Bayerischen Voralpenland und in den Bergen Österreichs unterwegs war. Heute biete ich als ausgebildeter Wanderleiter des AlpinClubs Berlin, einer Sektion des Deutschen Alpenvereins, geführte Touren sowohl in den Alpen als auch in den Mittelgebirgen in und um Deutschland an. Als offizieller Autor des DAV-Online-Tourenportals alpenvereinaktiv.com erstelle ich darüber hinaus leidenschaftlich gern Tourenberichte.

Ein Gedanke zu „Tourenberatung: Wanderregion Sächsische Schweiz – Teil III – Von den linkselbischen „Steinen“ bis zum Bielatal und den Tissaer Wänden (Böhmische Schweiz)“

  1. Vielen Dank für Deine ausführlichen Beschreibungen, die ich bereits in unserem Vereinsheft lesen und bewundern durfte. Ich finde sie wirklich außergewöhnlich detailliert und kenntnisreich. Und Deine Fotos machen ebenfalls Lust auf diese Wanderregion. Ich hoffe mal, dass bereits ein namhafter Verlag bei Dir angeklopft hat.

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